Der Hanf , des -es, plur. inus. eine ... ... aber, den männlichen, oder Hanf in engerer Bedeutung, Engl. Carle-Hemp. In Nieders. wird der kleinere Hanf, der keinen Samen träget, Geljehemp, gelte Hanf, d.i. unfruchtbarer, ...
Hänfen , adj. et adv. aus Hanf bereitet, verfertiget. Hänfene Leinwand. Hänfenes Werrig oder Werg. Im Oberd. hänfin, in Baiern rupfen.
Hêcheln , verb. reg. act. vermittelst der Hechel reinigen, durch die Hechel ziehen. Flachs, Hanf hecheln. Gehechelter Flachs. Engl. to hatchel, Nieders. hekeln, ingleichen sleepen.
Fimmeln , verb. reg. act. im gemeinen Leben, den Fimmel, d.i. weiblichen Hanf, ausziehen und von dem männlichen absondern, welches geschiehet, wenn die Blumen anfangen zu stäuben.
1. * Rehe , adj. et adv. welches nur ... ... Westphalen, üblich ist, wo es für fertig, gar, gebraucht wird. Wenn der Hanf in der Röthe rehe ist, wenn er die gehörige Zeit in derselben gelegen ...
Die Schêve , oder Schêbe , plur. inus. oder im ... ... sing. inus. ein nur im Niederdeutschen übliches Wort, welches die Splitter der Hanf- und Flachsstängel bezeichnet, welche im Brechen, Schwingen und Hecheln abfallen, und in ...
Der Seiler , des -s, plur. ut nom. sing. ... ... , ein zünftiger Handwerker, welcher allerley Seile, Stricke, Schnüre u.s.f. aus Hanf verfertiget, der Reisschläger, Nieders. Reper, Repsläger. S. auch Spitzarbeiter und Stockarbeiter ...
Āushếcheln , verb. reg. act. 1) Mit der ... ... Werk aushecheln, aus dem Flachse. 2) Zur Genüge hecheln. Den Flachs, den Hanf aushecheln. 3) Jemanden aushecheln, figürlich, ihn durchhecheln, durchziehen. Daher die Aushechelung ...
Das Spinnrad , des -es, plur. die -räder, ein mit einem Rade versohenes Gestell, Flachs, Hanf oder Wolle vermittelst desselben zu Fäden zu spinnen. Im Osnabrück. Wehl, Holländ. Wiel, von Welle.
Der Saathanf , des -es, plur. car. eine besonders im Nieders. übliche Benennung des weiblichen Hanfes, weil er nur allein Samen trägt, S. Hanf.
Das Hanfkorn , des -es, plur. die -körner, die Samenkörner des Hanfes, welche auch nur schlechthin und collective Hanf genannt werden.
Der Hanfhahn , des -es, plur. inus. die Hanfhênne, plur. inus. S. Hanf.
Das Reibeisen , des -s, plur. ut nom. sing. ... ... wird in einigen Gegenden, besonders Niedersachsens, das eiserne Werkzeug, womit der Flachs oder Hanf nach dem Brechen und vor dem Hecheln auf dem Schoße gerieben wird, damit ...
Die Hanfmühle , plur. die -n, eine kleine Handmühle, den Hanf für die zahmen Vögel darin zu zerknirschen.
... , 19. S. auch Spindel. 2) Der zum Spinnen bestimmte Flachs, Hanf oder Wolle, welcher ausgedehnet und hernach um den Rockenstock gewunden wird, heißt ... ... Spinnrocken der Spinnräder bedienet. Einen Rocken anlegen, den zum Spinnen bestimmten Flachs, Hanf oder Wolle ausbreiten und ihn um den Rockenstock wickeln. Den ...
N , der vierzehnte Buchstab des Deutschen Alphabetes, und der dritte unter ... ... dem m der Stammwörter vernehmen und kommen entstanden ist, Ranft von Rand oder Rahm, Hanf, wofür die Schweden Hempe, die Engländer und Niedersachsen aber Hemp sagen, ...
Brếchen , verb. irreg. ich breche, du brichst, ... ... Stab brechen, über einen Verbrecher, zum Zeichen des gesprochenen Todesurtheiles. Flachs, Hanf brechen, in der Landwirthschaft, die Stängel des gerösteten Hanfes oder Flachses auf der ...
Klopfen , verb. reg. welches eigentlich den dumpfigen Schall nachahmet, ... ... klopfen, figürlich, ihn gelinde bestrafen. Den Stockfisch, die Wäsche, den Flachs, den Hanf klopfen, welches mit dicken runden Hämmern oder Bläueln geschiehet und daher einen dumpfigen ...
Wässern , verb. regul. welches auf doppelte Art üblich ist. ... ... wie z.B. bey frischem Fleische, in der Absicht des Waschens geschiehet. Flachs, Hanf wässern, im gemeinen Leben rösten, Nieders. röthen. Die Felle wässern, einweichen, ...
Trotten , verb. reg. welches das Intensivum von treten ist, ... ... man auch Öhl trotten, für stampfen, und im Niederdeutschen ist treiten und tröten die Hanf- und Flachsstängel vor dem Brechen entzwey stoßen, und Treite das gereifelte Bret, ...
Buchempfehlung
Die ersten beiden literarischen Veröffentlichungen Stifters sind noch voll romantischen Nachklanges. Im »Condor« will die Wienerin Cornelia zwei englischen Wissenschaftlern beweisen wozu Frauen fähig sind, indem sie sie auf einer Fahrt mit dem Ballon »Condor« begleitet - bedauerlicherweise wird sie dabei ohnmächtig. Über das »Haidedorf« schreibt Stifter in einem Brief an seinen Bruder: »Es war meine Mutter und mein Vater, die mir bei der Dichtung dieses Werkes vorschwebten, und alle Liebe, welche nur so treuherzig auf dem Lande, und unter armen Menschen zu finden ist..., alle diese Liebe liegt in der kleinen Erzählung.«
48 Seiten, 3.80 Euro
Buchempfehlung
Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Für den dritten Band hat Michael Holzinger neun weitere Meistererzählungen aus dem Biedermeier zusammengefasst.
444 Seiten, 19.80 Euro