Der Begriff Zeilenumbruch stammt aus dem Schriftsatz und gibt an, an welcher Stelle ein Text von einer Zeile in die nächste übergehen soll.
Auf einer Schreibmaschine etwa wird der Zeilenumbruch explizit durch Betätigen einer Taste oder eines Hebels durchgeführt. Dabei werden zwei Funktionen ausgeführt: Positionierung der Schreibstelle um eine Zeile nach unten und Positionierung der Schreibstelle zum Zeilenanfang (ganz links).
Reine Textdateien auf dem Computer ähneln in ihrer Darstellung einem auf einer Schreibmaschine geschriebenen Text. Bei der Entwicklung des ASCII-Zeichensatzes wurden daher zwei Zeichen reserviert, die genau die Zeilenumbruchfunktion einer Schreibmaschine darstellen:
Diese Zeichen werden auch Steuerzeichen genannt und sind für den Benutzer im Allgemeinen unsichtbar.
| Betriebssystem | Abkürzung | Hex-Code | ASCII-Code | Escape-Sequenz |
|---|---|---|---|---|
| Windows, DOS, OS/2, CP/M | CR LF | 0D 0A | 13 10 | \r\n |
| Unix, Linux, Mac OS X, AmigaOS | LF | 0A | 10 | \n |
| Mac OS bis Version 9, Apple II | CR | 0D | 13 | \r |
| AIX OS & OS/390 | NEL | 15 | 21 |
Auf IBM-Großrechnern ist der Zeilenumbruch in den Dateien kein Steuerzeichen. Vielmehr wird die Zeilenlänge im DCB (Recordformat F oder FB) beziehungsweise in einem Längenfeld am Zeilenanfang (Recordformat V oder VB) gespeichert.
Um Dateien zwischen dem Windows- und dem Unix-Format zu konvertieren, existiert für Unix das Tool dos2unix (bzw. unix2dos).
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Viele moderne Texteditoren und Textverarbeitungssysteme besitzen automatische Zeilenumbruchsfunktionen, die beim Überschreiten einer bestimmten Zeilenlänge das aktuelle Wort automatisch an den Anfang einer neuen Zeile platzieren. Unterschieden wird hier zwischen einem harten und einem weichen Zeilenumbruch. Der weiche Zeilenumbruch erfolgt nur auf dem Bildschirm, damit der Text komplett angezeigt werden kann, ohne dass der Benutzer horizontal scrollen muss. Der weiche Zeilenumbruch wird jedoch nicht in der Datei gespeichert. Beim harten Zeilenumbruch wird zusätzlich am Ende der Vorzeile ein Zeilenumbruchssymbol eingefügt, so dass der Zeilenumbruch „hart“ in die bearbeitete Datei geschrieben wird. Hierdurch wird der Benutzer von der Notwendigkeit, die Zeilen manuell zu umbrechen, enthoben. Dadurch wird vermieden, dass er den gesamten Absatz neu umbrechen muss, wenn er nur ein Wort zusätzlich einfügt.
Ein Text soll oft auf unterschiedlichen Medien oder in unterschiedlicher Schriftgröße dargestellt werden. In diesem Falle ist eine explizite Angabe des Zeilenumbruchs nicht wünschenswert, da dieser bei optimaler Ausnutzung des Mediums nicht feststeht. Computerprogramme zur Textdarstellung ignorieren daher in solchen Situationen vorgegebene Zeilenumbrüche und setzen den Text in Bezug auf die Zeilenlänge des Mediums.
Am Beispiel der Wikipedia soll ein Zeilenumbruch vorgestellt werden.
Ein einfacher Zeilenumbruch wird in der Wikisyntax nicht direkt unterstützt. Er kann jedoch wie in XHTML als <br /> eingefügt werden. Um Texte in kleinere Abschnitte zu gliedern, einfach eine
Leerzeile einfügen. Dies führt zu einem neuen Absatz.