Großbritannien und Irland

I. Wert des Handels von Großbritannien und Irland und seiner außereurop. Besitzungen.

Großbritannien und Irland. I. Wert des Handels von Großbritannien und Irland und seiner außereurop. Besitzungen.
Großbritannien und Irland. I. Wert des Handels von Großbritannien und Irland und seiner außereurop. Besitzungen.

II. Anteil der wichtigsten Länder am Generalhandel von Großbritannien und Irland im J. 1903.

Großbritannien und Irland. II. Anteil der wichtigsten Länder am Generalhandel von Großbritannien und Irland im J. 1903.
Großbritannien und Irland. II. Anteil der wichtigsten Länder am Generalhandel von Großbritannien und Irland im J. 1903.

III. Wichtigste Ein- und Ausfuhrwaren von Großbritannien und Irland im J. 1903.

Großbritannien und Irland. III. Wichtigste Ein- und Ausfuhrwaren von Großbritannien und Irland im J. 1903.
Großbritannien und Irland. III. Wichtigste Ein- und Ausfuhrwaren von Großbritannien und Irland im J. 1903.

IV. Die wichtigsten Waren des Handels von Großbritannien und Irland mit Deutschland.

Großbritannien und Irland. IV. Die wichtigsten Waren des Handels von Großbritannien und Irland mit Deutschland.
Großbritannien und Irland. IV. Die wichtigsten Waren des Handels von Großbritannien und Irland mit Deutschland.

V. Schiffsverkehr der wichtigsten großbrit. Häfen im J. 1903.

Großbritannien und Irland. V. Schiffsverkehr der wichtigsten großbrit. Häfen im J. 1903.
Großbritannien und Irland. V. Schiffsverkehr der wichtigsten großbrit. Häfen im J. 1903.

VI. Heerwesen

[723] Die Landmacht ist verhältnismäßig gering; das stehende Heer ergänzt sich ausschließlich durch Werbung. Jeder Eintretende verpflichtet sich zu einer zwölfjährigen Dienstzeit, von der bei der Infanterie 9, bei der Kavallerie 4 in der Reserve verbracht werden können. Eine Dienstzeit von 21 Jahren gewährt Anspruch auf Pension. Die Milizreserve ist eine Reserve für das stehende Heer, nicht für die Miliz, besteht aus Mannschaften der Miliz, die sich verpflichten, 6 Jahre oder ihre gesamte Dienstzeit bei der Miliz zu verbleiben. Daneben bestehen die Hilfstruppen (Miliz, Yeomanry, Volunteers). Die Miliz ergänzt sich ebenfalls durch Werbung, jedoch kann nach Bedarf jeder nicht dem stehenden Heere oder einem Freiwilligenkorps Angehörige vom 18. bis zum 50. Lebensjahre ausgehoben werden. Die Dienstpflicht dauert 6-12 Jahre. Die Yeomanry, eine freiwillig dienende Kavallerietruppe (berittene Infanterie), besteht aus kleinen Pächtern und Pferdebesitzern. Die Volunteers dienen freiwillig und ohne Löhnung in besondern Truppenteilen; Miliz und Yeomanry dürfen nicht ohne ihre Zustimmung außerhalb des Königreichs verwendet werden. Die Armee zählt, einschließlich der Truppenteile in den Kolonien, in Ägypten, Südafrika und Indien, 10 Garde-, 161 Linieninfanteriebataillone, 3 Garde-, 28 Linienkavallerieregimenter, 30 reitende, 158 fahrende, 9 Gebirgsbatterien, 108 Festungsartilleriekompagnien, 84 Kompagnien Pioniere und andere Genietruppen, 84 Train-, 21 Sanitäts-, 21 Zeugkompagnien. Die Miliz zählt 131 Infanteriebataillone, 9 fahrende Batterien, 181 Festungsartillerie-, 23 Pionier-, 12 Sanitätskompagnien; die Yeomanry 57 Infanterie-, die Volunteers 228 Infanteriebataillone, 2 reitende, 134 fahrende Batterien, 163 Festungsartillerie-, 35 Pionier-, 34 Train-, 26 Sanitätskompagnien.

Nach den Army Estimates 1904/5 beträgt die Sollstärke des gesamten Heers: 9550 Offiziere, 199.910 Mannschaften, 31.602 Pferde bez. Maultiere und 538 Geschütze im Heimatland und in den Kolonien, 2957 Offiziere, 71.700 Mannschaften, 18.655 Pferde bez. Maultiere und 384 Geschütze in Indien; ferner Armeereserve 80.000, Miliz 132.446, Milizreserve 10.000, Kanalmiliz 3242, Malta- und Bermudamiliz 2728, Yeomanry 28.114, Volunteers 346.136 Köpfe. Die Fußtruppen führen das Lee-Enfieldgewehr M 95 und das kurze M 1903 (7,7 mm) mit Magazin von 8 Patronen, die Kavallerie das letztere und Säbel. Die Feldartillerie ist mit dem 7,62 cm-Geschütz ausgerüstet; ein Rohrrücklaufgeschütz (7,62 cm) mit größerm Geschoßgewicht ist in der Einführung begriffen, Versuche mit Steilfeuergeschützen (Haubitzen) sind im Gange. Befestigungen. Großbritannien besitzt bis auf das mit einem Gürtel vorbereiteter Stützpunkte umgebene London nur befestigte Küstenplätze, die als Festungen und befestigte Häfen unterschieden werden. Südküste: Festungen Plymouth, Portland, Portsmouth, Dover, Häfen Scilly-Inseln, Falmouth, Normannische Inseln etc.; Westküste: Häfen Milford, Pembroke, Bristolkanal (Cardiff); Ostküste: Festungsgruppe der Themse- und Medwaymündungen (Sheerneß, Chatham), Häfen Harwich, Yarmouth, Hull, Hartlepool, Sunderland, Tyne. Schottland, Ostküste: Häfen Firth of Forth (St. Margarets Hope), Firth of Tay, Aberdeen; Westküste: Firth of Clyde (Glasgow). Irland, Ostküste: Häfen Lough Gwilly, Belfast, Dublin; Südküste: Festung Cork-Queenstown; Hafen Bearhaven; Mittelländ. Meer: Festungen Gibraltar, Malta. Die Flotte zählt 1905: 67 Linien-(Schlacht-)Schiffe von 6300 bis 18.800 t, 43 Panzerkreuzer von 5690 bis 14.800 t Wasserverdrängung, 23 Geschützte, 7 Ungeschützte Kreuzer, 33 Kanonenboote, 161 Torpedobootszerstörer (davon 128 fertig), 91 Torpedoboote erster Klasse, darunter 23 neuere, 39 Unterseeboote (davon 16 fertig) mit einem Personal von 131.515 Köpfen, darunter 2746 Offiziere, 1051 Ingenieure, 574 Sanitätsoffiziere, 625 Zahlmeister und 177 Geistliche und Lehrer.[723]

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 723-724.
Lizenz:
Faksimiles:
723 | 724

Buchempfehlung

Hoffmann, E. T. A.

Seltsame Leiden eines Theaterdirektors

Seltsame Leiden eines Theaterdirektors

»Ein ganz vergebliches Mühen würd' es sein, wenn du, o lieber Leser, es unternehmen solltest, zu den Bildern, die einer längst vergangenen Zeit entnommen, die Originale in der neuesten nächsten Umgebung ausspähen zu wollen. Alle Harmlosigkeit, auf die vorzüglich gerechnet, würde über diesem Mühen zugrunde gehen müssen.« E. T. A. Hoffmann im Oktober 1818

88 Seiten, 5.80 Euro

Im Buch blättern
Ansehen bei Amazon

Buchempfehlung

Große Erzählungen der Spätromantik

Große Erzählungen der Spätromantik

Im nach dem Wiener Kongress neugeordneten Europa entsteht seit 1815 große Literatur der Sehnsucht und der Melancholie. Die Schattenseiten der menschlichen Seele, Leidenschaft und die Hinwendung zum Religiösen sind die Themen der Spätromantik. Michael Holzinger hat elf große Erzählungen dieser Zeit zu diesem Leseband zusammengefasst.

430 Seiten, 19.80 Euro

Ansehen bei Amazon