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Sabrina – total verhext!
Sabrina – t. v.! (engl. Sabrina, the Teenage Witch) war eine US-amerikan. Sitcom, die von 1996 bis 2000 auf ABC u. danach noch bis 2003 auf The WB lief. In Deutschland erfolgte die freie Erstausstrahlung ab dem 4. Januar 1998 auf ProSieben.
Saccharose
S. (ausgesprochen Sackarose oder Sacharose), auch Sucrose genannt, ist der Haushalts- oder Kristallzucker, der gemeinhin als “der Zucker” gilt. Sowohl die Zuckerrübe als auch das Zuckerrohr enthalten dieses Disaccharid.
Sachar, Louis
Louis Sachar [ˈsækə] (* 20. März 1954 in East Meadow, New York) ist ein US-amerikan. Schriftsteller.
Sachbezug
Als Sachbezüge bezeichnet man im Finanzwesen Einnahmen, die nicht aus Geld bestehen. Diese werden allg. auch als geldwerter Vorteil, Sachleistungen, Naturalleistungen oder zusätzl. Leistungen bezeichnet. Der Wert eines Sachbezugs gehört bei einem Arbeitnehmer zum steuerpflichtigen Arbeitslohn. Sachbezüge sind allg. mit den um übliche Preisnachlässe geminderten üblichen Endpreisen am Abgabeort zu bewerten (§ 6 der Sachbezugsverordnung SachBezV 1994).
Sacher-Torte
Die S. ist eine Schokoladentorte mit Marillenmarmelade u. Schokoladenglasur. Sie gilt als eine Spezialität der Wiener Küche.
Sachs, Hans
Hans Sachs (* 5. November 1494 in Nürnberg; † 19. Januar 1576 in Nürnberg) war ein dt. Spruchdichter, Meistersinger u. Dramatiker. Er verband in seinen zahlreichen Dichtungen die Tradition der Meistersinger u. humanist. Bildungsgut mit schwankhaft-satir. Erzählen.
Sachsen
Der Freistaat S. (obersorbisch: Swobodny stat Sakska) ist ein Land im mittel-östl. Teil Deutschlands. Er grenzt im N an Brandenburg, im NW an Sachsen-Anhalt, im W an den Freistaat Thüringen u. im SW an den Freistaat Bayern. Außerdem hat er eine gemeinsame Grenze im S mit Tschechien u. im O mit Polen. Seine Landeshauptstadt ist Dresden. – 4.220.200 Ew.
Sachsen (Volk)
Die S. sind ein westgerman. Stammesverband, der nachweislich seit dem 2. Jh. den NW des heutigen Deutschland u. den O der heutigen Niederlande besiedelten. In Abgrenzung zur (nichtsächsischen) meißnischen-osterländ. Bevölkerung im ehem. wettin. Obersachsen wird auch der Begriff Altsachsen verwandt.
Sachsen-Anhalt
S. (plattdeutsch Sassen-Anhalt) ist ein Land innerhalb der BR Deutschland. Die Landeshauptstadt ist Magdeburg. Angrenzende Länder sind Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen u. Thüringen. – 2.414.917 Ew.
Sachsen-Paule
S. (* 1969 in Borna; eigentl. Heiko Herlofson), später auch Sachsen-Haiko ist ein ehem. dt. Pornodarsteller.
Sacramento (Kalifornien)
S. ist seit 1854 Hptst. des US-Bundesstaats Kalifornien. Die Stadt liegt am Zufluss des American River in den Sacramento River. – 467.343 Ew.
Sacred
S. (englisch für “heilig”, “ehrwürdig”) ist ein action-orientiertes Computer-Rollenspiel (ARPG), entwickelt von den Firmen Studio II Software GmbH u. Ascaron u. vertrieben durch Take 2 Interactive. Man kann es im Einzelspielermodus, im LAN oder online spielen, wobei Einzelspieler- u. Mehr-Spieler-Charaktere nicht getrennt sind, sondern jeder Charakter in jedem Modus verwendet werden kann.
Sade, Marquis de
Donatien Alphonse François, Marquis de Sade (* 2. Juni 1740 in Paris; † 2. Dezember 1814 in Charenton-Saint-Maurice bei Paris) war ein französ. Adeliger u. Autor einer Reihe Pornografie u. Philosophie verbindender Bücher. Er erregte zu Lebzeiten Anstoß durch Sexualdelikte u. erlangte seine spätere Bekanntheit aufgrund der von ihm beschriebenen Sexualphantasien. Von seinem Namen leitet sich der Begriff Sadismus ab.
Sadismus
Als S. im medizin. Sinn bezeichnet man die Tatsache, dass ein Mensch (sexuelle) Lust oder Befriedigung dadurch erlebt, andere Menschen zu demütigen, zu unterdrücken oder ihnen Schmerzen zuzufügen. In gewissem Rahmen kann sich S. auch durch z. B. tierquäler. Handlungen ausdrücken. Der Begriff Sadist wird heutzutage im allg. Sprachgebrauch auch für Personen verwendet, welche sich am Leid anderer erfreuen können. Das Gegenstück zum S. ist der Masochismus.
Sadlowski, Helmut
Helmut Sadlowski (* 18. März 1929 in Duisburg; † 12. Dezember 2007) war ein dt. Fußballspieler.
Sadomasochismus
Der Begriff S. umschreibt ein Spektrum sexuell geprägter Praktiken, die sich auf das Erleben von Macht, Schmerzen, Demütigungen oder Freiheitsbeschränkungen ausrichten. Hierbei muss Geschlechtsverkehr nicht unbedingt die zentrale Motivation der Handelnden sein. S. ist ein wesentlicher Teilaspekt des Bereichs BDSM.
Sadomasochistische Literatur
S. L. beschäftigt sich mit Themen zur sadomasochist. Sexualität u. zur Partnerschaft von Personen mit entspr. sexueller Disposition. Hierbei kann es sich um Erotik, Pornografie, fiktive Geschichten, Erlebnisberichte, wissenschaftliche/pseudowissenschaftl. Abhandlungen u. Aufklärungsbücher handeln.
Safari (Browser)
S. [səˈfaːri] ist ein Webbrowser der Firma Apple für das hauseigene Betriebssystem Mac OS X u. seit dem 11. Juni 2007 auch für Microsoft Windows, zunächst als Betaversion u. seit der Versionsnummer 3.1 als stabile Version. S. gehört zum Lieferumfang von Mac OS X ab der Version 10.3 (“Panther”) u. ersetzte den vorher mitgelieferten Microsoft Internet Explorer für Mac als Standard-Browser.
Safer Sex
Der Begriff S. S. (dt.: sichererer Sex) kam im Zuge der Diskussion um HIV bzw. AIDS auf u. beschreibt ein Bündel von Verhaltensweisen u. Vorsichtsmaßnahmen, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit dazu geeignet sind, das Risiko einer Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten spürbar zu reduzieren. Die Beachtung der Grundsätze des S. S. schützt wirksam vor einer Schwangerschaft (Empfängnisverhütung). S. S. bedeutet, sich so zu verhalten, dass keine Körperflüssigkeiten in den Körper des Partners gelangen u. umgekehrt keine Körperflüssigkeiten des Partners in den eigenen Körper gelangen.
Safran
S. (von Persisch za'farān, “sei rot”, wissenschaftl. Name Crocus sativus) ist eine Krokus-Art, aus deren im Herbst erscheinenden violetten Blüten das gleichn. Gewürz gewonnen wird. Jede Blüte enthält einen sich in drei Narben verzweigenden Griffel. Nur diese süß-aromatisch duftenden Stempelfäden werden getrocknet als Gewürz verwendet. Um ein Kilogramm von ihnen zu gewinnen, benötigt man etwa 80.000 bis 150.000 Blüten aus einer Anbaufläche von ca. 1.000 Quadratmetern; die Ernte ist reine Handarbeit, ein Pflücker schafft 60–80 Gramm am Tag. Deshalb zählt S. zu den teuersten Gewürzen. Im Handel zahlt man zwischen 4 u. 14 € pro Gramm.
Sagal, Katey
Katey Sagal (* 19. Januar 1954 in Los Angeles als Catherine Louise Sagal) ist eine US-amerikan. Schauspielerin u. Sängerin, die im deutschsprachigen Raum vor allem durch ihre Rolle als Peggy Bundy in der Fernsehserie Eine schrecklich nette Familie u. als Cate Hennessy in 8 Simple Rules bekannt ist.
Sage
Die S. (von ahd. saga, “Gesagtes”; Prägung durch die Brüder Grimm) ist eine zunächst auf mündl. Überlieferung basierende, kurze Erzählung unwahrer, fantast. Ereignisse, die aber als Wahrheitsbericht gemeint ist oder auf einem histor. Hintergrund beruht. Damit steht der Realitätsanspruch der S. über dem des Märchens. Der Verfasser bleibt unbekannt. Die S. wurde im Lauf der Zeit ausgeschmückt u. ständig umgestaltet. Stoff oder Motiv einer Volkssage können von anderen Völkern u. Kulturen übernommen sein (Wandersagen), werden aber gewöhnlich mit landschaftlichen u. zeitbedingten Eigentümlichkeiten u. Anspielungen vermischt. Bei der Entstehung von Sagen greifen subjektive Wahrnehmung u. objektives Geschehen so ineinander, dass ein übernatürl. Erlebnis u. nicht glaubhafte Elemente zum Wesenskern der S. werden. So gehören auch die Vermenschlichung der Pflanzen u. Tiere zur Sagenwelt, aber auch übernatürl. Wesen wie Elfen, Zwerge u. Riesen.
Säge
Die S. ist ein Werkzeug oder eine Werkzeugmaschine zum Trennen von Holz, Naturstein, Metall, Kunststoff u. anderen festen Materialien.
Sag niemals nie
S. n. n. ist ein James-Bond-Film, der nicht von Eon Productions Ltd. produziert wurde, aber noch ein letztes Mal mit Sean Connery als 007 aufwartet. Der Film ist eine Neuverfilmung des 1965 erschienenen Bond-Films “Feuerball”.
Sagrada Família
Temple Expiatori de la S. F. (dt.: Sühnekirche der Heiligen Familie) (oft nur S. F. genannt) ist die Bez. einer großen röm.-kath. Basilika in Barcelona. Die ursprünglich im neukatalan. Stil, von Antoni Gaudí entworfene Kirche wurde 1882 begonnen, jedoch bis heute nicht vollendet.
Sahara
Die S. ist mit neun Millionen km² die größte Trockenwüste der Erde. Das entspricht in etwa der Größe der gesamten USA oder der 26-fachen Größe von Deutschland. Sie erstreckt sich von der afrikan. Atlantikküste bis zur Küste des Roten Meeres u. bildet annähernd ein Trapez von 4.500 bis 5.500 km westöstlicher u. 1.500–2.000 km nordsüdl. Ausdehnung. Sie gehört zu den Wendekreiswüsten. Die S. ist größtenteils eine Steinwüste oder Felswüste (Hammada) oder auch Kies- bzw. Geröllwüste (Serir); die klischeehafte Sandwüste (Erg) macht mit ca. 20% nur einen geringen Teil der S. aus.
Sahara
Die Demokratische Arabische Republik S. (DARS, auch Arabische Saharauische Demokratische Republik genannt) wurde im Verlaufe des Westsaharakonfliktes 1976 von der Polisario ausgerufen. Die Exilregierung der DARS hat ihren Sitz in Tindouf (Algerien). Sie beansprucht das Gebiet der Westsahara, welches seit dem Abzug von Spanien im Jahr 1975 fast ausschließlich von Marokko verwaltet wird. Marokko betrachtet das Gebiet als Teil seines Territoriums. Die Zukunft der Westsahara hängt laut internationalem Recht von einem Referendum ab, über dessen Abhaltung bisher keine Einigkeit erzielt werden konnte. Marokko lehnt mittlerweile die Idee eines Referendums als gescheitert ab u. bietet eine Autonomie des Gebietes unter marokkanischer Souveränität als Lösung an. (siehe Westsahara).
Sahelzone
Die S., die teils auch nur Sahel genannt wird, ist die in Afrika liegende langgestreckte semiaride Übergangszone vom eigentlichen, sich nördlich anschließenden Wüstengebiet der Sahara bis zur Trocken- bzw. Feuchtsavanne im S. In diesem Gebiet gibt es in Abständen von meist nur wenigen Jahren schwerwiegende Dürren mit katastrophalen Folgen u. Hungersnöten. Im Jahr 2007 kam es hingegen zu schweren Überschwemmungen in weiten Teilen der S., die Millionen Menschen obdachlos machten.
Şahin, Reyhan
Reyhan Şahin (* 1. Juli 1980 oder 1981 in Bremen), Künstlernamen Lady Ray u. Lady Bitch Ray, ist eine deutschsprachige Rapperin, Schauspielerin u. ehemalige Radiomoderatorin.
Sahne
S., ländlich u. schweiz. Rahm (dort auch: Nidle), österr. teils Obers, ist der fettreiche Anteil der Milch, der sich beim Stehenlassen an deren Oberfläche sammelt. Sie wird durch Abschöpfen oder heute durch Zentrifugieren gewonnen. Die Trennung erfolgt in beiden Fällen aufgrund der geringeren Dichte des Milchfetts im Vergleich zur verbleibenden Magermilch.
Saigō, Takamori
Saigō Takamori (* 23. Januar 1828; † 24. September 1877 in Kagoshima) war einer der einflussreichsten Samurai in der japan. Geschichte. Der Sohn eines niederen Samurai trat nach einer militärischen u. religiösen Ausbildung in den Dienst von Shimazu Nariakira, des lokalen Daimyōs der Provinz Satsuma. Später gab man ihm das Kommando über 50.000 Samurai, einen großen Teil der kaiserlichen Armee.
Sailor Moon
S. M. (jap. bishōjo senshi sērā mūn, Schöne Mädchenkriegerin Sailor Moon, früherer offizieller internationaler Titel “Pretty Soldier Sailor Moon”, jetzt “Pretty Guardian Sailor Moon”) ist eine Manga-Serie der japan. Zeichnerin Naoko Takeuchi u. wird in das Magical-Girl-Genre eingeordnet.
Saint, Leonie
Leonie Saint (* 23. April 1986 in Herne) ist eine dt. Pornodarstellerin.
Saint, Sylvia
Sylvia Saint (* 12. Februar 1976 in Kyjov, Tschechoslowakei; auch Silvia Saint; bürgerlich Silvie Tomčalová ) ist eine der bekanntesten Pornodarstellerinnen der Welt.
Saint-Barthélemy (Insel)
S. (Sankt Bartholomäus, auch St. Bart(h)s genannt) ist eine Insel der kleinen Antillen. Sie ist seit Februar 2007 eine französische übersee. Gebietskörperschaft (collectivité d'outre-mer). Sie hat eine Fläche von 21 km² u. knapp 7.000 Ew., damit 326 Ew. pro km².
Saint-Exupéry, Antoine de
Antoine de Saint-Exupéry (Antoine Marie Roger, Vicomte de Saint-Exupéry; * 29. Juni 1900 in Lyon; † 31. Juli 1944 nahe der Île de Riou bei Marseille) war ein französ. Schriftsteller u. Flieger. Saint-Exupéry war schon zu seinen Lebzeiten ein anerkannter u. erfolgreicher Autor u. wurde, vielleicht auch wegen seines frühen u. mysteriösen Todes, ein Kultautor der Nachkriegsjahrzehnte, obwohl er selbst sich eher als einen nur nebenher schriftstellernden Berufspiloten sah. Sein bekanntestes Buch ist “Der kleine Prinz”.
Saint-Martin (Insel)
S. (niederländisch: Sint Maarten) ist eine zwischen Frankreich u. dem Königreich der Niederlande geteilte Insel in der Karibik u. gehört zur Gruppe der Inseln über dem Winde. Die Insel ist der einzige Ort, an dem es über eine Länge von 10 km eine Grenze zwischen dem französischen u. dem niederländ. Staatsgebiet gibt.
Saint Paul’s Cathedral
Die S. P. C. ist eine Kathedrale in London, der Hptst. Großbritanniens. Sie liegt im Stadtbezirk City of London etwa 300 m nördlich der Themse. Sie ist die Hauptkirche der Diözese von London der Anglikanischen Kirche.
Saint Phalle, Niki de
Niki de Saint Phalle (* 29. Oktober 1930 in Neuilly-sur-Seine (Vorort von Paris); † 21. Mai 2002 in San Diego; eigentl. Catherine Marie-Agnès Fal de Saint Phalle) war Malerin u. Bildhauerin. Sie wurde bekannt durch die “Nanas” aus bunt bemaltem Pappmaché.
Saint-Saëns, Camille
Charles Camille Saint-Saëns (* 9. Oktober 1835 in Paris; † 16. Dezember 1921 in Algier) war ein französ. Pianist, Organist, Musikwissenschaftler, Musikpädagoge u. Komponist. Er wurde vor allem durch seine “große zoologische Fantasie” Karneval der Tiere u. die Oper Samson et Dalila bekannt.
Saint-Tropez
S. (provenzalisch Sant Tropetz) ist ein kleiner Hafenort im französischen Dép. Var. Er befindet sich an der Côte d'Azur, am östl. Fuß des Massif des Maures. Das damalige Fischerdorf zog schon gegen Ende des 19. Jh. zahlreiche Künstler wie Paul Signac, Henri Matisse u. Pierre Bonnard an, deren Werke heute in dem neben dem Hafen gelegenen Musée de l'Annonciade zu bewundern sind. Der Aufschwung von S. begann dann in den 1950ern, als sich der Ort zu einem Treffpunkt von Künstlern u. der High Society entwickelte – eine Entwicklung, die bis heute angehalten hat. – 6.000 Ew.
Saizew, Wassili Grigorjewitsch
Wassili Grigorjewitsch Saizew (Василий Григорьевич Зайцев, exakte Transliteration Vasilij Grigor'evič Zajcev; * 23. März 1915 im Dorf Jeleninskoje, Oblast Tscheljabinsk, † 15. Dezember 1991) war ein sowjet. Scharfschütze im Zweiten Weltkrieg. Saizew wurde hauptsächlich bekannt, weil ihm der Tod von 225 Soldaten der Wehrmacht und Achsenstreitkräfte während der Schlacht von Stalingrad zugeschrieben wird, unter ihnen auch 11 feindliche Scharfschützen.
Sake
S. ist in Europa ein Synonym für Reiswein, ein klares oder weißlich-trübes alkohol. Getränk aus Japan mit ca. 15-20% Vol. Alkohol.
Sakko
Das/der S. – auch Sacco oder Jackett (altfranzösisch: jacque = Waffenrock), in der Schweiz auch Veston – ist ein wichtiges Bekleidungsstück der Herrenoberbekleidung in westl. Ländern. Faktisch handelt es sich um eine an der Vorderseite mit Knöpfen verschließbare Jacke mit einem weit nach unten gezogenen Kragen (Revers), die entfernt an ein Hemd erinnert.
Sakrament
Als S. bezeichnet man in der christl. Theologie einen Ritus, wie zum Beispiel die Taufe, der als sichtbares Zeichen bzw. als sichtbare Handlung eine unsichtbare Wirklichkeit Gottes bewirkt, sie vergegenwärtigt u. an ihr Anteil gibt.
Sakrileg
Das S. (seit dem 16. Jh. von lateinisch: sacrilegium = Tempelraub; aus sacer = heilig + legere = stehlen, (aus)lesen) bezeichnet ein Vergehen gegen Heiliges.
Sakrileg (Roman)
S. ist der Titel der 2004 erschienenen Übersetzung eines Thrillers von Dan Brown, der 2003 unter dem Titel “The Da Vinci Code” erschien. Der Roman verbindet Unterhaltung mit Verschwörungstheorien u. einer alternativen Sicht auf die gesamte Kirchen- u. die französ. Geschichte. Er wurde in 44 Sprachen übersetzt. Dan Brown gibt auf seiner Website an, dass der Roman bisher weltweit rd. fünfzig Millionen mal verkauft worden sei (Stand: Mai 2006). Eine Verfilmung mit Tom Hanks u. Audrey Tautou in den Hauptrollen kam am 18. Mai 2006 unter dem Titel The Da Vinci Code – Sakrileg in die Kinos.
Säkularisation
Als S. wird ursprünglich die Einziehung oder Nutzung kirchl. Besitztümer (Land oder Vermögen) in weltl. Hände (meist durch den Staat) bezeichnet. I. e. S. versteht man unter S. die Einverleibung der geistl. Fürstentümer u. Herrschaften des Hl. Römischen Reiches durch größere Territorialstaaten während des Napoleonischen Zeitalters.
Säkularisierung
Die S., abgeleitet von lat. saeculum, meint allgemein jede Form von Verweltlichung, i. e. S. aber die durch den Humanismus u. die Aufklärung ausgelösten Prozesse, die die früheren engeren Bindungen an die Religion gelöst u. den Lebenswandel zunehmend auf Basis menschl. Vernunft begründet haben. Bezogen auf die westl. Welt ist es auch ein Synonym für “Entchristlichung”.
Saladin
Saladin (arab. Salah ad-Din Jusuf ibn Ajub) (* 1137 oder 1138 in Tikrit; † 3. März oder 4. März 1193 in Damaskus) gründete die kurdisch-stämmige Dynastie der Ayyubiden von Ägypten u. Syrien. Als Sultan Saladin wurde er zu einem Mythos, zum größten aller Helden der muslim. Welt u. vorbildhaften islam. Herrscher. Er eroberte im Jahr 1187 Jerusalem; als erfolgreicher Gegenspieler der Kreuzritter wurde er oft verklärt u. romantisiert.
Salamanca
S. ist die Hptst. der Provinz S. in der autonomen span. Region Kastilien-León. Sie hat ca. 160.331 Ew.
Salami
Die S. (von ital. salame “Salzwurst, Salzfleisch”, zu lat. salare “salzen”) ist eine Dauerwurstsorte. Sie wird in vielfältigen Varianten hergestellt u. durch spezielle Mikroorganismen fermentiert. Die ursprünglichen italien. S. enthielten immer Esel- oder Maultierfleisch. Heute werden S. aus Schweine- u. Rindfleisch hergestellt u. sind meist luftgetrocknet. Die S. zählt zu den Rohwürsten. Im Italienischen ist die einzelne Wurst eine “salame”, “salami” dagegen die Pluralform. In der dt. Sprache wurde der italien. Plural “Salami” zur Einzahl; dazu wurde der künstliche dt. Plural “Salamis” gebildet. Das Wort “salumi” hingegen bezeichnet im Italienischen Wurstwaren.
Salbei
S. (Salvia) ist eine Gattung der Lippenblütler (Lamiaceae). Der Name (lat. salvare = heilen) bezieht sich aber auch auf den für Küche u. Medizin wichtigen Küchen- oder Heilsalbei (Salvia officinalis). Die Gattung ist weltweit verbreitet u. umfasst mehr als 920 Arten.
Saldo
S. [italien. saldo, salda, “fest”; im Sinne von “fester Bestandteil bei der Kontenführung"] ist in der Buchführung die Differenz zwischen der Soll- u. der Habenseite eines Kontos. Sind die Umsätze im Soll (= linke Kontoseite) größer als im Haben (= rechte Kontoseite) entsteht ein Sollsaldo, andernfalls ein Habensaldo.
Salicylsäure
S. (o-Hydroxybenzoesäure) kommt in Form ihres Methylesters in äther. Ölen u. als Pflanzenhormon in den Blättern, Blüten u. Wurzeln verschiedener Pflanzen vor u. ist für die pflanzl. Abwehr von Pathogenen von Bedeutung. Ihren Namen bekam sie, da sie früher vor allem durch die oxidative Aufbereitung von Salicin, das in der Rinde verschiedener Weiden (wissenschaftl. Salix spec.) enthalten ist, gewonnen wurde. Sie ist auch unter dem Namen Spirsäure bekannt, da sie aus dem Saft der Spirstaude (botanisch: früher Spiraea ulmaria, heute Filipendula ulmaria, dt.: Mädesüß, einer mehrjährigen, krautigen Pflanze aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), die vorwiegend auf Nasswiesen wächst), gewonnen werden kann. Von der Bez. Spirsäure leitet sich auch der Markenname Aspirin® für die Acetylsalicylsäure ab: Acetylspirsäure. Acetylsalicylsäure findet als schmerzstillendes u. entzündungshemmendes Medikament Verwendung. Die Salze der S. werden als Salicylate bezeichnet.
Salieri, Antonio
Antonio Salieri (* 18. August 1750 in Legnago, Italien; † 7. Mai 1825 in Wien) war ein italienisch-österreich. Komponist der Klassik, Kapellmeister u. Musikpädagoge. Einer populären Legende zufolge galt Antonio Salieri lange Zeit als minderbegabter Neider Wolfgang Amadeus Mozarts. Infolge dieses schlechten Leumundes wurde seine Musik häufig als uninspiriert abgetan u. nie einer genaueren Überprüfung unterzogen. Dies änderte sich allerdings in den letzten Jahren auffällig: So fand sich 2003 eine Sammlung mit ausgewählten Arien Salieris, gesungen von der italienischen Mezzosopranistin Cecilia Bartoli, aufgrund des gigantischen Verkaufserfolges sogar in den Pop-Charts wieder u. erhielt 2004 u. a. den renommierten Echo-Klassik-Preis als Bestseller des Jahres sowie den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik.
Saline
Eine S. ist eine Anlage bzw. ein Betrieb zur Gewinnung von Salz. Man unterscheidet * Meerwassersalinen, die als geplante oder natürliche Salzgärten das Salz durch natürliche Verdunstung von Meerwasser erzeugen; * Salinen, die Siedesalz durch Verdampfen einer meist untertage hergestellten oder aus einer natürlichen Quelle stammenden Sole gewinnen.
Saliromanie
Als S. (französ. salir “anschmieren”, “beschmutzen”) bezeichnet man eine Präferenz, bei der das Beschmutzen von Personen oder Objekten mit sexueller Erregung verbunden ist. Neben den rein visuellen Reizen kann dabei auch die Erniedrigung der betroffenen Person eine Rolle spielen. Es handelt sich nicht um einen Trieb oder eine Manie, wie die Bez. nahe legt.
Sällström, Johanna
Johanna Sällström, geb. Johanna Maria Ellinor Berglund (* 30. Dezember 1974 in Hägersten/Stockholm; † 13. Februar 2007 in Malmö) war eine schwed. Theater- u. Filmschauspielerin. In den deutschsprachigen Ländern machte sie sich vor allem als Darstellerin in mehreren Wallander-Filmen nach Büchern von Henning Mankell einen Namen. Sie starb im Alter von 32 Jahren.
Sallustius Crispus, Gaius
Gaius Sallustius Crispus, dt. Sallust (* 1. Oktober 86 v. Chr. in Amiternum; † 13. Mai 35 oder 34 v. Chr. in Rom) war ein römischer Geschichtsschreiber u. Politiker.
Salmonellen
S. gehören zu den Bakterien u. sind stäbchenförmig, Durchmesser etwa 0,7–1,5 µm, Länge etwa 2–5 µm, gramnegativ, vorwiegend aktiv beweglich, peritrich begeißelt, fakultativ anaerob, chemoorganotroph mit oxidativem u. fermentativem Energiestoffwechsel u. nicht Sporen bildend. Sie werden in der Gattung Salmonella zusammengefasst u. der Familie der Enterobacteriaceae zugeordnet. Sie sind eng verwandt mit der Gattung Escherichia. Sie kommen weltweit in kalt- u. warmblütigen Tieren, in Menschen u. in Habitaten außerhalb von Lebewesen vor. Sie verursachen bei Menschen u. vielen Tieren Krankheiten. In der Fleischbeschau u. Lebensmittelüberwachung werden S. auch als “Fleischvergifter” bezeichnet.
Salomo
Nach der Darstellung der Bibel war Salomo(n) (hebr. Schəlom:o) nach Saul u. David der dritte Herrscher des vereinigten Königreichs Israel.
Salomonen
Die S. (engl. Solomon Islands) sind ein Inselstaat im SW des Pazifiks, östlich von Neuguinea. Er wird zum größten Teil aus den Gebieten der südl. Salomon-Inseln (die früher ebenfalls bisweilen “Salomonen” genannt wurden) sowie den Rennell-Inseln, den Ontong-Java-Inseln u. den weiter östlich liegenden Santa-Cruz-Inseln gebildet. Die nördl. Inseln der Salomon-Inseln gehören zum Staat Papua-Neuguinea. Die S. sind Mitglied des Commonwealth of Nations. Zu den umliegenden Inseln zählen Nauru, Kiribati, Tuvalu, Fidschi u. Vanuatu.
Salpeter
S. (von lat. sal petrae, Felsensalz) ist der Trivialname einiger häufig vorkommender Nitrate.
Salpetersäure
S. (nach der Nomenklatur der IUPAC Hydrogennitrat genannt) ist die bekannteste u. stabilste Sauerstoffsäure des Stickstoffs. Der Name leitet sich vom Salpeter ab, aus dem sie durch Zugabe einer stärkeren Säure (Salzsäure, Schwefelsäure) gewonnen werden kann. S. liegt in wässriger Lösung weitgehend dissoziiert vor. Als starke anorgan. Säure zählt sie zu den Mineralsäuren. Ihre Salze u. Ester heißen Nitrate. Die Salze werden auch mit dem Trivialnamen “-salpeter” gekennzeichnet, z. B.: Chilesalpeter, (Kali-)Salpeter, Ammonsalpeter, Kalksalpeter oder Mauersalpeter, Barytsalpeter etc.
Salsa (Tanz)
S. ist ein moderner Gesellschaftstanz aus den USA u. Lateinamerika, der paarweise oder in der Gruppe getanzt wird.
Salt Lake City
S. L. C. ist die Hptst. des US-Bundesstaates Utah u. ist mit rd. 178.000 Ew. auch die größte Stadt des Staates. Im Ballungsraum leben rd. eine Million Menschen. – 178.097 Ew.
Salto Angel
Der S. A. (nach dem Wiederentdecker Jimmie Angel), der sich im SO Venezuelas befindet, ist mit 978 m (größte Einzelstufe 805 m) Fallhöhe der höchste freifallende Wasserfall der Erde. Die Ureinwohner nennen den Wasserfall Kerekupai-Merú, was etwa Sprung des tiefsten Ortes heißt. Bisweilen wird er mit dem nahe gelegenen Wasserfall Churún-Merú verwechselt.
Salutogenese
Die S. bedeutet soviel wie “Gesundheitsentstehung” oder “Ursprung von Gesundheit” u. wurde von dem israelisch-amerikan. Medizinsoziologen Aaron Antonovsky (1923–1994) in den 1970er Jahren als Gegenbegriff zur Pathogenese entwickelt. Nach dem Salutogenese-Modell ist Gesundheit kein Zustand, sondern muss als Prozess verstanden werden.
Salvador da Bahia
Salvador ist die drittgrößte Stadt Brasiliens, nach São Paulo u. Rio de Janeiro. Der volle Name der Küstenstadt lautet São Salvador da Baía de Todos os Santos (Hl. Retter der Bucht Aller Hl.), da sie an der Allerheiligenbucht liegt. Salvador hat rd. 2,8 Millionen Ew., ist die Hptst. des nordöstl. Bundesstaates Bahia u. war bis 1763 Hptst. Brasiliens. Der Name Bahia war bis Mitte des 20. Jh. auch als Alias für die Stadt gebräuchlich. Salvador ist Erzbischofssitz, hat zwei Universitäten, ein Kakao-Institut, einen zoologischen u. einen botan. Garten. Es ist ein international anerkanntes Handels- u. Wirtschaftszentrum mit Erdölraffinerie, Baumwoll-, Tabak-, Kakaoverarbeitung sowie eine Zuckerraffinerie. Salvador ist auf verschiedenen Ebenen einer Bergkette gebaut, welche die Stadt in eine Oberstadt (cidade alta) u. in eine 70 Meter tiefer gelegene Unterstadt (cidade baixa) teilen. Um vom einen Teil in den anderen zu gelangen, kann man den Aufzug Lacerda, die Standseilbahn Plano Inclinado Gonçalves oder einfach eine der vielen Buslinien nutzen.
Salvatorische Klausel
Als S. K. (lat. salvatorius “bewahrend”, “erhaltend”) wird in der Rechtssprache die Bestimmung (“Klausel”) eines Vertrages bezeichnet, welche Rechtsfolgen eintreten sollen, wenn sich einzelne Vertragsbestandteile als unwirksam oder undurchführbar erweisen sollten oder sich herausstellt, dass der Vertrag Fragen nicht regelt, die eigentlich hätten geregelt werden müssen. Die S. K. hat den Zweck, einen teilweise unwirksamen oder undurchführbaren Vertrag, insbes. aber den wirtschaftl. Erfolg, den der Vertrag bewirken soll, so weit wie möglich aufrecht zu erhalten.
Salvia divinorum
Der Azteken-Salbei (Salvia divinorum, zu dt. “Wahrsagersalbei”) ist eine Pflanzenart aus der artenreichen Gattung Salbei in der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Weitere Namen sind Wahrsagersalbei, Zaubersalbei, Hojas de la Pastora (spanisch “Blätter der Schäferin”), Hierba de la Virgen (spanisch “Kraut der Jungfrau”), Ska Maria Pastora (mazatekisch “Blätter der Schäferin Maria”). Es handelt sich um eine psychoaktiv wirkende Salbeiart. Der psychoaktive Wirkstoff der Pflanze ist das Salvinorin A, ein Diterpen, das schon in geringen Mengen eine starke halluzinogene Wirkung auslösen kann. Salvinorin A gilt als das potenteste natürlich vorkommende Halluzinogen.
Salzburg
S. ist die Hptst. des gleichn. Bundeslandes S. in Österreich. Sie ist vom Bezirk Salzburg-Umgebung, auch Flachgau genannt, dem nördlichsten der fünf Gaue des Bundeslandes S., umgeben, grenzt aber im NW auch an das benachbarte Bayern. Mit 150.378 (2008) Ew. ist S. nach Wien, Graz u. Linz die viertgrößte Stadt Österreichs. In der Agglomeration S. leben etwa 210.000 Menschen, das Einzugsgebiet reicht jedoch über die Landesgrenzen in den südostbayerischen u. den oberösterr. Raum. Die Stadt S. ist das Zentrum der Euregio S. – Berchtesgadener Land – Traunstein. Die Stadt wird oft die Mozartstadt genannt, denn sie ist Geburtsstadt von Wolfgang Amadeus Mozart, der hier mehr als die Hälfte seines kurzen Lebens verbrachte. Mit der ausdrückl. Nennung eines erzbischöfl. Stadtrichters (urkundlich zuerst 1120/30) ist S. die älteste Stadt im Gebiet des heutigen Österreich. S. besitzt vor allem mit der Altstadt u. dem Raum um Schloss Hellbrunn eine bes. lange kulturelle Tradition.
Salzburg (Bundesland)
Das Land S., auch Salzburger Land ist ein Bundesland Österreichs. Seine bes. histor. Entwicklung u. seine Stellung als (selbständiges) Fürstentum im Hl. Römischen Reich Deutscher Nation bis 1806 unterscheidet das Land von der Geschichte der anderen österr. Bundesländer.
Salze
S. sind chem. Verbindungen, die aus positiv geladenen Ionen, den sogenannten Kationen u. negativ geladenen Ionen, den sogenannten Anionen aufgebaut sind. Zwischen diesen Ionen liegen ionische Bindungen vor. Fast alle Verbindungen mit diesem Bindungstyp nennt man S. Bei anorganischen Salzen werden die Kationen häufig von Metallen u. die Anionen häufig von Nichtmetallen oder deren Oxiden gebildet. Als Feststoff bilden sie gemeinsam ein Kristallgitter. Als organische Salze bezeichnet man alle Verbindungen, bei denen mindestens ein Anion oder Kation eine organ. Verbindung ist. Verbindungen, bei denen alle Kationen oder alle Anionen von Protonen (H+) oder Hydroxiden (OH) gebildet werden, nennt man nicht S., da ihre Wirkung als Säure bzw. Base im Vordergrund steht.
Salzgitter
S. wurde 1942 gegr., liegt im nördl. Harzvorland, im SO des Landes Niedersachsen. Die kreisfreie Stadt ist Sitz der S. AG u. bildet mit den Städten Braunschweig u. Wolfsburg eines der neun Oberzentren des Landes. Sie ist weiterhin Bestandteil der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen. Mit 104.832 Ew. auf 223,96 km² (Stand: November 2007) ist sie eine der flächengrößten Großstädte Deutschlands. Die Einwohnerzahl der Stadt S. erreichte im Jahre 1942 die für eine Großstadt erforderlichen 100.000. S. war eine der wenigen neuen Stadtgründungen in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jh.
Salzsäure
S. (systemat. Name Chlorwasserstoffsäure) ist eine wässrige Lösung des Gases Chlorwasserstoff (Summenformel HCl). Sie ist eine starke, anorgan. Säure u. zählt zu den Mineralsäuren. Die Salze der Chlorwasserstoffsäure heißen Chloride. Das bekannteste Chlorid ist das Natriumchlorid (NaCl, Kochsalz).
Salzwasser
Als S. bezeichnet man eine Lösung von Salzen in Wasser. In der Regel wird darunter eine Kochsalzlösung von mindestens 1% verstanden. Im angelsächs. Raum wird ein Salzgehalt oberhalb von 1,8% angesetzt. Wasser mit geringerem Salzgehalt (z. B. im Bereich von Flussmündungen ins Meer) heißt Brackwasser, Wasser unterhalb von 0,1% Salzgehalt Süßwasser. Auf der Erde stellt das Meerwasser der Ozeane das häufigste Salzwasservorkommen u. gleichzeitig auch die größte Wassermenge überhaupt dar. Der durchschnittl. Salzgehalt der Meere liegt bei 3,5%. Die höchste Salzkonzentration (34,8%) findet sich im Wasser des Assalsees.
Samael
S. (auch Sammael) ist ein Dämon aus dem jüdischen Talmud, der versucht, die Menschen zu schädigen; eine Abwandlung in der dt. Sage ist Samiel (Sprechrolle in der Oper “Der Freischütz”). Sein Name bedeutet aramäisch “Gift Gottes”. Auch der Teufel wird manchmal S. genannt. Er gilt talmudisch als Schutzengel Roms.
Samara
S. (Самара) (1935-1990 Kujbyschew (Куйбышев)) ist eine Industriestadt im S des europ. Teils Russlands, direkt an der Wolga gelegen, hat 1.144.246 Ew. (Stand: 2004) u. ist die sechstgrößte Stadt Russlands.
Samba (Software)
S. ist eine freie Software-Suite, die das Server-Message-Block-Protokoll (SMB) für Unix-Systeme verfügbar macht. Dieses Protokoll wird manchmal als Common Internet File System (CIFS), LAN-Manager- oder NetBIOS-Protokoll bez.
Sambia
S. [ˈzambia] (Republic of Zambia [ˈzæmbiə]) – vormals Nordrhodesien – ist eine Republik im südl. Afrika. Sie grenzt an Angola, die Demokratische Republik Kongo, Tansania, Malawi, Mosambik, Simbabwe, Botsuana u. Namibia. Ihr Name leitet sich vom Fluss Sambesi ab. Mit der Unabhängigkeit von Großbritannien am 24. Oktober 1964 nahm sie die heute gültige Flagge, Wappen u. Wahlspruch an.
Sambuca
S. ist ein farbloser, klarer Likör mit 38 bis 42 Volumenprozenten Alkohol aus dem Latium. Er wird mit Anis, Sternanis, Süßholz u. anderen Gewürzen aromatisiert.
Samen (Volk)
Die S. (Selbstbezeichnung: Samit oder Samek) sind ein indigenes Volk im N Skandinaviens. Die Sprachen der ca. 70.000 Samen gehören zur Familie der ural. Sprachen, sind also eng mit dem Finnischen verwandt. Andere Bez. oder Schreibweisen: Sámen, Saamen, Sámi, Sami, Saami, Lappen. Der veraltete Begriff Lappe oder Lappen wird von den Samen selbst als herabsetzend angesehen.
Samenstau
Der S. ist eine moderne Legende, die besagt, dass der männl. Hoden bei sexueller Enthaltsamkeit u. fehlender Entleerung (durch Geschlechtsverkehr oder Masturbation) fortwährend Spermien produziere. Dies führe, so die Legende, zu verstärkter Libido u. zu einer angebl. Anschwellung des Hodensacks.
Sammellinse
Eine S. (auch genannt Kollimatorlinse, Konvexlinse) ist eine Linse mit positiver, vergrößernder Brechkraft. Die S. sammelt parallel eingestrahltes Licht u. fokussiert es in ihrem Brennpunkt.
Samoa
S. (samoan. Malo Tutoatasi o Samoa; engl. Independent State of Samoa) ist ein Inselstaat, der den westl. Teil der Samoainseln umfasst u. deswegen auch Westsamoa genannt wird. Der östl. Teil gehört zu den USA.
Samos
Die griech. Insel S. (Σάμoς (f. sg.)) liegt in der östl. Ägäis u. ist der ionischen Küste Kleinasiens vorgelagert. Zusammen mit Ikaria u. Fourni bildet S. die Präfektur S. in der Verwaltungsregion Nördliche Ägäis (griech. Βόρειο Αιγαίο). Die Insel hat etwa 34.200 Ew. Seit der griech. Gemeindereform von 1997 ist die Insel in die vier Gemeinden Vathy, Karlovasi, Pythagorio u. Marathokambos untergliedert. Samos (f. sg.), die gleichn. Hptst. der Insel, wurde früher Kato Vathy (Κάτω Βαθύ) oder Limin Vatheos (Λιμήν Βαθέος) genannt.
Sampling (Musik)
In der Musik bezeichnet S. den Vorgang, einen Teil einer Ton- oder Musikaufnahme (ein Sample; engl. für “Auswahl”, “Muster” “Beispiel”, von lat. exemplum: “Abbild”, “Beispiel”) in einem neuen, häufig musikal. Kontext zu verwenden. Dies geschieht heutzutage in der Regel mit einem Hardware- oder Software-Sampler, d. h., indem das Sample digitalisiert wird, u. so leicht (z. B. mit einem Sequenzer) weiterverarbeitet werden kann.
Sampras, Pete
Pete Sampras (* 12. August 1971 in Washington, D. C.) ist ein ehem. US-amerikan. Profi-Tennisspieler. Sampras, Sohn griech. Einwanderer von der Insel Kos, gewann in seiner Karriere insges. 14 Grand-Slam-Turniere im Einzel, war sechs Jahre hintereinander am Jahresende die Nr. 1 der Tennis-Weltrangliste, stand insges. 286 Wochen auf dem Platz an der Spitze u. war 1990 mit 19 Jahren der bis dahin jüngste Sieger der US Open. Sampras gilt neben Rod Laver, Björn Borg u. Roger Federer als einer der besten Profi-Tennisspieler aller Zeiten.
Sams (Figur)
Das S. ist die Hauptfigur einer Kinderbuchreihe von Paul Maar. Das S. ist ein kindähnl. Wesen mit einer Rüsselnase, einem grünen Gesicht mit blauen Punkten, rot-orange-farbenen Wuschelhaaren u. einem Trommelbauch. Charakteristisch für das S. sind die Wunschpunkte, die es am Körper trägt. Jeder dieser Punkte kann für einen Wunsch Herrn Taschenbiers verwendet werden, schwierige Wünsche erfordern zwei oder sogar drei.
Samsara
S. (Sanskrit, m., wörtl.: “beständiges Wandern”) ist in vielen östl. Religionen die Bez. für den immer währenden Zyklus des Seins, den Kreislauf von Werden u. Vergehen, im Kreislauf der Wiedergeburten.
Samsas Traum
S. T. ist ein deutschsprachiges Musikprojekt, das 1996 von Alexander Kaschte in Deutschland gegr. wurde. Am 1. März 1999, auf den Tag genau drei Jahre nach Gründung, unterschrieb die Band einen Plattenvertrag mit dem Label Trisol Music Group. Der Name der Band leitet sich von Franz Kafkas Protagonisten Gregor Samsa aus seiner Erzählung Die Verwandlung ab.
Samsung Group
Samsung ist der größte südkoreanische Mischkonzern (Jaebeol). In der Samsung-Gruppe sind mehr als 250.000 Menschen beschäftigt u. sie gehört zu den weltweit größten Unternehmen gemessen an Umsatz u. Marktstärke. Samsung zahlt in Südkorea 5 Milliarden Euro Steuern, was 8 Prozent der Staatseinnahmen entspricht, u. bestreitet ein Fünftel der südkoreanischen Exporte. Der Name Samsung bedeutet im Koreanischen "3 Sterne" und repräsentiert die drei Söhne des Firmengründers Lee Byung-chull. Präsident des Samsung-Konglomerats ist Lee Kun-hee, der dritte Sohn des Gründers.
Samurai
S. ist die übliche Bezeichnung für ein Mitglied des Kriegerstandes im vorindustriellen Japan. Eine weitere Bez., die während der Edo-Periode gebräuchlich war, ist bushi. Heute wird S. ausschließlich für den Kriegeradel verwendet u. nicht beispielsweise für Ashigaru (wörtlich: “leichtfüßig”; gemeint sind leichtgerüstete Fußsoldaten). Ein herrenloser S., der keinem Daimyō (Lehnsherren) diente, wurde Rōnin (“Wellenmann”) genannt.
Samurai Champloo
S. C. (jap. samurai chanpurū) ist eine japan. Anime-Serie, die auch als Manga-Serie umgesetzt wurde. Sie handelt von den Erlebnissen einer unkonventionellen Samurai-Reisegruppe im Japan der Edo-Zeit, erhebt jedoch keinen Anspruch auf histor. Korrektheit.
Samwer, Oliver
Oliver Samwer (* 1973) ist ein dt. Internet-Unternehmer. Im August 2000 gründete er zusammen mit seinen Brüdern Marc u. Alexander u. den großen Firmenpartnern Debitel u. den Metro-Töchtern Media Markt u. Saturn die Jamba! GmbH. Am 15. Januar 2008 wurde bekannt, dass die Samwer-Brüder Unternehmensanteile an Facebook erworben haben.
San-Andreas-Verwerfung
Die S. ist eine Transformstörung, an der die pazifische Platte an der nordamerikanischen Platte vorbei driftet. Sie erstreckt sich über gut 1100 Kilometer Länge von Mexiko bis zum N von San Francisco u. teilt den Bundesstaat Kalifornien in zwei Hälften auf, wobei San Francisco auf der nordamerikanischen Platte u. Los Angeles auf der pazifischen Platte liegen. Die Verwerfung wurde nach dem San Andreas Lake benannt, welcher südlich von San Francisco gelegen ist u. die mit Wasser gefüllte S. darstellt. Ansonsten ist er auf weiten Strecken nicht mit bloßem Auge in der Landschaft zu erkennen u. deshalb mit Pfählen markiert. Am 18. April 1906 entstand hier jedoch eine deutliche Bruchlinie; an diesem Tag wurde San Francisco von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,8 auf der Richterskala, dem sogenannten San-Francisco-Erdbeben von 1906, heimgesucht. Die San-Andreas-Verwerfung ist eine der wenigen Plattengrenzen an Land; die überwiegende Zahl der Plattengrenzen liegt auf dem Grund der Ozeane.
Sand
S. ist ein natürlich vorkommendes, unverfestigtes Sedimentgestein mit einer Korngröße von 0,063–2 mm.
Sandbox
S. ist der englischsprachige Begriff für Sandkiste oder Sandkasten. Im Rahmen der Informationstechnik steht er für Besonderheiten der Laufzeitumgebung einer Software oder der lokalen Arbeitskopie eines in einem Versionskontrollsystem abgelegten Software-Moduls. Die Software wird vom Rest des Systems abgeschirmt, quasi in den Sandkasten gesetzt, in dem sie einerseits keinen Schaden anrichten kann u. andererseits die Wirkungen der Software aufgezeichnet werden können. Dabei gibt es verschieden tiefgehende Techniken, die vom Umbiegen eines Dateisystems bis hin zur kompletten Simulation eines Rechners, wie etwa VMware, Bochs oder FAUmachine reichen.