Wilhelm Molterer

Wilhelm Molterer
Wilhelm Molterer

Wilhelm Molterer (* 14. Mai 1955 in Steyr, Oberösterreich als Wilhelm Kletzmayr) ist ein österreichischer Politiker und seit 11. Jänner 2007 Vizekanzler und Finanzminister der Republik Österreich, sowie seit dem 21. April 2007 Bundesparteiobmann der ÖVP.

Wilhelm Molterer wuchs im oberösterreichischen Sierning auf. Nachdem er bereits einige Jahre in der Familie seiner kinderlosen Tante und deren Gatten Josef Molterer gelebt hatte, wurde er mit 14 Jahren adoptiert, um später den Hof zu übernehmen. Er besuchte die Höhere Landwirtschaftliche Bundeslehranstalt in St. Florian. Nach der Matura im Jahr 1974 begann er an der Johannes-Kepler-Universität Linz ein Studium der Sozialwirtschaft. 1980 erfolgte die Sponsion zum Magister. Molterer war Vorsitzender der Linzer ÖH und galt innerhalb der ÖVP-nahen Hochschulfraktion ÖSU als links stehend.

Von 1981 bis 1984 war Molterer für den Österreichischen Bauernbund tätig. Ab 1987 arbeitete er im Landwirtschaftsministerium unter den Ministern Riegler und Franz Fischler. Von 1994 bis 2003 war Molterer selbst Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft. Von 2003 bis 2006 war er Klubobmann der ÖVP im Nationalrat, wobei ihm von Kritikern Einflussnahme auf die TV-Berichterstattung des ORF vorgeworfen wurde. Aus diesem Vorwurf erfand Alfred Dorfer den Begriff Moltofon.

Am 9. Jänner 2007 wurde er vom ÖVP-Bundesparteivorstand zum geschäftsführenden Obmann sowie zum Finanzminister und Vizekanzler des Kabinetts Gusenbauer bestimmt. In diesen Funktionen wurde Molterer am 11. Jänner 2007 von Bundespräsident Heinz Fischer angelobt. Am 21. April 2007 wurde er mit 97,04% der Stimmen auf dem Bundesparteitag der ÖVP in Salzburg zum Nachfolger Wolfgang Schüssels als Bundesparteiobmann der ÖVP gewählt.

Er ist Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens am Bande für Verdienste um die Republik Österreich.

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