Zinkblende-Gitter

Elementarzelle von Sphalerit (ZnS, Zinkblende)
Elementarzelle von Sphalerit (ZnS, Zinkblende)

Das Zinkblende-Gitter beschreibt einen Kristallstrukturtyp, in dem eine Reihe von schwach polarisierten Ionenverbindungen kristallisieren. Aufgrund der Ionenradienverhältnisse in der Zinkblende (kurz ZnS) bilden die Sulfid-Anionen eine kubisch-dichteste Kugelpackung, worin die kleineren Zink-Kationen sich regelmäßig in der Hälfte der Tetraederlücken aufhalten.

Aus struktureller Sicht besteht eine Ähnlichkeit zwischen Zinkblende und dem Diamanten, denn die Lage der einzelnen Atome zueinander ist gleich. Der Unterschied besteht darin, dass sich das Zinkblendegitter aus zwei unterschiedlichen Elementen zusammensetzt, im Gegensatz zum Diamantgitter das nur aus einem Element besteht.

Bandlücke über die Gitterkonstante aufgetragen. Die Linien zwischen den Elementen stellen die ternären Verbindungen dar. Die Wurtzit-Kristallisationen besitzt zwei Gitterkonstanten a und c, die Zinkblende nur eine einzige.
Bandlücke über die Gitterkonstante aufgetragen. Die Linien zwischen den Elementen stellen die ternären Verbindungen dar. Die Wurtzit-Kristallisationen besitzt zwei Gitterkonstanten a und c, die Zinkblende nur eine einzige.

Neben dem Namensgeber Zinkblende (ZnS) kristalisieren noch einige andere Materialien − vornehmlich Halbleiter − in dieser Kristallstruktur. Dazu zählen unter anderem die I-VII-, II-VI- und III-V-Verbindungshalbleiter. Wichtigster Vertreter ist wahrscheinlich das Galliumarsenid (GaAs)

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