Die Blauschêcke , plur. die -n, eine Schecke, d.i. buntes Pferd, welches auf einem weißen Grunde blaue Flecken hat.
Das Bohnenstroh , des -es, plur. car. das Stroh von Bohnen, d.i. die trocknen Stängel und Blätter derselben.
Die Auferstehung , plur. inusit. in dem theologischen Verstande, das ... ... am jüngsten Tage. Die Auferstehung von den Todten, oder die Auferstehung des Fleisches, d.i. unsers sichtbaren Körpers. Die Auferstehung Christi. Anm. Dieses Wort ist, ...
2. Der Bereiter , des -s, plur. ut nom. ... ... bereiten, equitare. 1) Der die Kunst verstehet, die Pferde zu bereiten, d.i. abzurichten, zum Reiten geschickt zu machen. 2) Der dazu ...
Der Būchbinder , des -s. plur. ut nom. sing. ein Handwerker, welcher Bücher bindet, oder einbindet, d.i. den Bogen oder Blättern Papier die Gestalt eines Buches gibt. Die Buchbinderinn, plur. die -en, dessen Ehefrau. Daher das Buchbinderhandwerk ...
Die Brautjungfer , plur. die -n, Jungfern, die am ... ... der Braut sitzen, und sie am Abende in das Schlafzimmer führen; Nieders. Bruutsüster, d.i. Brautschwester, in Baiern Kranzjungfer, in Dithmarsen Spriddeldocke, im Alt- Schwed. ...
Das Bodengericht , des -es, plur. die -e, bey den Jägern ein Gericht, d.i. Dohnen oder Schlingen, welche nahe auf dem Boden, oder auf der Erde aufgestellet werden, Schnepfen, Krammesvögel, Mistler und anderes Federwildbret darin zu fangen. Sie werden ...
Die Bestimmtheit , plur. inus. die Eigenschaft, da etwas bestimmt, d.i. genau bezeichnet, nach allen nöthigen Merkmahlen angegeben ist.
Das Bōhlenjóch , des -es, plur. die -jöcher, im Bergbaue, ein aus Bohlen oder Balken bestehendes Joch, d.i. die vier verbundenen Zimmerhölzer, woraus die Zimmerung eines Schachtes zusammen gesetzet wird. Bohle bedeutet hier noch einen Balken oder ein Zimmerholz.
Der Ballenmeißel , des -s, plur. ut nom. sing. ein starker Flachmeißel bey den Büchsenschäftern, der an der Schneide einen Ballen, d.i. eine starke schräge Fläche hat; oder vielleicht auch, weil er mit ...
Das Būchhalten , des -s, plur. car. ein von der Redensart Buch halten, d.i. ein Rechnungsbuch in Ordnung halten, zusammen gezogenes Hauptwort; die Buchhaltung. Das Buchhalten verstehen. S. das folgende.
Die Bilderblênde , plur. die -n, eine Blende, d.i. blindes Fenster, oder Vertiefung in einer Mauer, Bilder hinein zu setzen, oder auch nur Steine zu ersparen; mit einem Französischen Ausdrucke eine Niesche.
Die Bösartigkeit , plur. inus. die böse, d.i. schädliche oder lasterhafte, boshafte Beschaffenheit einer Person oder Sache, in beyden obigen Bedeutungen. Die Bösartigkeit einer Krankheit, eines Menschen.
Die Brückenruthe , plur. die -n, im Brückenbaue, Ruthen, d.i. Bäume, die man quer über einen schmalen Fluß leget, und diese wieder mit Bretern oder Pfosten beleget. S. auch Brückenbalken.
Der Brautschmuck , des -es, plur. inus. der Schmuck, d.i. der ganze Inbegriff an Geschmeide, Bändern, Spitzen u.s.f. womit sich eine Braut am Tage der Hochzeit schmücket.
Der Aufschößling , des -es, plur. die -e, von aufschießen, d.i. aufwachsen, eine aufgeschossene, schnell aufgewachsene Pflanze. Figürlich, ein junger schnell aufgewachsener Mensch.
Die Braunschêcke , plur. die -n, eine Schecke, d.i. ein fleckiges Pferd, welches braune Flecken auf einer weißen Grundfarbe hat.
Der Blauschimmel , des -s, plur. ut nom. sing. ein Schimmel, d.i. weißes Pferd, dessen Weiße ein wenig in das Blaue fällt.
Der Bubenstreich , des -es, plur. die -e, ein Streich, d.i. boßhafte That, eines bösen Buben, im gemeinen Leben.
Der Amtshauptmann , des -es, plur. die -männer, und wenn man ohne besondere Achtung spricht, die -leute, der Hauptmann eines Amtes, d.i. diejenige Person, welche auf die Befolgung der Landesgesetze, auf die Landesökonomie ...
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»Es giebet viel Leute/ welche die deutsche poesie so hoch erheben/ als ob sie nach allen stücken vollkommen wäre; Hingegen hat es auch andere/ welche sie gantz erniedrigen/ und nichts geschmacktes daran finden/ als die reimen. Beyde sind von ihren vorurtheilen sehr eingenommen. Denn wie sich die ersten um nichts bekümmern/ als was auff ihrem eignen miste gewachsen: Also verachten die andern alles/ was nicht seinen ursprung aus Franckreich hat. Summa: es gehet ihnen/ wie den kleidernarren/ deren etliche alles alte/die andern alles neue für zierlich halten; ungeachtet sie selbst nicht wissen/ was in einem oder dem andern gutes stecket.« B.N.
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