Winfried Steffani (* 1927, in Żnin bei Bydgoszcz (Bromberg), Polen; † 14. August 2000) war ein deutscher Politikwissenschaftler. Er forschte vorwiegend auf dem Gebiet der Vergleichenden Regierungslehre bzw. Systemlehre.
In den 1950er-Jahren studierte Steffani an der Deutschen Hochschule für Politik, wo er auch 1958 promovierte. Steffani studierte u.a. bei Ernst Fraenkel, dessen Assistent er auch wurde. 1966 habilitierte er schließlich. Im selben Jahr wurde er Professor für Politikwissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. Wenig später wechselte er an die Universität Hamburg, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1990 lehrte.
Steffani war jahrzehntelanger Herausgeber der Zeitschrift für Parlamentsfragen der Deutschen Vereinigung für Parlamentsfragen e.V.
Steffani versuchte auch sich aktiv in der CDU zu engagieren, der er über 30 Jahre angehörte. Als ihm und dem späteren Gründer der STATT Partei, Markus Wegner, die CDU vor dem Bundesparteigericht das Recht verweigerte, genauso wie ein Vorstandsmitglied wissen zu dürfen, wer mit ihm der jeweiligen Parteigliederung angehört (Az: CDU-BPG 5/91 R), trat er 1991 aus der CDU aus, da er hierin die ungestrafte Verweigerung innerparteilicher Demokratie sah, und gab seine Ehrenplakette der Konrad-Adenauer-Stiftung zurück.