Affect (affectus, passio, pathos ) heißt ein erregter Gefühlsverlauf, ... ... physiologische Veränderungen verknüpft sind, welche auf den Affect verstärkend zurückwirken. Im Altertum und Mittelalter werden die Affecte mit den Gefühlen und Trieben vermengt; der Affectbegriff ...
Idee ( idea, eidos , idea, idée) bedeutet 1) ursprünglich ... ... es auch von Einzeldingen als solchen (Enn. V, 9, 12). Dem Mittelalter gelten die Ideen meist als die dem göttlichen Geiste wesenhaften Urbilder der ...
Form eidos, morphê forma) und Stoff (s. ... ... Passives , als bloßes Product oder höchstens als Vorbild, früher (besonders im Mittelalter) hatte der Formbegriff einen höheren Wert , die Form war etwas Actives ...
Logik ( logikê , logica): Lehre vom logos , vom ... ... praktischen, angewandten Logik (»logica utens«). Ein vielbenutztes Compendium der Logik ist im Mittelalter die Synopsis eis tên 'Aristotelous loikên epistêmên von MICHAEL PSELLUS (11 ...
Object (obiectum, antikeimenon , »Gegenwurf«, das Gegen-Stehende): ... ... Idealismus (s. d. u. Subjectivismus ) finden sich schon im Altertum und Mittelalter, besonders bei JOH. SCOTUS ERIUGENA (s. Körper , Materie ). – ...
Mystik (von, myô , schließen, nämlich die Augen, um ... ... . 1845/1857; J. H. TH. SCHMID, Gesch. d. Mysticism. im Mittelalter; GODFERNAUX, Sur la psychologie du mysticisme, Rev. philos. 53, 1902, ...
Pneuma ( pneuma ): Hauch, ätherisches Feuer, Lebensgeist. Daß der ... ... Theorie der » Lebensgeister « (s. d.) und des »spiritus corporeus« im Mittelalter (»pneuma oder spiritus corporalis«: HUGO VON ST. VICTOR, De an. ...
Sprache ist allgemein jeder Ausdruck von Erlebnissen ( Gefühlen , ... ... tên tou nooumenou pragmatos sêmantikên phônên (Adv. Math. VIII, 80). Dem Mittelalter gilt die Sprache als ein von Gott dem Menschen verliehenes Vermögen ...
Empirismus (von empeiria ): Erfahrungsstandpunkt. Psychologisch bedeutet Empirismus die ... ... die Erkenntnislehren der Stoiker und Epikureer einen mehr empiristischen Charakter . Im Mittelalter neigen dem Empirismus teilweise zu WILHELM VON OCCAM, ROGER BACO, zur Zeit ...
Experiment (experimentum, Erfahrung , Versuch): willkürliche, ... ... in der Psychologie verwandt. Experimente werden schon im Altertum angestellt, auch im Mittelalter (Alchymie), systematisch erst seit dem 17. Jahrhundert. Auf die Notwendigkeit des Experimentierens weisen philosophischerseits im Mittelalter ALBERTUS MAGNUS, ROGER BACON, J. BURIDAN, später PARACELSUS, L. VIVES, ...
Temperament (tempero, mische. krasis ) bedeutet eine typische Gemütsdisposition in ... ... . d. Psychol. I 4, 208). – Diese Lehre findet sich auch im Mittelalter, so bei dem Byzantiner JOHANNES (De spir. I, 14. 17), bei ...
Beobachtung ( Observation ) ist die aufmerksame, planmäßige Betrachtung eines Objectes ... ... têrêsis ) kennen im Altertum HIPPOKRATES, ARISTOTELES, GALENUS, die » Empiriker «, im Mittelalter, wo sie im allgemeinen vernachlässigt wird, ALBERTUS MAGNUS, WILHELM VON OCCAM, ROGER ...
Epikureismus : 1) im weiteren Sinne = Genußsucht, hedonistische (s ... ... Den weiteren (und schlechten) Sinn hat das Wort »Epikureer« schon im Mittelalter, hier und später ist es oft gleichbedeutend mit Atheist.
Peripatetiker (von peripatoi , die Gänge des Lykeion, in welchem ... ... , Gr. d. Gesch. d. Philos. I 9 , 278 ff.). Im Mittelalter viele Scholastiker (s. d.). In der Renaissance und später: die Averroisten ( ...
Lichtempfindungen sind die Empfindungen des Gesichtssinnes (s. d.), die ... ... und Schwarz hervor (ib.; vgl. De sens. 2). Ähnliche Anschauungen im Mittelalter , wo zugleich die Lehre von den »species« (s. d.) herrscht. ...
S SAADJA BEN JOSEF AL FAJJUMI (892-942), Emunoth. Deutsch ... ... philosophischen Ethik. 1868. SCHMID, J. H. TH., Geschichte des Mysticismus im Mittelalter. SCHMID, L. (1808 – 1869), Grundzüge zur Einleitung in die Philosophie ...
L LAAS, E. (1837 – 1885), Idealismus und Positivismus. ... ... Philos. Monatshefte Bd. 25. 1889. LASSWITZ, K., Geschichte der Atomistik. Vom Mittelalter bis Newton. 2 Bde. 1890. –, Wirklichkeiten. 1900. –, Religion ...
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»Fanni war noch jung und unschuldigen Herzens. Ich glaubte daher, sie würde an Gamiani nur mit Entsetzen und Abscheu zurückdenken. Ich überhäufte sie mit Liebe und Zärtlichkeit und erwies ihr verschwenderisch die süßesten und berauschendsten Liebkosungen. Zuweilen tötete ich sie fast in wollüstigen Entzückungen, in der Hoffnung, sie würde fortan von keiner anderen Leidenschaft mehr wissen wollen, als von jener natürlichen, die die beiden Geschlechter in den Wonnen der Sinne und der Seele vereint. Aber ach! ich täuschte mich. Fannis Phantasie war geweckt worden – und zur Höhe dieser Phantasie vermochten alle unsere Liebesfreuden sich nicht zu erheben. Nichts kam in Fannis Augen den Verzückungen ihrer Freundin gleich. Unsere glorreichsten Liebestaten schienen ihr kalte Liebkosungen im Vergleich mit den wilden Rasereien, die sie in jener verhängnisvollen Nacht kennen gelernt hatte.«
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