manica

[796] manica, ae, f. (manus), I) ein langer Ärmel an der Tunika, der bis über die Hand herabging, also zugleich unseren Handschuh ersetzte, griech. χειρίς, nur von Frauen u. Weichlingen in Rom und von Landleuten im Winter getragen, Cic., Verg. u.a., von Pelz gemacht, Pallad. – II) übtr.: 1) das Handeisen, die Handfessel (Ggstz. pedica, compes, Fußeisen, Fußfessel), Plaut., Hor. u. Verg.: im Bilde, sic laqueis, manicis, pedicis mens inretita est, Lucil. 854. – 2) der beim Entern eines feindl. Schiffes gebrauchte eiserne Haken, Enterhaken (gew. manus ferrea), Lucan. 3, 565. – / Spät. Schreibung manicha, Hieron. epist. 22, 13.

Quelle:
Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Hannover 81918 (Nachdruck Darmstadt 1998), Band 2, Sp. 796.
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