Abätzen , verb. reg. act. durch ätzende Mittel wegschaffen, abbeitzen. Daher die Abätzung.
... unbrauchbarer machen, besonders von Werkzeugen. Ein Messer abnützen. Der Stein nützt sich durch langes Schleifen ... ... aber das rundere ü. Es wäre zu wünschen, daß nutzen und nützen so unterschieden würden, wie trinken ... ... aber das Activum ausdrückte; alsdann würde abnützen dem abnutzen in allen Fällen vorzuziehen seyn, weil es sich schicklicher ...
... an dem Lichte wegnehmen. Das Licht abputzen, oder putzen. 2) Glatt, eben machen; so heißt bey ... ... mehr aber metonymisch, gehörig reinigen, säubern. Die Weinstöcke abputzen. Ein Gefäß abputzen. Die Wurzeln eines Baumes umher abputzen. 4) † Figürlich, einen ...
... oder reinigen. Das Fleisch von der Aasseite abfalzen. Ein Fell abfalzen; eine Arbeit, welche sonst auch abaasen, ... ... aber abfleischen genannt wird. 2) Bey den Tischlern und Zimmerleuten ist abfalzen oder abfälzen, Falze mit den Gesimshobeln in Säulen und an Bretern machen ...
... abbreviiren. Eine Predigt, eine Rede, eine Schrift abkürzen, sie enger zusammen ziehen und dadurch kürzer machen. Sich das Leben abkürzen. 2 ... ... unbilligen Verminderung. Einem etwas an der Bezahlung abkürzen. Einem den Lohn abkürzen. Etwas seinem Leibe abkürzen. ...
Abpêlzen , verb. reg. act. 1) Bey den Weißgärbern und Pergamentern, ... ... bemerken, oder absondern. Einen Acker, ein Stück Feldes, eine Wiese abpfählen. Die Gränzen abpfählen. Daher die Abpfählung.
Abholzen , verb. reg. act. ... ... desselben völlig ausschlagen, welches auch abtreiben genannt wird. Einen Wald, einen Platz abholzen. So auch die Abholzung. In Oberdeutschland nennet man den so genannten ... ... was bey dem Fällen der Bäume an Reisholz und Spänen abgeht, auch das Abholz.
* Abholzig , -er, -ste, adj. et adv. im Forstwesen, ein abholziger Baum, der über dem Stamme zu schwach ausfällt, und folglich zu Bauholz unbrauchbar ist, und auch abschüssig genannt wird.
Abfitzen , verb. reg. act. bey den Mäurern, eine mit Kalk beworfene und ausgestrichene Mauer mit dem Sprengpinsel glatt machen. S. Fitzen 2.
Abhètzen , verb. reg. act. durch Hetzen oder Jagen entkräften. Die Hunde abhetzen. Einen Hirsch oder anderes Wild abhetzen, so daß dessen Fleisch zur Speise untüchtig wird.
† Abmutzen , verb. reg. act. stutzen, abstutzen im gemeinen Leben einiger Gegenden. Ein Thier abmutzen, ihm den Schwanz abhauen. Bäume abmutzen, sie stutzen.
Abmètzen , verb. reg. act. bey den Müllern, die für das Mahllohn gesetzte Metze von etwas nehmen. Daher die Abmetzung.
Abbaizen , S. Abbeitzen.
... daher auch, 2) bey den Böttchern und Zimmerleuten, einen geschlossenen Holzkauf vollziehen. S. auch Anplätzen. 3) Bey den Kupferschmieden ist abplätzen so viel als ablöschen, ... ... man ihn daselbst mit dem Waldhammer zeichnen könne. Allein schicklicher nimmt man plätzen, einen kleinen Schlag geben, ...
... oder einer beißenden Schärfe wegbringen; abätzen. Die Haare abbeitzen, bey den Gärbern und Lederbereitern. Ein Fell abbeitzen, die Haare von demselben abbeitzen. Abgebeitzte Wolle, welche mit Kalk von den Schaffellen abgebeitzet worden, Beitzwolle. 2) Gehörig beitzen, durch Beitzen gar machen, bey den Weißgärbern ...
Abkratzen , verb. reg. act. durch Kratzen herunter bringen. Den Salpeter von den Wänden abkratzen. Ingleichen durch Kratzen leer machen, reinigen. Eine Wand abkratzen.
Abklötzen , verb. reg. act. Einen Sägeblock abklötzen, an dessen Stammende, so weit als der Kerb gehet, der bey dem Abhauen gemacht worden, einen Klotz abhauen, damit der Block gerade werde.
Abprotzen , verb. reg. act. in der Geschützkunst, von dem Protzwagen heben; im Gegensatze des aufprotzen. Ein Stück, eine Kanone abprotzen.
† Abkanzeln , verb. reg. act. Jemanden abkanzeln, eigentlich seine Vergehungen von der Kanzel bekannt machen.
Aberwitzig , -er, -ste, adject. von Aberwitze befallen, in Aberwitz gerathen, darin gegründet. Ein aberwitziger Mensch. Aberwitziges Zeug vorbringen. Er ist aberwitzig geworden.
Buchempfehlung
Die Brüder Atreus und Thyest töten ihren Halbbruder Chrysippos und lassen im Streit um den Thron von Mykene keine Intrige aus. Weißes Trauerspiel aus der griechischen Mythologie ist 1765 neben der Tragödie »Die Befreiung von Theben« das erste deutschsprachige Drama in fünfhebigen Jamben.
74 Seiten, 4.80 Euro
Buchempfehlung
Im nach dem Wiener Kongress neugeordneten Europa entsteht seit 1815 große Literatur der Sehnsucht und der Melancholie. Die Schattenseiten der menschlichen Seele, Leidenschaft und die Hinwendung zum Religiösen sind die Themen der Spätromantik. Michael Holzinger hat elf große Erzählungen dieser Zeit zu diesem Leseband zusammengefasst.
430 Seiten, 19.80 Euro