| Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Ländern zu schildern. |
Als Wirtschaftszweig oder Branche [bʁãːʃə] bezeichnet man in der Wirtschaft eine Gruppe von Unternehmen, die ähnliche Produkte herstellen oder ähnliche Dienstleistungen erbringen. Daneben kommt es auch zu einer Zusammenfassung von Betrieben, die dasselbe Herstellungsverfahren (z. B. Baugewerbe) oder die gleichen Ausgangsprodukte (Mineralölverarbeitung) benutzen. Unternehmen sind zumeist auf der Ebene von Wirtschaftszweigen organisiert (zum Beispiel Verband der Chemischen Industrie; Einzelhandelsverband) und Tarifverträge werden (zumindest in Deutschland) auf Branchenebene abgeschlossen. Eine für den deutschen Wirtschaftsraum allgemein gültige Einordnung von Unternehmen in so genannte Wirtschaftszweige nimmt seit 1950 das Statistische Bundesamt vor. Die aktuelle Klassifikation von 2003 (WZ 2003) basiert auf der durch einzelne EG-Verordnungen verbindlich eingeführten statistischen Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft (NACE Rev.1.1).
Verwendet wird dieser Begriff auch in Telefonbüchern oder Branchenbüchern um ein Auffinden von Erzeugern bestimmter Artikel zu erleichtern, z. B. in den Gelben Seiten.
Im Zusammenhang mit dem Begriff „Branche“ steht auch der Begriff „relevanter Markt“ (Marketing) bzw. Geschäftsfeld/ unternehmerisches Umfeld (strategisches Management).
Deutschland und Österreich orientieren sich in Statistiken an die Vereinbarungen innerhalb der EU (NACE). In Deutschland wird die Gliederung WZ 2003 genannt. Dort finden sich auch die Gliederungsmerkmale und Gruppen.