† Benahmen , verb. reg. act. welches nur ... ... den gemeinen Mundarten üblich ist, mit einem Nahmen versehen, benennen. Ein Kind benahmen. Er ist Caspar benahmt, er heißt ... ... Anm. Im Niedersächsischen lautet dieses Wort benömen. Kinamen kommt in dieser Bedeutung schon bey dem Kero vor. ...
Cinnamet , S. Zimmet.
... Verminderung an innerer Stärke. Die Abnahme des Gedächtnisses, des Gesichtes. Die Abnahme der Kräfte, und an ... ... an Tugend. Er ist in Abnahme gerathen, in Verfall der Nahrung. Die Abnahme (der Verfall) der ... ... Activi. Denn so sagt man zwar, die Abnahme einer Rechnung, die Abnahme des Eides; aber nicht die Abnahme des Hutes, der Bäume, ...
Die Annahme , plur. inus. die Handlung des Annehmens in den eigenelichen Bedeutungen des Verbi. Die Annahme des Geldes, eines Geschenkes. Die Annahme eines Bedienten. Die Annahme an Kindes Statt u.s.f.
... einnimmt, Einkünfte. Viele, wenige Einnahmen haben. Er hat gute Einnahme. Haben sie heute gute Einnahme gehabt? Die Ausgabe übersteiget die Einnahme. Seine Einnahme vermehren. Ingleichen die Rechnung, welche man ... ... Geld eingenommen wird, im gemeinen Leben. Daher die Geleitseinnahme, Steuereinnahme, Accis-Einnahme u.s.f.
... aus Spott oder Verachtung bekommt, heißt im gemeinen Leben auch ein Spitznahme, Schimpfnahme, in und um Osnabrück ein Korneelsnahme, Korneetsnahme, Korneusnahme, in Niedersachsen und Preußen ein Ökelnahme, Schwed. Oekname, nicht von Ekel, wie einige glauben, ... ... zusetzen. S. Auch. Das Baierische annameln bedeutet, jemanden einen solchen Schimpfnahmen beylegen. Einige Sprachlehrer z.B ...
... Activi, besonders in den figürlichen. Die Aufnahme einer Summe Geldes. Die Aufnahme eines Reisenden. Die Aufnahme war sehr schlecht. Ingleichen die Aufnahme ... ... die Verbesserung des bürgerlichen Zustandes, im Gegensatze der Abnahme. In Aufnahme seyn, kommen. Eine Handlung, einen Ort ...
Die Ausnahme , plur. die -n, das Abstractum des ... ... herrschenden Ähnlichkeit, und was von derselben abweicht. Eine Ausnahme machen. Etwas ohne Ausnahme behaupten. Mit gewissen Ausnahmen. Ich gehorche ihnen ohne alle Ausnahme. Ehedem bedeutete dieses Wort, besonders ...
... , im gemeinen Leben, ein Schimpfnahme, ein Beynahme, welchen man jemanden aus Verachtung oder zur Beschimpfung gibt; ein Spitznahme, Ökelnahme, im Nieders. Ökernahme, im Schwed. Ökname, im Dän. ... ... abstammen lässet, (S. Auch,) so daß Ekelnahme eigentlich einen jeden Beynahmen bedeuten würde. Es ist ...
Der Amtsnahme , des -ns, plur. die -n, der Nahme, welchen jemand von seinem Amte führet; besonders im theologischen Verstande.
Der Ehrennahme , des -n, plur. die -n, ein Nahme, welcher jemandes Ehre oder Würde bezeichnet, für das halb Lateinische Ehrentitel. Ingleichen ein Nahme, der jemanden gegeben wird, um seine Achtung für dessen Verdienste an den Tag ...
Die Gêldeinnahme , plur. die -n, die Einnahme baren Geldes, die Handlung, da man bares Geld einnimmt, zum Unterschiede von der Fruchteinnahme u.s.f.
Die Geleitseinnahme , plur. die -n, die Einnahme des Geleitsgeldes, dieses eingenommene Geld selbst, und der Ort, wo es eingenommen wird.
Der Hêrrschaftsnahme , des -ns, plur. die -n, derjenige Nahme, welcher die Herrschaft, d.i. Gewalt und Würde einer Person anzeiget; besonders in der Theologie, wo der Nahme Herr ein solcher Herrschaftsnahme Gottes ist.
Der Geschlêchtsnahme , des -ns, plur. die -n, der gemeinschaftliche Nahme eines ganzen Geschlechtes; bey Menschen auch der Zunahme, im Gegensatze des Vornahmens, der die einzelnen Personen bezeichnet.
... die -n. 1. Der Geschlechtsnahme, im Gegensatze des Vor- oder Taufnahmens. In Christoph Müller ist der letzte Nahme der Zunahme. 2. Oft ist es auch so viel als Beynahme, d.i. derjenige Nahme, welchen eine Person außer ihrem Vor- ...
... Substantiva oder Hauptwörter aber wesentliche Nahmen, selbstständige Nahmen, welche bey andern Hauptnahmen heißen. 2) In ... ... schlägt, Weiße; wenn er genannt wird. S. Geschlechtsnahme, Zunahme, Vornahme, Taufnahme, Beynahme. Die Nahmen der zwölf Monathe, der Winde und ...
... Thieren sind zur Unterscheidung der Geschlechter eigene Nahmen vorhanden, und wo diese nicht zureichen, gebraucht man die Wörter ... ... keine weibliche Wörter bilden lassen, theils weil für dieselben eigene Nahmen üblich sind, wie Mutter, Tochter, Frau, Magd, Base, Muhme, ... ... man die Gesandtinn oder Abgesandtinn zu nennen. Wohl aber nehmen es die eigenen Geschlechtsnahmen an, die Gattinn oder Tochter ...
Sonst , adverb. welches in allen seinen Bedeutungen eine Absonderung, eine Ausnahme, eine Ausschließung bezeichnet. Es bedeutet, 1. Etwas anderes, im Oberd. anders. Haben sie noch sonst etwas? außer diesem, etwas anders. Wer weiß, was sie sonst noch für ...
Jēsus , der bekannte eigenthümliche Amtsnahme des Erlösers, welcher aus dem Hebr. יטוע entlehnet ist, und einen Heiland bedeutet. Im gemeinen Leben wird er sehr gemißbraucht, und alsdann oft in Herr Je! o Je! Herr Jemini! und o Jemini! verstümmelt.
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