| Yen | |
|---|---|
| Land: | Japan |
| Unterteilung: | 100 Sen, 1000 Rin (historisch) |
| ISO-4217-Code: | JPY |
| Abkürzung: | ¥ (international), 円 (Japan) |
| Wechselkurs: (29. Juni 2007) |
1 EUR = 165,61 JPY |
Der Yen (jap. 円 en, wörtlich runder Gegenstand) ist seit 1871 die offizielle Währung Japans. Sie ist neben dem US-Dollar und dem Euro in vielen Ländern Teil der eigenen Geldreserve zur Währungsstabilisation.
Das Währungssymbol in der lateinischen Schrift ist ¥, in der japanischen Schreibweise wird es mit dem Kanji 円 dargestellt. Der ISO-4217-Währungscode lautet JPY (Codenummer 392).
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Der Yen wurde 1871 von der Meiji-Regierung als Währung nach europäischem Vorbild eingeführt. Er löste das komplizierte Währungssystem der Edo-Zeit ab.
Die Neue Währungsverordnung von 1871 machte die Verwendung des Dezimalsystems zur Bedingung und unterteilte den Yen (historische Schreibweise 圓) in 100 Sen (銭) und 1000 Rin (厘). Die Münzen wurden nach westlichem Vorbild in runder Form geprägt. Der Wert eines Yen wurde gesetzlich mit dem Wert von 26,956 Gramm (0,8667 Feinunzen) Silber festgelegt, diese Festlegung ist auch heute noch gültig. Die Verordnung schrieb auch vor, dass der Yen durch Goldreserven gedeckt war.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Yen fest an den US-Dollar gekoppelt, mit einem Kurs von 360 Yen für einen US-Dollar. Die Sen- und Rin-Münzen wurden 1954 aus dem Umlauf genommen und sind heute nur noch von rechnerischer Bedeutung.
Seit dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems 1973 wird der Wert des Yen vom freien Währungsmarkt bestimmt.
Der Yen wurde ursprünglich genauso geschrieben wie sein chinesisches Pendant, der Yuan (chin. 圓, Yuán). Die moderne japanische Schreibung benutzt ein anderes Zeichen (円) als die vereinfachte chinesische Schrift (元). Die Darstellung im lateinischen Alphabet (¥) ist jedoch bei beiden Währungen gleich (allerdings tendiert die VR China zur Schreibweise mit nur einem Querstrich).
Die korrekte japanische Aussprache des Währungszeichens lautet eigentlich „En“. Die internationale Schreibweise und die Aussprache mit „Y“ am Wortanfang beruht auf der historischen Kana-Schreibung (ヱン yen statt heute エン en). Diese lateinische Transkription hält sich bis heute.
Der Yen ist aufgrund seines Transaktionsvolumens und seiner Wertentwicklung heute eine der wichtigsten internationalen Währungen. Geldpolitische Entscheidungen der Bank of Japan haben damit eine große internationale Bedeutung. Gebräuchlich ist der Yen insbesondere als Reservewährung in Asien.
Im ostasiatischen Raum werden große Zahlen nicht nur in 1.000er-, sondern auch in 10.000er-Schritten gezählt. In Japan gibt es daher für die Zahl 10.000 ein eigenes Symbol (万 man). Größere Yen-Beträge werden in 10.000er-Schritten angegeben, z. B. 50万円 (gojū-man en) für 500.000 Yen.
Dafür existiert im Japanischen kein Gegenstück zum Begriff „Million“, das nächste eigene Zahlwort gibt es erst wieder für „100 Millionen“ (億 oku).
Gegenwärtig sind Banknoten mit den Wertstufen 1.000, 2.000, 5.000 und 10.000 Yen in Umlauf.
Am 1. November 2004 begann die Bank of Japan mit der Einführung neuer, fälschungssicherer Banknoten und ersetzte die vorherige Serie, die am 1. November 1984 in Umlauf gebracht worden war.
Die neuen Banknoten haben folgende Abmessungen und zeigen auf der Vorderseite folgende Personen:
Die Banknote zu 10.000 Yen blieb als einzige unverändert in den Abmessungen und der dargestellten Person.
Derzeit sind Münzen mit den Wertstufen 1, 5, 10, 50, 100 und 500 Yen in Umlauf.
Die 5- und 50-Yen-Münzen weisen ein Mittelloch auf.
Die 500-Yen-Münze ist in zwei Varianten im Umlauf, von denen nur die neue fälschungssicher ist. Manche Automaten akzeptieren nur die neuere Ausgabe. Weltweit hat die 500-Yen-Münze, neben dem schweizerischen 5-Franken-Stück, vermutlich den höchsten Nennwert aller Umlaufmünzen, er beträgt knapp 3,50 Euro.
Zu besonderen Anlässen werden Sondermünzen in Gold und Silber mit verschiedenen Werten geprägt. Obwohl sie gesetzliche Zahlungsmittel sind, werden sie als Sammelobjekte betrachtet und im Alltag nicht verwendet.