Willi Laschet

Willi Laschet (* 22. November 1920 in Trier) ist ein Maler, Graphiker und bildender Künstler aus Hürth. Laschet ist einer der letzten Maler von großflächigen, zum Teil über 25 Quadratmeter großen Kinoplakaten, die früher an den Fassaden der Lichtspieltheater auf den jeweils aktuell laufenden Film hinwiesen.

Willi Laschet vor einem seiner Objekte in Wesseling 2006
Willi Laschet vor einem seiner Objekte in Wesseling 2006

Inhaltsverzeichnis

Vita

Laschet besuchte in Trier das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, da ihn sein Vater für eine Priesterlaufbahn vorgesehen hatte. Laschet zog es aber lieber zur Kunst. So studierte er an der Trierer Meisterschule des Deutschen Handwerks das Fach Kunst mit Malerei und Graphik bis er 1941 zum Wehr- und anschließendem Kriegsdienst eingezogen wurde. Mit Rommels Armee geriet er in amerikanische Gefangenschaft und wurde in die USA verschifft. Erst 1947 nach Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft fand er erste Aufträge zunächst als Portraitmaler dann aber schon bald in seinem künftigen Metier als Kinoplakatmaler für das "Scala-Theater" in Bitburg. Dort entstanden auch nebenher aus seiner Hand Werbeplakate für das weltbekannte Bitburger Pils. Erst sein Umzug nach Köln und die Übernahme eines etablierten Plakatmalateliers mit Kunden im ganzen Rheinland brachte sicheren Lebensunterhalt.

1967 zog die Familie dann nach Hürth. Der Niedergang der großen Lichtspielhäuser und der Wegfall der Sorge für das tägliche Einkommen gab Laschet hier in seinem Atelier mehr Raum und Zeit für freie Malerei. Er dozierte zudem bis zu seinem 86. Lebensjahr an der Volkshochschule und hält noch immer Kontakt zu vielen Schulen.

Werk

Wahlkampf in Hürth: Rudi Tonn
Wahlkampf in Hürth: Rudi Tonn

Laschets Plakate zeichnen sich sowohl durch besonderen Realismus in der Personendarstellung als auch durch Ausdrucksstärke wie zum Beispiel bei Plakaten für den Weißen Hai, Jurassic Park oder in seinen Plakaten für die SPD im Wahlkampf in den 1980er Jahren in seinem Wohnort Hürth aus.

In letzter Zeit arbeitet er auch an Objekten und Skulpturen. Eine von ihm entworfene Metallskulptur wurde Ende Oktober 2006 von der nahe gelegenen Raffinerie gesponsort auf einem Wesselinger Verkehrskreisel aufgestellt.

Laschet stellte seine Bilder und Objekte aber auch erhalten gebliebene Großplakate aus in vielen Orten im gesamten Rheinland aber u.a. auch in Luxemburg, Trier und Wiesbaden. Ein Teil seiner Plakate ist im Deutschen Filminstitut in Frankfurt am Main archiviert.

Würdigungen

An Auszeichnungen für sein Lebenswerk erhielt er den Kulturpreis seiner Heimatstadt Hürth (1995), den Kulturpreis des Rhein-Erft-Kreises (1996) und den Rheinlandtaler des Landschaftsverbandes Rheinland.

Der Landschaftsverband Rheinland produzierte über seinen Laureaten und sein Werk eine filmische Dokumentation, die am 26. April 2006 im Hürther Bürgerhaus in seiner Anwesenheit uraufgeführt und vielen interessierten Freunden, Kunstinteressierten, Sammlern und Kinoliebhabern vorgestellt wurde.

Weblinks

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