Witego de Purschitz, (tschechisch Vitek z Prčice, deutsch Veit oder Witigos von Plankenberk) [1] (* vor 1120 in Bayern; † 1194) war ein böhmischer Adliger und gilt als Begründer der Witigonen, welche sich später in Rosenberger umbenannten. Er war von 1169 bis 1175 Truchsess am Hofe des Königs Wenzel I. von Böhmen [2] und ab 1177 Burggraf von Glatz. Als Castellan de Prahen ist er ab 1184 nachweisbar und trat in bedeutenden Positionen im Gefolge der Přemysliden auf. Witego war Herr von Purschitz bei Sedletz im Táborer Kreis. Er erwarb viele Güter in Süd- und Mittelböhmen und im Mühlviertel. Sein ältester Sohn war Witigo de Planchinbere.
Der tschechische Geschichtsschreiber František Palacký nannte ihn Vitek z Prczice (in heutiger Orthografie Vítek z Prčice), da 1205 Purschitz in einer Urkunde als Vitkovice geführt wird und vermutete, dass dies der ältere Name sei und obige Quelle nur eingedeutscht wurde.
Andere leiten aus dem Vornamen und aus der Ortsbezeichnung Purschitz einen deutschen Ursprung ab. Auch wurden die Witigonen von den deutschen Hochfreien stets als Standesgenossen betrachtet. Da diese Frage nicht eindeutig geklärt werden kann, wurde hier die urkundliche belegte Form Witego de Purschitz gewählt.
Beide Seiten befürworten die Theorie, nach der Witego mit vier Söhnen zum Stammvater der Witigonen wurde: Heinrich gründete die Witigonenlinie von Hradec (z Hradce), Witiko II. der Ältere (Vítek starší) die Krummauer Linie, Witiko III. der Jüngere (Vítek mladší) die Linie der Herren von Rosenberg und Witiko IV. (Vítek z Klokot) die Linie der Herren von Landstein. [3]