Rudolf Eisler Wörterbuch der philosophischen Begriffe Erste Ausgabe: Berlin 1899. Hier nach der zweiten, völlig neu bearbeiteten Auflage, Berlin 1904. Vorwort Ausgewählte Artikel ( alle ): Atom , Begriff , Cogito, ergo sum , Dialektik , Ewigkeit ...
Sigë ( sigê , Schweigen) heißt bei dem Gnostiker VALENTINUS der zur Seite des teleios aiôn stehende weibliche Äon (s. d.) (bei Iren. I, 11, 1).
Telepathie ( têle, pathos , Fernfühlen) heißt die von mancher (besonders der »occultistischen«, s. d.) Seite behauptete directe, geistige Gedanken -, Vorstellungsübertragung durch Entfernungen hin, so daß jemand Entferntes (mit-)vorstellen (durch eine Art »Fernsinn«) oder Gedanken anderer ...
Verwunderung ( thaumazein , admiratio) ist ein intellectuelles Gefühl , das sich an das Vorfinden eines Unerwarteten seiten s des Denkens knüpft. Verwunderung wird zur Quelle des Forschens, der Philosophie . Schon PLATO bemerkt: mala gar philosophou touto to ...
Agnosticismus : Ansicht , daß es von dem an sich Seienden, ... ... transcendenten Factoren, vom Absoluten kein Wissen gebe und geben könne – die Kehrseite zum Positivismus , Relativismus , Subjectivismus . Das » Ignorabimus « DU ...
Hegelianismus : 1) die Philosophie Hegels (= ... ... d.)), 2) die Schule Hegels. Sie zerfällt in eine rechte (theistische) Seite: GABLER, GÖSCHEL, HINRICHS u. a., und eine linke Seite: RUGE, BRUNO BAUER, FEUERBACH, STRAUSS u. a. Vermittelnd : CONRADI ...
Wollungsbinom nennt A. MEINONG eine Wollung , der nur eine Begleittatsache zur Seite steht ( Werttheorie , S. 115).
Empfindsamkeit (Sentimentalität): leichte, zur Rührung, Gefühlsergüssen neigende Erregbarkeit des Gemüts , des Nervensystems ; übertriebenes, affectiertes Reagieren der Gefühlsseite der Seele . »Sentimental« kommt bei LAWRENCE STERNE vor (Sentimental journey 1767 ...
Seelenvermögen : vgl. CLAUDIANUS MAMERTINUS, De stat. an. I, 20 ... ... ähnlich wie Augustinus). LICHTENFELS, Gr. d. Psychol. S. 16 (Sv. = Seiten einer Grundkraft). RABIER, Psychol. p. 80 ff.. AHRENS, Naturrecht I, ...
Two-aspects-theory (CLIFFORD): Zweiseiten- Theorie , wonach Psychisches und Physisches zwei Seiten einer Wirklichkeit sind (»théorie de deux faces«). Vgl. Identitätslehre , Psychisch , Seele .
Elemente des Bewußtseins ( psychische Elemente ) erhält man durch eine ... ... im wirklichen Erleben eine Einheit , ein concretes Ganzes bildet, aber Momente , Seiten, Teile aufweist, die sich in der Betrachtung voneinander sondern lassen. Das ...
Localisation, physiologische , (Gehirnlocalisation) heißt die Verteilung von Gehirnfunctionen (nebst deren psychischer Innenseite) an verschiedene Gehirnpartien oder, besser, an bestimmte Coordinationen von Gehirnstellen. Über die Berechtigung der Annahme einer Gehirnlocalisation bezw. des Umfanges und der Art derselben besteht noch ...
... Zwecknotwendigkeit stellt sich von ihrer phänomenalen Seite als die causale Notwendigkeit dar (l. c. S. 66 f ... ... der Handelnde durch seine einzelne Handlung verwirklichen will«. Er ist gewissermaßen »die Außenseite des Motivs , das von der Seite des Objects betrachtete Correlat ...
... nach möglichen Wahrnehmungen wirklich. Inhalt eines Bewußtseins werden. von seiten ihrer Qualität gehören sie nicht zum Subjectiven , sondern zum objectiv ... ... , 56, 221). Das Gegenstandsbewußtsein entsteht durch eine »natürliche Abstraction « seitens der Aufmerksamkeit , die den Inhalt ...
... 286). ESCHENMAYER erklärt: »Die drei Potenzen der geistigen Seite sind: Denken , Fühlen und Wollen , für die Lebensseite: Reproduction , Irritabilität und Sensibilität , für die Naturseite: Schwere , Wärme und Licht« (Gr. d. Naturphilos. S. ...
... Atome (l.c. I, C. 2), die »subjectiven Seiten solcher Nervenveränderungen..., welche nach dem allgemeinen Centrum der Nervenverbindungen übertragen worden sind« ... ... einfache Empfindungen erleben wir niemals (ib.). Die Empfindungen haben eine intellectuelle und emotionelle Seite (l.c. S. 82; vgl. Hum ...
... Existenzen, und die Existierenden ebenso nach vielen Seiten hin Gründe sowohl als Begründete« (Encykl. § 123). »Wenn ... ... durch die es in diesem Verhältnisse zum Denken stehe, und diese Seite unserer Natur und Wesenheit ist es, was wir mit dem ...
... . c. I, 300 ff.). Trieb und Gefühl sind die beiden Seiten desselben Grundverhältnisses des Ich (l. c. 1, S. XIX. vgl ... ... der sogen. Trieb nicht der Handlung voraus, sondern er ist »die Bewußtseinsseite oder eine Folge der schon beginnenden Handlung « ( ...
... einer bestimmten Form oder von einer bestimmten Seite « (l.c. S. 471). »Es beruht auf der Beschaffenheit ... ... das »erste Naturgesetz des Willens«, daß nämlich »gewisse Anstöße auf gewisse Seiten des wollenden Ich wirken müssen, damit Willensrichtungen entstehen« (l.c. S ...
... S. 236). Begriff und Urteil sind verschiedene Seiten desselben Vorgangs (l. c. S. 237). In das Bewußtsein ... ... Phänomenen, sondern sie gehören mit dem Begehren und Wollen zur praktischen Seite des Seelenlebens« (gegen die »idiogenetische Theorie « [s. ... ... ausgesprochen und sind so Urteile wenigstens nach der formellen Seite hin« (l. c. S. 156). Nach ...
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