| Wappen | Karte |
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| Basisdaten | |
| Staat: | Russland |
| Föderationskreis: | Nordwestrussland |
| Föderationssubjekt: | Oblast Leningrad |
| Gemeindeart: | Kreisstadt |
| Fläche: | |
| Einwohner: | 78.700 (2004) |
| Bevölkerungsdichte: | |
| Höhe: | |
| Postleitzahlen: | |
| Telefonvorwahl: | +7 (81378) |
| Geografische Lage: | 60° 42' 8" N, 28° 45' 46" O |
| Kfz-Kennzeichen: | |
| Stadtgliederung: | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
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| Offizielle Website: | http://www.city.vbg.ru/ |
| E-Mail-Adresse: | |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Wassili Ossipow |
| Liste der Städte in Russland | |
Wyborg (russisch Выборг) (deutsch Wiburg, finnisch Viipuri, schwedisch Viborg) ist eine Stadt in der Oblast Leningrad. Sie liegt in der historischen Region Karelien zwischen Sankt Petersburg und der finnischen Grenze und hat rund 78.700 Einwohner (Stand: 2004).
Inhaltsverzeichnis |
Die geografischen Koordinaten sind: 60,70° Nord, 28,75° Ost. In Wyborg mündet der 1845–56 errichtete Saimaakanal in die Ostsee, der die Finnische Seenplatte (Saimaa-See) bei Lappeenranta mit der Ostsee verbindet. Wyborg liegt an der Eisenbahnlinie Helsinki - Sankt Petersburg.
Viborg war im Mittelalter eine bedeutende Handelsstadt. In den nordischen Kriegen zwischen den Schweden und Deutschen Ordensrittern einerseits gegen Alexander Newski von Nowgorod bildete Viborg einen schwedischen Stützpunkt gegen die Nowgoroder Rus. Nach mehrmaligen vergeblichen Belagerungen durch russische Truppen kapitulierte die Stadt am 12. Juni 1710 gegenüber dem russischen Admiral Graf Apraxin und gehörte seitdem zum Russischen Reich (nach 1812 zum Großfürstentum Finnland darin).
Zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte Viborg unter anderem 6 Kirchen, ein altes gotisches Schloss, ein Gymnasium und eine Navigationsschule. Zur wirtschaftlichen Bedeutung der Stadt trugen der Hafen, der Holzhandel, eine Eisengießerei sowie der Maschinenbau bei. Im Jahr 1886 hatte die Stadt 16.639 Einwohner und war Sitz des Gouverneurs von Viborg, eines lutherischen Konsistoriums und des Hofgerichts für die drei Gouvernements Kuopio, St. Michel und Viborg sowie eines deutschen Konsuls.
Nach dem Ersten Weltkrieg kam Viipuri an das unabhängig gewordene Finnland, dessen zweitgrößte Stadt (ca. 80.000 Einwohner) es damals war.
Nach dem Winterkrieg 1939/40 und dem Fortsetzungskrieg 1944 wurde der größte Teil Kareliens mit Viipuri von der damaligen Sowjetunion okkupiert. Die seit den Zeiten der Hanse in Viipuri ansässige deutsche Minderheit musste 1940 mit den finnischen und schwedischen Einwohnern die Stadt verlassen bzw. wurde nach 1944 vertrieben.
Heute gehört die Stadt zu Russland. In Wyborg soll die neue Ostsee-Pipeline der Firma Gasprom beginnen.
Wyborg spielt eine wesentliche Rolle in Friedrich Wilhelm Murnaus Film „Nosferatu“. Mit dem dort genannten Wisborg ist offenbar Wyborg am äußersten Ende der Ostsee und des Finnischen Meerbusens gemeint. Murnau weicht hier bewusst von der englischen Vorlage des Bram Stoker „Dracula“ ab.
| Commons: Vyborg – Bilder, Videos und Audiodateien |
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Verwaltungssitz ist Sankt Petersburg.