8. Die Menschen lassen vieles gelten

[26] Die Menschen lassen vieles gelten:

Vor allem lieben sie dich stumm;

Doch willst du klagen, willst du schelten, –

Auch das, man kümmert sich nicht drum.


Nur, willst du rasch die Gunst verscherzen,

So zeig ein Fünkchen Seligkeit, –

Man wünscht dir Glück »von ganzem Herzen«

Und birst vor rückgestautem Neid.


Quelle:
Theodor Fontane: Sämtliche Werke. Bd. 1–25, Band 20, München 1959–1975, S. 26.
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