dissimulatio

[2225] dissimulātio (dissimil.), ōnis, f. (dissimulo), I) das Unähnlichmachen, Unkenntlichmachen, die Maskierung, veste servili in dissimulationem sui compositus, in Sklaventracht, um sich unkenntlich zu machen, verkleidet, Tac. ann. 13, 25.[2225] – II) das Tun od. Reden, als ob etwas nicht sei, was ist, A) das Vorgeben, daß etwas nicht sei, was wirklich ist, die Verstellung, der angenommene Schein, Cic. u.a.: per dissimulationem (Ggstz. apertā professione), Iustin.: sermo, qualem ira et dissimulatio (verhaltener Groll) gignit, Tac. – insbes. = εἰρωνεία (im sokrat Sinne), das Verstecken seiner wahren Gedanken, die Ironie, Cic. Acad. 2, 5, 15. Quint. 9, 1, 29. Gell. 18, 4, 1 (als zu eng für diesen Begriff getadelt von Quint. 9, 2, 44). – B) das Nichtberücksichtigen, a) das absichtliche Übersehen, Ignorieren, Plin. ep. 6, 27, 3; 9, 13, 21. – b) die Fahrlässigkeit, Nachlässigkeit, die Säumigkeit, Veget. mul. 3. prooem. 1 u. 3 (wo Plur.). Veget. mil. 1, 18.

Quelle:
Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Hannover 81913 (Nachdruck Darmstadt 1998), Band 1, Sp. 2225-2226.
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