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Ade

Ade [Adelung-1793]

* Adē , ein aus dem französischen à Dieu verderbtes Abschiedswort, für Lebe wohl! dessen sich die Dichter des vorigen Jahrhunderts oft zu bedienen pflegten. Ade! Weld Ade! Gryph. Nun Ade ihr Feldgöttinnen, Nun Ade du grüne Lust! ...

Wörterbucheintrag zu »Ade«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 164.
Etwa

Etwa [Adelung-1793]

... Der Sache selbst, ein unbestimmtes Ding auszudrucken, für etwas; eine nur noch im Oberdeutschen übliche Bedeutung. Es kann noch zu ... ... ? Hiob 27, 10. Anm. Dieses unser Hochdeutsches etwa und etwann scheinet aus den drey unbestimmten Partikeln etwo, etwann und etwie entstanden zu seyn, ...

Wörterbucheintrag zu »Etwa«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 1977-1978.
Indem

Indem [Adelung-1793]

Indm , eine aus in und dem, der dritten Endung ... ... , nachdem er – gezeigt hatte. Er umarmte ihn, indem er weinte; für, und weinte. Eben so fremd klingt es im Deutschen, wenn es ... ... Bedeutungen ist. Sie verließ das Haus ihres Vaters, indem sie ihren Freund wieder zu finden hoffte. Er hatte ...

Wörterbucheintrag zu »Indem«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 1373-1374.
Wofür

Wofür [Adelung-1793]

... Wofür , eine relative Partikel, anstatt für was, für welches, welche auf gedoppelte Art gebraucht wird. 1. Als ein Fragewort. Wofür hältest du mich? für welchen Menschen, für welchen Gegenstand. Wofür hätt' ich ihn denn so lange unterhalten? aus was für Ursache, warum. Im Nieders. löset man es ...

Wörterbucheintrag zu »Wofür«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1591.
Darob

Darob [Adelung-1793]

... Ohne Zweifel ist es nur aus Noth geschehen, wenn einige Hochdeutsche Dichter diese fremde Partikel mit eingeschoben haben. ... ... . Wien zittere darob, Gleim. 2) Für daraus. Ihr werdet darob ersehen u.s.f. In beyden ... ... darob so sehr. Ottfried gebraucht drof so wohl für daher, als auch für davon.

Wörterbucheintrag zu »Darob«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 1400-1401.
Waser

Waser [Adelung-1793]

... , welches nur noch in der Deutschen Bibel vorkommt, für was für. Aus waser Macht thust du das? aus was für. Man hat davon im Oberdeutschen noch ... ... für welche. Es kann seyn, daß waser aus was für zusammen gezogen worden, aber es kann ...

Wörterbucheintrag zu »Waser«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1400.
Womit

Womit [Adelung-1793]

Womit , eine aus wo und mit zusammen gesetzte Partikel. 1. Als ein Fragewort, für mit was. Womit hat er ihn geschlagen? Womit hast du es bewerkstelliget? 2. Als eine relative Partikel, für mit welchem, mit welcher, mit welches. Ich weiß, womit ...

Wörterbucheintrag zu »Womit«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1611-1612.
Woran

Woran [Adelung-1793]

Woran , eine zusammen gesetzte Partikel, aus wo und an. 1. Als ein Fragewort, für an welchen, an welches. Woran liegt es? Woran erkennet man das. 2. Als eine bloß relative Partikel. Ich weiß, woran es liegt. Ich weiß nicht, ...

Wörterbucheintrag zu »Woran«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1612.
Görge

Görge [Adelung-1793]

Görge , Genit. Görgens, Dat. Görgen, ein im gemeinen Leben aus Georg zusammen gezogener Mannsnahme, wofür in andern, besonders Niedersächsischen Gegenden Jürge und Jürgen üblich ist. Für Görgen ist mir gar nicht bange, Der kommt durch seine Dummheit fort, ...

Wörterbucheintrag zu »Görge«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 755.
Irden

Irden [Adelung-1793]

Irden , adj. et adv. von dem Hauptworte Erde, aus Erde bestehend wo es doch nur noch in engerer Bedeutung gebraucht wird, für aus Thonerde von dem Töpfer gebrannt. Irdene Gefäße. Ein irdener Topf. Irdenes Geschirr. ...

Wörterbucheintrag zu »Irden«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 1391.
Heint

Heint [Adelung-1793]

... * Heint , ein veraltetes Nebenwort der Zeit, welches aus heute verderbt ist, und ehedem theils für dieses Nebenwort überhaupt, theils auch in engerer Bedeutung von der vorigen Nacht gebraucht wurde, als wenn es aus heute Nacht zusammen gezogen worden. Heint als die dunkeln Schatten u.s. ...

Wörterbucheintrag zu »Heint«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 1085.
Salben

Salben [Adelung-1793]

Salben , verb. reg. act. 1) ... ... bestreichen oder beschmieren; eine im Hochdeutschen veraltete Bedeutung. Ehedem gebrauchte man es theils für mit Farben bestreichen, wovon Frisch ein Beyspiel aus dem Altensteig anführet, theils auch für beschmieren, mit einem fettigen schmierigen Körper besudeln, in welcher Bedeutung es noch ...

Wörterbucheintrag zu »Salben«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 3. Leipzig 1798, S. 1255.
Bethen

Bethen [Adelung-1793]

... mit Gott unterreden. Fleißig bethen. Zu Gott bethen. Aus dem Herzen bethen. Für jemanden bethen. Vor Tische, nach Tische bethen. ... ... er bethete mit aufgehobner Hand, Vom Himmel Ruh für uns, und Sieg für seine Feinde, Weiße, nur in der ... ... gebrauchen. In dieser Bedeutung sagt noch Tatian beto, im Imperativ für bitte. Es ist aber schon sehr ...

Wörterbucheintrag zu »Bethen«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 938-939.
Hintan

Hintan [Adelung-1793]

... hindenan von der Zeit, für hinten nach. Im Theuerdanke stehet es häufig für davon, von dannen, dahin, aus welchem letztern Worte es alsdann auch ... ... geleid in wald hindan, Kap. 27. Wie auch für hin oder hinan. Für (führe) morgen diesen tewren mann auf das ...

Wörterbucheintrag zu »Hintan«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 1191.
Theils

Theils [Adelung-1793]

Theils , adverb. welches aus dem Hauptworte Theil gebildet ist. 1. Für einige, in Gestalt eines unabänderlichen Beywortes, welches doch nur im gemeinen ... ... , Geßn. wo es aber das vorige Bey- oder Fürwort ist, und für einige und andere ...

Wörterbucheintrag zu »Theils«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 575-576.
Gruden

Gruden [Adelung-1793]

† Gruden , verb. reg. act. ... ... einigen Gegenden, sonderlich in den Salzwerken, wo man Stroh unter den Pfannen brennet, für schüren üblich ist, das Stroh unter der Pfanne nachschieben, und aus einander stören. Daher der Gruder, ein Knabe oder Knecht, der dieses zu ...

Wörterbucheintrag zu »Gruden«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 823.
Zapfen

Zapfen [Adelung-1793]

Zapfen , verb. regul. act. vermittelst des Zapfens ausfließen lassen. Ein Nößel Wein zapfen. Im gemeinen Leben wird dieses Wort oft absolute gebraucht, für Getränk im Kleinen verkaufen. Aus dem Hause zapfen, das Getränk nach Maßen verkaufen.

Wörterbucheintrag zu »Zapfen«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1653-1654.
Subtil

Subtil [Adelung-1793]

Subtīl , -er, -ste, adj. et adv. aus dem Latein. subtilis, im gemeinen Leben für fein, zart, behende, listig. Eine subtile Spitze. Eine Sache sehr subtil anfangen. Ein subtiler Gottesleugner, im Gegensatze eines groben.

Wörterbucheintrag zu »Subtil«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 493.
Lumpig

Lumpig [Adelung-1793]

Lumpig , -er, -ste, adj. et adv. aus Lumpen bestehend, Lumpen habend; zerlumpt. Ein lumpiger Rock. Ein lumpiger Mensch. Auch wohl figürlich für das vorige lumpicht.

Wörterbucheintrag zu »Lumpig«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 2131.
Abhold

Abhold [Adelung-1793]

* Abhold , adv. welches noch aus der Oberdeutschen Mundart übrig, aber größten Theils veraltet ist, für ungünstig, abgeneigt. Einem abhold seyn.

Wörterbucheintrag zu »Abhold«. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 55.
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