Wilhelm Gülich (* 7. Juni 1895 in Sachsenberg/Waldeck; † 15. April 1960 in Bad Pyrmont) war ein deutscher Politiker der SPD.
Inhaltsverzeichnis |
Gülich nahm am Ersten Weltkrieg als Kriegsfreiwilliger teil. Er studierte nach dem Abitur, das er 1919 als Externer ablegte, Nationalökonomie, Rechtswissenschaften und Geographie in Marburg, Wien und Kiel, wo er 1924 auch zum Doktor der politischen Wissenschaften promovierte. Im selben Jahr wurde er Direktor der Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel. Diese Stellung übte er bis 1946 und wieder ab 1950 aus. Außerdem war er Vorstandsmitglied der Gesellschaft für innere Kolonisation und Mitglied des Aufsichtsrates der Wirtschaftsaufbaukasse und der Schleswig-Holsteinischen Landgesellschaft. Dr. Gülich war von 1955 bis zu seinem Tode Präsident der Südosteuropa-Gesellschaft.
Dr. Gülich war evangelischen Glaubens und verheiratet.
Gülich war von 1919 bis 1921 Mitglied der DNVP. Ab 1927 engagierte er sich im Republikanischen Klub in Kiel. 1945 schloss er sich der SPD an.
Gülich war von 1947 bis 1950 Landtagsabgeordneter in Schleswig-Holstein. Dort vertrat er den Wahlkreis Lauenburg/Elbe. Vom 8. Mai 1947 bis zum 28. August 1949 war Gülich Vorsitzender des Landtagsausschusses für Verfassung und Geschäftsordnung.
Er gehörte dem Deutschen Bundestag seit dessen erster Wahl 1949 bis zu seinem Tode an. Dort vertrat er den Wahlkreis Herzogtum Lauenburg. 1953 bis 1957 war er stellvertretender Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Finanz- und Steuerfragen.
Von Januar 1946 bis August 1948 war Gülich Landrat im Kreis Herzogtum Lauenburg und 1947/48 Präsidiumsmitglied des Deutschen Landkreistages.
Er war vom 29. August 1949 bis zum 5. September 1950 Finanzminister von Schleswig-Holstein, nachdem er bereits zuvor seit dem 7. September 1949 parlamentarischer Vertreter des Finanzministers war.
Thomas Andresen | Richard Schenck | Wilhelm Gülich | Waldemar Kraft | Carl-Anton Schaefer | Hartwig Schlegelberger | Hans-Hellmuth Qualen | Gerd Lausen | Uwe Barschel | Rudolf Titzck | Roger Asmussen | Heide Simonis | Claus Möller | Ralf Stegner | Rainer Wiegard