Schwindel , I) eig.: vertīgo oculorum; gew. bl. vertīgo. – den Sch. haben, vertigine laborare: um Sch. leidend, vertiginosus: den Sch. bekommen, vertigine corripi. – II) uneig.: amentia (unsinniges Benehmen). – consilia ...
schwinden , I) schnell aufhören zu sein, s. dahinschwinden. – die Kräfte schwinden vor Ermattung, vires fluunt lassitudine: der Irrtum schwindet mit der Zeit, error die extenuatur: der schon mit der Zeit geschwundene Haß, exoletum iam vetustate odium. – schwinden lassen, etwas von einer ...
schwindeln , I) eig., vom Schwindel ergriffen werden: vertigine corripi. – es schwindelte mir bei der Höhe, altitudo caliginem oculis offudit. – II) uneig., unbesonnene Pläne machen: consilia temeraria agitare.
Schwindelei , consilium temerarium (unbesonnener Plan, unbesonnene Bestrebung). – ratio temeraria (unbesonnene Handlungsweise; im Plur. temeritates). – das sind gefährliche Schwindeleien, ea sunt et temeraria et periculosa.
schwindelig , I) eig.: vertiginosus. – sch. werden, vertigine corripi: er wurde von der Höhe sch., altitudo caliginem oculis offudit. – sch. sein, vertigine laborare. – II) uneig., unbesonnen: temerarius.
verschwinden , evolare e conspectu (eig., dem Anblick schnell ... ... u. Tage verschwinden, cedunt horae et dies: die Zeit verschwindet unvermerkt, tempus elabitur; die Zeit verschwindet schnell, aetas volat od. fugit: aus dem Gedächtnis v., ...
entschwinden , dem Blicke, elabi ex oculis (z.B. von einer Schlange); efferri e conspectu (aufwärts den Blicken entschweben, z.B. von einem Vogel). – aus dem Gedächtnis e., elabi; ex animo effluere.
herauswinden , extorquere. – übtr., sich herauswinden , eluctari (z.B. per multa impedimenta: u. tot manus).
hinschwinden , s. dahinschwinden.
Schwindelkopf , homo temerarius (unbesonnener Mensch übh.). – homo turbulentus (zur Verwirrung im Staate geneigter).
Schwindelgeist , in bezug auf Freiheit, a) eig.: libertatis immaturae cupīdo (unzeitige Begierde nach Freiheit). – animus turbulentus (unruhiger, zur Verwirrung im Staate geneigter Geist). – b) meton., s. Schwindelkopf.
Freiheitsschwindel , libertatis immaturae cupīdo. – der Fr. des Volkes, licentia plebis sine modo libertatem exercentis. – Freiheitssinn , libertatis studium (Neigung zur Freiheit). – libertas (die Freiheit subjektiv = der Sinn, das Gefühl für Freiheit, z.B. ...
zerrinnen , diffluere (auseinanderfließen). – liquescere. – liquefieri ( ... ... dilabi (unvermerkt auseinandergleiten; dah. gleichs. zerfallen, zunichte werden). – evanescere (verschwinden, entschwinden, vergehen). – in ein Nichts z., dilabi; ad nihilum venire. ...
öffnen , aperire (übh. machen, daß das Deckende, Verhüllende etc. von etwas verschwindet). – patefacere (machen, daß etwas offen ist oder bleibt). – reserare (den Riegel von etwas zurückschieben). – recludere (den Verschluß von etwas wegnehmen). – ...
glänzen , I) eig.: splendere. fulgere. nitere – (mit ... ... , flimmern, von solchen glänzenden Oberflächen, die mit plötzlichem Wechsel Strahlen hervorschießen und wieder verschwinden lassen). – von Elfenbein u. Gold g., ebore et auro fulgere: ...
glätten , lēvare. lēvigare (übh. das Rauhe von etw. verschwinden machen). – polire (glatt u. eben machen, so daß das Geglättete ein besseres Äußere bekommt, auch die Rede, den Ausdruck, s. »feilen«). – limare (feilen, auch ...
spurlos verschwinden, untergehen, interire sine vestigiis (v. Völkerschaften etc.); ne vestigium quidem alcis rei relinquitur (v. Städten etc., z.B. Asiae civitatum atque urbium); omnia alcis rei vestigia intereunt (von einem Wege etc., z.B. pristini itineris ...
vergehen , I) v. intr.: a) übh.: abire (weggehen = aufhören, verschwinden, v. Krankheiten etc.) – evanescere (in nichts sich auflösen, verschwinden, z.B. vom Geruch, Reif; dann bildl. vom Gedächtnis, v. ...
ausfallen , I) v. intr.: 1) herausfallen: ... ... v. Zähnen, Haaren. Federn. Körnern). – fluere. defluere. effluere (ausfallend schwinden, von Haaren). – 2) einen Ausfall machen, s. Ausfall no. ...
verhallen , conticescere (verstummen, v. musikal. Instrumenten). – desinere audiri (nicht weiter gehört werden, v. Tönen). – evanescere (bildl., verschwinden, z.B. von einem Gerücht).
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