| Wissembourg | ||
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| Staat | Frankreich | |
| Region | Elsass | |
| Département | Bas-Rhin | |
| Arrondissement | Wissembourg (Unterpräfektur) | |
| Kanton | Wissembourg (Chef-lieu) | |
| Geographische Lage | 49° 02′ N 07° 56′ O | |
| Höhe | 160 m (133 m–527 m) |
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| Fläche | 48,18 km² | |
| Einwohner – mit Hauptwohnsitz – Bevölkerungsdichte |
(1999) 8170 Einwohner 169 Einw./km² |
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| Postleitzahl | 67160 | |
| INSEE-Code | 67544 | |
| Website | ||
Wissembourg [visɑ̃ˈbuʀ] (Weißenburg im Elsass, hergeleitet von wiß der rheinfränkischen Form von weiß) ist eine Stadt im Elsass (Frankreich).
Die Stadt Wissembourg ist Sitz der Unterpräfektur (Sous-préfecture) des Arrondissements Wissembourg im Département Bas-Rhin in der Region Elsass. Das Arrondissement gliedert sich in fünf Kantone mit der Stadt Wissembourg als Hauptort (chef-lieu) des gleichnamigen Kantons.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt am Flüsschen Lauter, an jener Stelle der deutsch-französischen Grenze, an der die Rheinebene in den Pfälzerwald übergeht. Auf bundesdeutscher Seite liegt ihr gegenüber die Gemeinde Schweigen-Rechtenbach (Verbandsgemeinde Bad Bergzabern, Landkreis Südliche Weinstraße).
Die Stadt Weißenburg entwickelte sich aus einer stetig wachsenden Ansiedlung um ein im 7. Jahrhundert gegründetes Kloster. Von 1306 bis 1697 war sie freie Reichsstadt. Die Stadt gehörte 1529 zu den Vertretern der protestantischen Minderheit (Protestation) am Reichstag zu Speyer. Ihre Bürgerschaft forderte die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens. 1648 wurde es mit dem Elsass durch Frankreich annektiert.
Am 4. August 1870 besiegten in der Schlacht bei Weißenburg preußische Truppen die Franzosen. Mehrere Denkmäler auf dem Geisberg an der Straße Weißenburg-Riedseltz gedenken der vielen Gefallenen. Weißenburger kämpften als Soldaten mal auf französischer und mal auf deutscher Seite. Von 1871 bis 1918 war Weißenburg wieder eine deutsche Stadt. Nach dem Ersten Weltkrieg kam die Stadt zusammen mit dem Elsass wieder zurück an Frankreich und war von 1940 bis 1945 vom Deutschen Reich de facto annektiert.
Heute führt eine offene Grenze zu Nachbarschaftshilfen bei Bränden und zur Zusammenarbeit des Notarztdienstes auf beiden Seiten. 1997 wurde die Maximiliansbahn zwischen Weißenburg und Winden (Pfalz) in der Pfalz wieder eröffnet.
Die Altstadt ist heute noch teilweise von Resten der alten Stadtbefestigung umschlossen. Sehenswert ist die gotische Abteikirche mit einem romanischen Glockenturm. Im Innern finden sich bemerkenswerte Glasfenster und Wandmalereien aus dem 14./15. Jahrhundert, unter anderem eine zehn Meter hohe Darstellung des heiligen Christophorus. Vom alten Kloster Weißenburg, an dem der Mönch Otfrid von Weißenburg wirkte, ist lediglich ein unvollendeter gotischer Kreuzgang übrig geblieben.
Wissembourg ist Endpunkt einer Bahnlinie von Haguenau und der DB-Strecke Neustadt an der Weinstraße–Landau (Pfalz)–Wissembourg. Am Wochenende sowie an Feiertagen besteht eine Direktverbindung ab Mainz (RE Elsass-Express). Die Stadt ist Mitglied im deutschen Verkehrsverbund Rhein-Neckar, wobei zusätzlich auch die Fahrausweise des Karlsruher Verkehrsverbundes gelten.
Im Straßenverkehr besteht nach Norden mit der Bundesstraße 38 über Bad Bergzabern und Landau in der Pfalz (A65) eine Anbindung an das Fernstraßennetz. Nach Süden ist die Stadt durch die D263 mit Haguenau verbunden.
Wissembourg ist der Inhalt eines Liedes von Hannes Wader namens Kleine Stadt. In diesem beschreibt er die Landschaft, die Mentalität der ansässigen Bewohner und die Schönheit der Stadt.[1]
| Commons: Wissembourg – Bilder, Videos und Audiodateien |