Das Wikipedia Lexikon

Das Wikipedia-Lexikon präsentiert die am häufigsten gesuchten Stichwörter der Online-Wikipedia. Bestellen Sie die gedruckte Ausgabe für nur 19,95 !

Die Texte des Wikipedia-Lexikons unterliegen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation und wurden von diesen Autoren geschrieben.


Uruk
U. (sumer. Unug, arab. Warka, griechisch-röm. Orchoë oder Orchoi, bibl. Erech) lag ca. 300 km südlich von Bagdad u. war eine der ältesten sumer. Stadtgründungen in Mesopotamien u. ist heute eine bedeutende archäolog. Ausgrabungsstätte der Region. Der moderne Name Irak leitet sich möglicherweise von Uruk her.
US5
US5 ist eine internationale Castingband, die aus der Fernsehshow Big in America hervorgegangen ist.
USA for Africa
USA f. A. war 1985 ein Band-Projekt, um Geld für die Welthungerhilfe in Afrika zu sammeln. Das von Michael Jackson u. Lionel Richie geschriebene Lied “We are the World” wurde rd. 7 Mio. Mal verkauft.
US Airways
US Airways (ehem. USAir) ist eine US-amerikan. Fluggesellschaft. Die Airline, welche zu den größten Fluggesellschaften der Welt zählt, wurde 2005 von America West übernommen.
Usbekistan
U. (amtl. Republik Usbekistan) ist ein Staat in Zentralasien. Nachbarländer sind Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan u. Turkmenistan. U. hat eine Fläche von 447.400 km2 u. 26.485.000 Ew. (2006). Circa 88 % der Bevölkerung sind sunnitische Muslime, ca. 9 % russich-orthodox. Hauptstadt ist Taschkent (ca. 2 Mio. Ew.). Knapp 80 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche in U. dienen dem Anbau von Baumwolle. Das Land ist mit Bodenschätzen reich gesegnet. Neben dem Baumwollexport entstehen große Deviseneinnahmen durch den Export von Gold, Erdgas u. Kupfer.
USB-Massenspeicher
U. (engl. usb mass storage device) sind Geräte, die über den Universal Serial Bus (USB) kommunizieren u. einen eingebauten Datenspeicher besitzen. Die häufigste Verwendung finden sie in Form von USB-Speicher-Sticks (USB-Sticks). Sie haben durch ihre höhere Speicherkapazität u. Zugriffsgeschwindigkeit sowie die einfachere Handhabung andere Massenspeicher mit ähnl. Anwendungsprofil wie die Diskette, die CD-RW oder das Iomega Zip verdrängt. Speichersystem ist meist ein Flash-Speicher. Zu den USB-Massenspeichern gehören neben USB-Sticks ebenso alle anderen Massenspeicher, die über USB an einen Computer angeschlossen werden, wie etwa externe Festplatten oder Digitalkameras.
Usedom
U. (poln. Uznam, wendisch: Uznjöm/Uznjom) ist eine Insel in der Ostsee vor dem Stettiner Haff, welche zum größeren Teil zum dt. Bundesland Mecklenburg-Vorpommern gehört. Der östl. Teil der Insel ist poln. Staatsgebiet. Weiter östlich schließt sich die Insel Wollin an. U. verfügt über eine Fläche von 445 km2 (dt. Anteil 373 km2, poln. Anteil 72 km2) u. hat 76.500 (davon Deutsche 31.500, Polen 45.000). Die Insel besitzt eine große Bedeutung für den Fremdenverkehr beider Länder.
Usenet
Das U. (juːznt, urspr. Unix User Network - engl. “Netzwerk für die Benutzer von Unix”) ist ein weltweites, elektron. Netzwerk, das Diskussionsforen (sogenannte "Newsgroups") aller Art bereitstellt u. an dem grundsätzlich jeder teilnehmen kann.
User Datagram Protocol
Das U. D. P. (Abk. UDP) ist ein minimales, verbindungsloses Netzprotokoll, das zur Transportschicht der Internetprotokollfamilie gehört. Aufgabe von UDP ist es, Daten, die über das Internet übertragen werden, der richtigen Anwendung zukommen zu lassen.
USS Enterprise (CVN-65)
Die USS E. (CVN-65) (bis 1975 CVAN-65) ist ein aktiver Flugzeugträger der United States Navy. Das 1961 in Dienst gestellte Schiff war der erste Flugzeugträger mit Kernenergieantrieb u. zum damaligen Zeitpunkt das größte Kriegsschiff der Welt. Auch nach Ablösung durch die USS Nimitz 1975 als größtes Kriegsschiff, ist sie mit 342,3 Metern immer noch das längste Kriegsschiff der Welt. Der Träger soll 2015 durch die USS Gerald R. Ford abgelöst werden.
USS George H. W. Bush (CVN-77)
Die USS G. H. W. B. (CVN-77) ist der zehnte u. letzte Flugzeugträger der Nimitz-Klasse der US Navy. Der Name stammt vom 41. US-Präsidenten George H. W. Bush, dessen Amtszeit von 1989 bis 1993 dauerte.
USS Nimitz (CVN-68)
Die USS N. (CVN-68) ist der erste Flugzeugträger der nach ihr benannten Nimitz-Klasse der United States Navy. Als Namenspatron wurde Chester W. Nimitz gewählt, der Oberbefehlshaber der Pazifikflotte im Zweiten Weltkrieg war. Die Kiellegung der USS N. erfolgte am 22. Juni 1968 u. am 3. Mai 1975 wurde das Schiff durch US-Präsident Gerald Ford auf der Marinebasis in Norfolk, Virginia in Dienst gestellt.
Ustascha
U. (kroatisch: Ustaša, Mehrzahl: Ustaše, zu dt. “die Aufständischen”) war eine kroatische faschist. Bewegung, die 1929 von Ante Pavelić gegr. wurde, der kurz zuvor nach Italien ins Exil gegangen war. Sie kämpfte gegen die serb. Hegemonie in Jugoslawien u. herrschte 1941–45 unter A. Pavelić mit dt.-italien. Protektion im selbstständigen Staat Kroatien.
Ustinov, Peter
Sir Peter Alexander Baron von Ustinov, CBE (bekannt als (Sir) Peter Ustinov; * 16. April 1921 in Swiss Cottage, Camden, London; † 28. März 2004 in Genolier, Kanton Waadt, Schweiz) war einer der international einflussreichsten Künstler des 20. u. frühen 21. Jh. Ustinov prägte als Charakterdarsteller die Geschichte Hollywoods u. wurde für seine Nebenrollen in den Filmen “Spartacus” u. “Topkapi” mit dem Oscar ausgezeichnet. Weitere Filme waren u. a. “Tod auf dem Nil” (1978), “In 80 Tagen um die Welt” (1989), “Luther” (2003). Darüberhinaus betätigte er sich als Regisseur, Produzent, Drehbuchautor u. Dramatiker. In humorvollen, satir. Theaterstücken, Erzählungen, Essays u. Romanen blickte er mit scharfer Beobachtungsgabe auf Weltgeschehen u. Gesellschaft. 1968 wurde Ustinov zum Sonderbotschafter des UN-Kinderhilfswerkes UNICEF ernannt.
Utah
U. [ˈjuːtaː] ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Hauptstadt Utahs (Abk. UT) ist Salt Lake City. Die Fläche Utahs beträgt 219.887 km2, 2,5 Mio. Ew. (Stand: Census 1. Juli 2006). Die Nachbarstaaten sind Nevada, Idaho, Wyoming, Colorado, New Mexico u. Arizona.
UTF-8
UTF-8 (Abk. für 8-bit Unicode Transformation Format) ist die am weitesten verbreitete Kodierung für Unicode-Zeichen u. hat eine zentrale Bedeutung als globale Zeichenkodierung im Internet.
Utilitarismus
Der U. (lat. utilitas, Nutzen) ist eine Form der teleolog. Ethik, welche in verschiedenen Varianten auftritt. Neben der Ethik ist er auch in der Sozialphilosophie u. den Wirtschaftswissenschaften von Bedeutung. Grundlage für die ethische Bewertung einer Handlung ist das Nützlichkeitsprinzip, den Kern des U. kann man in der Forderung zusammenfassen: “Handle so, dass das größtmögliche Maß an Glück entsteht!” (Maximum-Happiness-Principle). Der utilitarist. Ansatz wurde vor allem durch Jeremy Bentham (1748–1832) u. John Stuart Mill (1806–1873) systematisch entwickelt u. auf konkrete Fragen angewandt.
UTM-Koordinatensystem
Das UTM-System (von engl. Universal Transverse Mercator) teilt die besiedelten Zonen der Erde in 60 vertikale Streifen von 6 Längengraden bzw. maximal 800 km Breite auf, um diese jeweils einzeln auf einem kartesischen Koordinatensystem abzubilden. Für die Abbildung der Polkappen wird die Universale Polare Stereographische Projektion (UPS) verwendet. Innerhalb eines Zonenstreifens, der von 80° Süd bis 84° Nord reicht, kann auf Grund der geringen Ost-West-Ausdehnung die Erdkrümmung noch vernachlässigt werden, so dass diese Streifen mittels der universalen transversalen Mercator-Projektion (UTM-Abbildung) verebnet konform abgebildet u. mit einem metrischen, kartes. Koordinatensystem überzogen werden können. Die Achsen eines solchen, insofern lokalen UTM-Koordinatensystems werden als Rechtswert (Easting, Ostwert) u. Hochwert (Northing, Nordwert) bezeichnet. Jeder Punkt der Erde kann durch UTM-Koordinaten eindeutig angegeben werden. Genau wie die Gauß-Krüger-Koordinaten sind UTM-Koordinaten eine konforme Abbildung des Erdellipsoids in die Ebene. Beide Koordinatensysteme lassen sich mit den gleichen Abbildungsgleichungen berechnen. Der hauptsächl. Unterschied besteht darin, dass Gauß-Krüger-Koordinaten sich in Deutschland auf das Bessel- oder Krassowskiellipsoid beziehen u. in der Regel 3° breite Streifensysteme verwenden, während UTM-Koordinaten sich auf das WGS84- bzw. das GRS80-Ellipsoid beziehen u. 6° breite Streifensysteme nutzen.
Utopia (Roman)
U. ist der Titel eines in latein. Sprache geschriebenen Romans, den Thomas Morus 1516 verfasst hat u. in dem er eine "ideale" Gesellschaft darstellt. In satir. Weise will er seiner eigenen Zeit den Spiegel vorhalten. Der Buchtitel prägte den Begriff “Utopie”. Die Erstveröffentlichung des Werks erfolgte auf Betreiben des berühmten Humanisten Erasmus von Rotterdam 1516 in Löwen, weitere Drucke folgten 1517 in Paris u. 1518 in Basel. Die erste dt. Übersetzung – unter dem Titel Von der wunderbarlichen Innsul U. genannt, das andere Buch – erschien 1524. Das Buch war so prägend für die spätere Literatur, dass man fortan jeden Roman, in dem eine erfundene, positive Gesellschaft dargestellt wird, als Utopie oder utop. Roman bezeichnete. Bedeutende Utopien nach U. waren A Modern Utopia von H. G. Wells, Ecotopia von Ernest Callenbach u. Dinotopia von James Gurney. Das Genre des utop. Romans wird heute oft als Bereich der Science-Fiction aufgefasst.
Utopie
Eine U. (altgriechisch utopía “der Nicht-Ort”) ist eine Wunschvorstellung (eu topos: griech. "guter Ort"), die sich dadurch auszeichnet, dass sie zwar denkbar u. in vielen Fällen wünschenswert, vor dem jeweiligen historisch-kulturellen Hintergrund jedoch in vielen Fällen (noch) nicht oder nicht mehr realisierbar ist. Sie ist die Beschreibung einer Welt, eines Ortes, an dem derartige Vorstellungen verwirklicht sind. Im Sprachgebrauch wird U. auch als Synonym für einen von der jeweils vorherrschenden Gesellschaft vorwiegend als unausführbar betrachteten Plan, ein Konzept u. eine Vision, benutzt. Ein ähnlicher, in diesem Kontext oft verwendeter Begriff: Wunschtraum.
Utrecht
Die niederländische Gemeinde U. ist die Hauptstadt der Provinz U. 2006 betrug die Einwohnerzahl 283.363 (Agglomeration 660.000). Die zentral gelegene Stadt verfügt mit der Universität Utrecht über eine bedeutende Universität, eine Musikhochschule (Conservatorium) u. eine Fachhochschule (Hogeschool). Die Stadt ist Sitz sowohl eines römisch-katholischen als auch eines altkatholischen Erzbischofs.
Uzi
Die U. ist neben der MP5 wohl die weltweit bekannteste Maschinenpistole. Sie wird seit über 50 Jahren vom staatlichen israel. Rüstungskonzern Israel Military Industries (IMI) hergestellt u. in alle Welt verkauft.
V
V bzw. v (gesprochen: [fau]) ist der 22. Buchstabe des lateinischen Alphabets u. ein Konsonant. Der Buchstabe V hat eine durchschnittliche Häufigkeit von 0,67%. Er ist damit der 22.-häufigste Buchstabe in deutschen Texten.
V3
Die V3 (Hochdruckpumpe, Tausendfüßler, fleißiges Lieschen oder Englandkanone) war 1942 ein dt. Projekt für den Bau einer Superkanone. Das V steht für Vergeltungswaffe. Die sog. Wunderwaffe bestand aus mehreren an dem Geschützrohr angeflanschten Pulverkammern, deren Ladungen nacheinander gezündet wurden u. dadurch das Geschoss zusätzlich beschleunigten. Die ersten Schussversuche wurden im Januar 1944 mit einem 130 m langen Versuchsgerät durchgeführt. In Lampaden bei Trier stand die einzige tatsächlich eingesetzte V3.
Vaart, Rafael Ferdinand van der
Rafael Ferdinand van der Vaart (* 11. Februar 1983 in Heemskerk, Nordholland, Niederlande) ist ein niederländ. Fußballspieler.
Vaart, Sylvie Françoise van der
Sylvie Françoise van der Vaart geb. Meis (* 13. April 1978 in Breda, Niederlande) ist eine niederländ. Moderatorin, Schauspielerin u. Fotomodell u. die Ehefrau von Rafael van der Vaart.
Vadhana, Galyani
Galyani Vadhana (* 6. Mai 1923 in London; † 2. Januar 2008 in Bangkok, Thailand) war ein Mitglied der thailänd. Königsfamilie u. die einzige Schwester von König Bhumibol Adulyadej (Rama IX.).
Vaduz
V. (Betonung auf der 2. Silbe: [faˈdutz] oder [faˈduːts]) ist die Hptst. u. die Residenz des Landesfürsten von Liechtenstein. Es ist Sitz des Erzbistums V. u. ein internationaler Finanzplatz (Sitz vieler Briefkastenfirmen). – 5.070 Ew.
Vagina
Die V. (mittellatein. vāgīna für Scheide, griech. κόλπος (kólpos) “Mutterschoß”) ist ein weibl. Geschlechtsorgan, welches beim Geschlechtsverkehr den Penis u. das von ihm ausgestoßene Sperma mit den darin enthaltenen Spermien aufnimmt. Die V. dient bei Primaten, zu denen auch der Mensch gezählt wird, auch als Abfluss für die Menstruationsblutungen. Bei der Geburt wird die V. zum Geburtskanal für das Neugeborene.
Vagina Dentata
V. D. ist lateinisch für “bezahnte Vagina”. Der Mythos der V. D. wurde in der westl. Welt hauptsächlich durch Sigmund Freud bekannt gemacht. Nach seiner Meinung passte der Mythos gut mit seinen Theorien der Kastrationsangst zusammen. Freud gab dem Phänomen diesen Namen. Angeregt wurde er dazu durch zahlreiche Legenden über Frauen mit bezahnten oder anderweitig mit Waffen besetzten Vaginen, die sie angeblich in die Lage versetzten, ihre Sexualpartner zu ermorden oder zu kastrieren. Dieses Motiv findet sich in verschiedenen asiat. Mythen (insbes. in Südostasien) wieder, wo verschiedene Formen von Penisangst (z. B. Koro) beheimatet sind.
Vaginale Pilzinfektion
Als V. P. bezeichnet man eine Infektion der Scheide mit Hefen. Umgangssprachlich wird sie einfach als Scheidenpilz bezeichnet u. fast immer vom Hefepilz Candida albicans oder engen Verwandten des Genus Candida verursacht.
Vaginalring
Der V. oder auch Verhütungsring ist ein Verhütungsmittel, welches mit Hormonen einen Eisprung verhindert. Es handelt sich um einen Ring aus medizin. Kunststoff, der in die Vagina eingeführt u. nach drei Wochen wieder entfernt wird. Darauf folgen sieben Tage ohne Ring, in denen eine menstruationsähnl. Blutung einsetzt. Der V. ist mit einem Pearl-Index von 0,4 bis 0,64 fast so sicher wie die Pille. Er ist in Deutschland rezeptpflichtig.
Vaginalverkehr
Unter V. (von lateinisch vagina Scheide) oder auch Verkehr versteht man das Einführen des erigierten männl. Penis in die Scheide der Frau. Der V. mit Samenerguss des Mannes ist die Voraussetzung für eine natürliche Zeugung von Nachkommen.
Vai, Steve
Steven Siro Vai (* 6. Juni 1960 auf Long Island, New York) ist ein US-amerikan. Gitarrist, Komponist u. Produzent.
Vakanz
Die V. (lat. vacans – leer, unbesetzt) bezeichnet ein Amt oder eine Arbeitsstelle, die momentan nicht besetzt ist u. zur Neubesetzung ausgeschrieben ist.
Vakuole
Vakuolen sind Zellorganellen. Sie sind ähnlich wie Vesikel gebaut, umfassen aber sehr viel größere von einer Membran umschlossene Räume. Aufgrund ihrer Größe sind sie auch im Lichtmikroskop erkennbar.
Vakuum
Das Wort V. (von lat. vacuus “leer”, “frei”) wird in verschiedenen Bedeutungen gebraucht: * Umgangssprachlich: V. ist ein materiefreier Raum. * Technik u. klassische Physik: V. bezeichnet den Zustand eines Fluids in einem Volumen bei einem Druck, der deutlich geringer ist als der Atmosphärendruck bei Normalbedingungen. * Quantenphysik: In der Quantenfeldtheorie wird der Zustand niedrigster Energie als Vakuumzustand bezeichnet.
Vakuumpumpe
Vakuumpumpen dienen dem Zweck, technisch ein Vakuum zu erzeugen. Dabei unterscheidet man die Vakuumpumpen nach dem von ihnen erzeugten Vakuum u. nach ihrer Technik. Technisch gesehen sind Vakuumpumpen eigentlich keine Pumpen, sondern Verdichter.
Valencia
V. (spanisch [baˈlenθja]; valencianisch/katalan. València [vaˈlensia]) ist eine Großstadt im östl. Teil Spaniens. Die Hptst. der autonomen Region V. u. der gleichnamigen Provinz liegt rd. 320 km südöstlich der Landeshauptstadt Madrid an der Mündung des Turia ins Mittelmeer u. ist mit ca. 850.000 Ew. die drittgrößte Stadt des Landes.
Valencia, Saskia
Saskia Valencia, geb. Gehrke (* 21. Juli 1964 in Rostock), ist eine dt. Schauspielerin u. Fernsehmoderatorin, die vor allem in der Rolle der Journalistin Saskia Rother in der RTL-Soap Gute Zeiten – Schlechte Zeiten (1993 bis 1996) bekannt wurde.
Valente, Caterina
Caterina Valente (* 14. Januar 1931 in Paris) ist eine Sängerin, Tänzerin, Gitarristin u. Schauspielerin. Sie ist gebürtige Italienerin u. entstammt einer angesehenen Artistenfamilie.
Valentin, Barbara
Barbara Valentin (* 15. Dezember 1940 in Wien; † 22. Februar 2002 in München; eigentl. Ursula “Uschi” Ledersteger) war eine österr. Schauspielerin.
Valentin, Karl
Karl Valentin ['faləntin] (* 4. Juni 1882 in München; † 9. Februar 1948 in Planegg bei München; eigentl. Valentin Ludwig Fey) war ein bayer. Komiker, Kabarettist, Autor u. Filmproduzent. Er hat mit seinem dialekt. Humor zahlreiche nachfolgende Künstler beeinflusst, darunter Bertolt Brecht u. Loriot.
Valentinstag
Der V. (am 14. Februar des Jahres) gilt in einigen Ländern als Tag der Liebenden (in Brasilien wird der V. allerdings am 12. Juni gefeiert). Der religiöse Ursprung des Feiertages besteht darin, dass am 14. Februar in manchen Kirchen die Ankunft Jesu als himmlischer Bräutigam zur Himmlischen Hochzeit (Darstellung des Herrn) gefeiert wurde. An Popularität gewann der Tag durch den Handel mit Blumen, bes. jedoch durch die umfangreiche Werbung der Floristen.
Validation (Medizin)
Die V. ist eine Methode aus der Sozialarbeit, mit alten, an einer Demenz erkrankten Menschen zu kommunizieren. Die V. geht davon aus, dass diese Menschen danach streben, die unerledigten Aufgaben ihres Lebens noch aufzuarbeiten. Die Anwender der V. machen es sich zur Aufgabe, die Menschen dabei zu unterstützen.
Validität
Mit V. (von lat. validus: kräftig, wirksam; engl. “validity”, Gültigkeit) wird in erster Linie das argumentative Gewicht einer (vornehmlich wissenschaftlichen) Feststellung, Aussage, Untersuchung, Theorie oder Prämisse bezeichnet. Die V. hängt davon ab, inwieweit erhobene Daten tatsächlich die Fragen beschreiben, die erforscht werden sollen.
Valletta
V. (maltesisch: il-Belt Valetta) ist die Hptst. der Republik Malta. Sie ist die flächenmäßig kleinste Hptst. eines EU-Landes. Aufgrund ihres kulturellen Reichtums wurde V. im Jahre 1980 als Gesamtmonument in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen. Die Stadt gilt als eine der bestgesicherten der Welt, denn sie wird von einem Ring aus Bastionen umgeben. Zur Zeit der Ritterherrschaft auf der Insel war jeweils eine sogenannte Zunge des Malteserordens für deren Verteidigung zuständig.
Valo, Ville Hermanni
Ville Hermanni Valo (* 22. November 1976 in Helsinki) ist finn. Rockmusiker, Sänger u. Songwriter der Band HIM, die 1995 gegr. wurde, sowie Schlagzeuger in der Band “Daniel Lioneye”.
Valproinsäure
V. oder Valproat ist ein Arzneistoff, der vor allem als Antiepileptikum eingesetzt wird.
Value at Risk
Der Begriff Wert im Risiko oder engl. V. a. R. (VaR) bezeichnet ein Risikomaß, das angibt, welchen Wert der Verlust einer bestimmten Risikoposition (z. B. eines Portfolios von Wertpapieren) mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit u. in einem gegebenen Zeithorizont nicht überschreitet. Ein V. a. R. von 10 Mio. EUR bei einer Haltedauer von 1 Tag u. einem Konfidenzniveau von 97,5% bedeutet, dass der mögl. Verlust der betrachteten Risikoposition von einem Tag auf den nächsten mit einer Wahrscheinlichkeit von 97,5% den Betrag von 10 Mio. EUR nicht überschreiten wird.
Vampir
Vampire (auch Vampyre) (vom serbischen vampir) sind im Volksglauben u. der Mythologie Blut saugende Nachtgestalten, meist wiederbelebte menschliche Leichname, die von menschlichem oder tierischem Blut leben u. übernatürliche Kräfte besitzen. Je nach Kultur u. Mythos werden den Vampiren verschiedene Eigenschaften u. magische Kräfte zugeschrieben.
Vampire: The Masquerade
V.: T. M. ist ein Pen-&-Paper-Rollenspiel des Verlags White Wolf, welches von dem Mannheimer Verlag Feder u. Schwert ins Deutsche übersetzt u. vertrieben wurde. Konzipiert wurde das Spiel von Spieleautor Mark Rein Hagen. Vampire: The Masquerade (zu deutsch: Vampire: Die Maskerade) ist in der Gegenwart angesiedelt u. ist Teil der so genannten World of Darkness. Das Buch diente zudem als Grundlage für die Fernsehserie “Clan der Vampire”, die von Aaron Spelling produziert wurde.
Vanakorn Nicholson, Vanessa-Mae
Vanessa Mae (* 27. Oktober 1978 in Singapur; eigentl. Vanessa-Mae Vanakorn Nicholson) ist eine brit. Violinistin.
Van-Allen-Gürtel
Der Van-Allen-Strahlungsgürtel (benannt nach dem Astrophysiker James van Allen) ist ein Torus energiereicher geladener Teilchen, die durch das magnet. Feld der Erde eingefangen werden. Diese Teilchen stammen überwiegend vom Sonnenwind u. der kosm. Strahlung. Der Gürtel besteht im Wesentlichen aus zwei Strahlungszonen: Die innere erstreckt sich in niedrigen geograf. Breiten in einem Bereich von etwa 700 bis 6.000 km über der Erdoberfläche u. besteht hauptsächlich aus hochenerget. Protonen. Die äußere befindet sich in etwa 15.000 bis 25.000 Kilometer Höhe u. enthält vorwiegend Elektronen. Seine Entdeckung ist auf den 31. Januar 1958 datiert.
Vancouver
V. [vænˈkuːvə] ist eine Stadt im SW von British Columbia an der Westküste Kanadas. Sie ist nach dem engl. Kapitän George V. benannt u. liegt zwischen der Straße von Georgia u. den Coast Mountains, rd. 45 Kilometer nordwestlich der Grenze zu den USA. Die Stadt gehört zum Greater V. Regional District, der mit 2,18 Millionen Ew. (2006) die größte Metropolregion im W Kanadas u. die drittgrößte des Landes ist. Die Bevölkerungszahl der eigentl. Stadt V. beträgt 587.891 (2006).
Vandalen
Die V. oder auch Wandalen, Vandili, Vanduli, Vandali waren ein ostgerman. Stamm, ursprünglich im nördl. Jütland beheimatet. Im 4. Jh. saßen sie in Ungarn an der Theiß als westl. Nachbarn der Westgoten. Anfang des 5. Jh. wanderten sie westwärts u. plünderten gemeinsam mit Alanen u. Sueben drei Jahre lang Gallien, bevor sie 409 mit ihren Bundesgenossen in Spanien einfielen. Vor den Römern, Westgoten u. Sueben weichend, setzten die V. 429 mit insgesamt 80.000 Menschen unter ihrem König Geiserich von Spanien nach Afrika über u. gründeten ein rasch aufstrebendes Reich um Karthago (439 erobert), das 442 von Rom anerkannt wurde. Die vandal. Flotte schlug die röm., beherrschte das Mittelmeer u. plünderte die Küstengebiete. Unter Geiserichs Nachfolgern ging die Macht der V. zurück; sie wurden vom oström. Feldherrn Belisar 533 besiegt. Ihr letzter König Gelimer ergab sich im Frühjahr 534.
Van Damme, Jean-Claude
Jean-Claude Van Damme (eigentl. Jean-Claude Camille François van Varenberg; * 18. Oktober 1960 in Berchem-Sainte-Agathe/Sint-Agatha-Berchem bei Brüssel) ist ein belg. Schauspieler. Er ist vor allem durch Actionfilme mit Kampfsporthandlungen (Martial-Arts-Filme) bekannt geworden.
Van-der-Waals-Kräfte
Als V. (Van-der-Waals-Wechselwirkungen), benannt nach dem niederländischen Physiker Johannes Diderik van der Waals (1837–1923), bezeichnet man die relativ schwachen nicht-kovalenten Wechselwirkungen zwischen Atomen oder Molekülen, deren Wechselwirkungsenergie mit etwa der sechsten Potenz des Abstandes abfällt.
Vanessa
V. ist ein weibl. Vorname.
Van Halen
V. H. ist eine Hard-Rock-Band aus den USA, benannt nach ihrem Gitarristen Edward V. H. (häufig Eddie van Halen genannt) u. dessen Schlagzeug spielendem Bruder Alex V. H.
Van Helsing (Film)
In V. H., einem US-amerikan. Mystery-Horrorfilm aus dem Jahr 2004, spielt die gleichn. Figur erstmals die Hauptrolle.
Vanilla (Sex)
V., nach dem engl. Wort für Vanille-Eis, bezeichnet in der BDSM-Szene jede Art von Sexualität (hetero- oder homosexuell), die nicht in den Bereich von BDSM fällt.
Vanilla Sky
V. S. ist ein US-amerikan. Filmdrama von Cameron Crowe aus dem Jahre 2001 mit Tom Cruise, Penélope Cruz u. Cameron Diaz in den Hauptrollen. Es ist ein Remake von Alejandro Amenábars Film Abre los ojos von 1997.
Vanille (Gewürz)
Die V. ([vaˈniljə]/[vaˈnilə] bzw. schweiz. [ˈvanil]) ist ein Gewürz, welches aus den fermentierten Kapseln verschiedener Arten der Gattung Vanilla gewonnen wird. Der Name wurde über das französische vanille vom spanischen vainilla (“kleine Hülse oder Schote”, zu lat. vagina) entlehnt. V. in Stangenform ist nach Safran das zweitteuerste Gewürz.
Vanitas
V. (lat. “leerer Schein, Nichtigkeit, Eitelkeit”) ist ursprünglich die christliche bzw. jüdische Vorstellung von der Vergänglichkeit alles Irdischen, die im Buch Kohelet im AT ausgesprochen wird (Koh. 1, 2): “Es ist alles eitel.” Diese Übersetzung Martin Luthers verwendet “eitel” im ursprüngl. Sinne von “nichtig”. Die V. ist ein häufiges Thema in der Malerei mit Skeletten, Totenköpfen u. anderen Symbolen des Todes.
Vanuatu
V. ist ein souveräner Inselstaat im Südpazifik. Der aus 83 Inseln bzw. Inselgruppen bestehende Archipel wurde bis 1980 Neue Hebriden genannt. Die Wirtschaft besteht überwiegend aus Landwirtschaft, Fischerei u. Tourismus (etwa 60.000 Besucher im Jahr 2005). Es existieren keine nennenswerten Bodenschätze. Eine Studie der brit. New Economics Foundation (NEF) bewertet das Glück der Ew. Vanuatus im weltweiten Vergleich am höchsten. Untersucht wurden Zufriedenheit, Lebenserwartung u. der Umgang mit der Umwelt.
Vaporware
V. ist Software oder ein techn. Gerät, deren Erscheinungsdatum weit in der Zukunft liegt oder deren angekündigte Erscheinung ausblieb. Der Begriff vapor kommt aus dem Lateinischen u. bedeutet “Dampf”. Deutsche Umschreibungen sind “nichts als heiße Luft” oder “viel Lärm um nichts”. V. wird oft unterstellt, nur als “das Produkt” am Markt positioniert zu werden, um an Finanzierungsgelder heranzukommen. Ein weiterer Grund für die frühe Ankündigung von Produkten, deren Planung sich unter Umständen noch in einem unausgegorenen Zustand befindet, liegt darin, eigene oder potenzielle Kunden vom Kauf womöglich schon existierender Konkurrenzprodukte abzuhalten.
Varell, Isabel
Isabel Varell (Künstlername; * 31. Juli 1961 in Kempen) ist eine dt. Sängerin, Schauspielerin u. Fernsehmoderatorin.
Variable Kosten
Die variablen Kosten, auch als beschäftigungsabhängige Kosten bezeichnet, sind in der betriebswirtschaftl. Kostenrechnung derjenige Teil der Gesamtkosten, welcher sich bei einer Änderung der betrachteten Bezugsgröße (meist Beschäftigung) ebenfalls ändert.
Varianzanalyse
Als V. bezeichnet man eine große Gruppe datenanalytischer u. mustererkennender statist. Verfahren, die zahlreiche unterschiedl. Anwendungen zulassen. Ihnen gemeinsam ist, dass sie Varianzen u. Prüfgrößen berechnen, um Aufschlüsse über die hinter den Daten steckenden Gesetzmäßigkeiten zu erlangen. Die Varianz einer oder mehrerer Zielvariable(n) wird dabei durch den Einfluss einer oder mehrerer Einflussvariablen (Faktoren) erklärt.
Varikozele
Eine V. (lat. varix - Krampfader; griech. kele - Bruch) ist eine Krampfadernbildung im Bereich des von den Hodenvenen gebildeten Plexus pampiniformis, einem Venengeflecht im Samenstrang. In einem hohen Prozentsatz tritt die V. linksseitig auf. Die Ursache dafür dürfte vor allem die ungünstige Einstrombahn der linken Vena testicularis (Hodenvene) in die linke Vena renalis (Nierenvene) sein. Durch den Rückstau des Blutes im Scrotum (Hodensack) entsteht eine Überhitzung am Testis (Hoden), was zur Infertilität führen kann. In vielen Fällen bedarf die V. keiner Therapie.
Varistor
Ein V. ist ein elektron. Bauteil. Es handelt sich dabei um einen spannungsabhängigen Widerstand. Oberhalb einer bestimmten Schwellspannung, die typisch für den jeweiligen V. ist, wird der Widerstand abrupt kleiner. Die Kennlinie ist dabei symmetrisch zur Spannung, die Polarität spielt also keine Rolle. V. ist ein aus den engl. Begriffen "variable resistor" zusammengesetztes Kofferwort.
Varusschlacht
In der V. (auch: Schlacht im Teutoburger Wald oder Hermannsschlacht, von römischen Schriftstellern als clades Variana, “Varusniederlage”, bezeichnet) im Herbst des Jahres 9 n. Chr. erlitten drei römische Legionen samt Hilfstruppen u. Tross unter Publius Quinctilius Varus eine vernichtende Niederlage gegen ein german. Heer unter Führung des Arminius (“Hermann”), eines Fürsten der Cherusker. Die Schlacht, in der ein Achtel des römischen Gesamtheeres vernichtet wurde, leitete das Ende der römischen Bemühungen ein, die rechtsrhein. Gebiete Germaniens bis zur Elbe zu einem Teil des Römischen Reiches zu machen. Neueste Erkenntnisse führen zu der Annahme, ein Teil der Schlacht habe in der Fundregion Kalkriese am Wiehengebirge im Osnabrücker Land stattgefunden.
Vasa (Schiff)
Die V. (oder Wasa) ist ein schwed. Kriegsschiff, das am 10. August 1628 auf seiner Jungfernfahrt sank. Nach seiner Auffindung 1956 u. Bergung 1961 ist es heute restauriert im V.-Museum in Stockholm zu besichtigen. Der Name des Schiffes stammt vom Symbol der schwed. Königsdynastie V. ab, einer Ährengarbe (schwedisch: vasa).
Vasall
Ein V. (keltisch gwas, lateinisch vassus: Knecht) war im frühen MA (6. - 7. Jh.) ein Herr, der sich freiwillig als Gefolgsmann in den Dienst eines anderen Herrn stellte u. sich diesem für bestimmte militärische oder diplomatische Dienstleistungen verpflichtete.
Vasektomie
Die V. (eigtl. Vasoresektion) bezeichnet die Sterilisation des Mannes. Bei diesem Eingriff werden die Samenleiter durchtrennt. Die Funktion der Hoden (Hormonproduktion) bleibt, im Gegensatz zur Kastration, erhalten. Sich dort bildende Samenzellen werden vom Körper resorbiert. Auch die Fähigkeit zur Erektion u. Ejakulation bleiben erhalten. Das Ejakulat enthält aber keine Samenzellen, eine weitere Vaterschaft ist damit beinahe gänzlich ausgeschlossen. Die V. gilt als die derzeit sicherste, effektivste u. vergleichsweise einfache Methode zur Fertilitätskontrolle. Die Operation ist recht unkompliziert u. wird meist ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt.
Vaseline
V. (auch Petrolatum) ist ein salbenartiges Gemisch aus festen u. flüssigen Kohlenwasserstoffen mit einem Schmelzpunkt von 35 bis 60° C. Es wird z. B. aus Rückständen bei der Erdöldestillation gewonnen u. besteht aus festem Paraffin, emulgiert in flüssigen Kohlenwasserstoffen. Wachse (Bienenwachs), emulgiert in Ölen (Salatöl), ergeben ebenfalls eine vaselineartige Creme.
Vaskulitis
Unter einer V. versteht man eine Erkrankung, bei der es durch autoimmunolog. Prozesse zu Entzündungen von Arterien, Arteriolen, Kapillaren, Venolen u. Venen kommt, wodurch das versorgte Organ ebenfalls geschädigt wird. Am häufigsten ist eine Allergie vom Typ 3 für die V. verantwortlich.
Väterchen Frost
V. F. (russ. Дед Мороз/Ded Moros, auch Deduschka Moros) ist eine russ. Sagen- u. Märchenfigur.
Vaterländischer Krieg
Als V. K. (russisch Отечественная война) wurde der Krieg zwischen Frankreich unter Napoléon u. Russland im Jahre 1812 von Seiten der Russen bezeichnet. Er gilt als Teil des sechsten Koalitionskrieges. Die Bez. V. K. wurde von der sowjet. Geschichtsschreibung im Großen Vaterländischen Krieg für den Krieg gegen Deutschland 1941 bis 1945 aufgegriffen. Von Napoleon wurde der Krieg 1812 auch als “Zweiter Polnischer Krieg” bezeichnet
Vatertag
Die Bedeutung des Vatertags u. das genaue Datum sind im deutschsprachigen Raum regional verschieden. Als offizieller Feiertag hat er seine Wurzeln in den USA. Dort wird der V. als ein Ehrentag für Väter ähnlich wie der Muttertag gefeiert. Präsident Calvin Coolidge gab 1924 eine Empfehlung für die Einführung eines bes. Feiertages an die Einzelstaaten der USA heraus. Präsident Richard Nixon erhob ihn 1974 in den Rang eines offiziellen Feiertages für den jeweils dritten Sonntag im Juni.
Vaterunser
Das V. ist das bekannteste Gebet des Christentums u. das einzige, das Jesus Christus selbst nach dem NT seine Jünger zu beten gelehrt hat. Es wird von Christen fast aller Kirchen u. Konfessionen sowohl im Gottesdienst wie auch privat gebetet.
Väth, Sven
Sven Väth (* 26. Oktober 1964 in Obertshausen, Hessen) ist ein dt. DJ, Labelbetreiber, Musiker u. Clubbesitzer. Vor allem innerhalb der dt. Techno-Szene gilt er als großer Pionier u. Wegbereiter.
Vatikanstadt
Der Staat V. (amtl. Langform in Deutschland u. der Schweiz) oder Staat der V. (amtl. Langform in Österreich) ist der kleinste allg. anerkannte Staat der Welt. Er ist eine Enklave innerhalb des Stadtgebiets von Rom, hat eine Fläche von 0,44 km² u. 932 Ew. (davon 552 Staatsbürger). Zur V. gehören unter anderem der Petersdom, der Petersplatz, die Sixtinische Kapelle sowie die Paläste u. Gärten innerhalb der vatikan. Mauern. Der Staat der V. ist eine absolute Monarchie, deren Oberhaupt der Papst ist, der wiederum von den Kardinälen auf Lebenszeit gewählt wird. Der Hl. Stuhl als nichtstaatliches, eigenständiges, vom Staat der V. zu unterscheidendes Völkerrechtssubjekt vertritt den Staat auf internationaler Ebene.
Vaughan, Stevie Ray
Stevie Ray Vaughan (* 3. Oktober 1954 in Dallas, Texas; † 27. August 1990 in Chicago, Illinois) war ein amerikan. Blues-Musiker.
Vaughn, Vince
Vincent Anthony Vaughn (* 28. März 1970 in Minneapolis, Minnesota) ist ein US-amerikan. Schauspieler.
Vauxhall (Automobilhersteller)
V. ist ein brit. Automobilhersteller. Die Firma wurde 1857 in London als Maschinenfabrik gegr. u. gehört seit 1925 zu General Motors.
Vaya Con Dios
V. C. D. ist eine belg. Band (gegr. 1986) um die Sängerin u. Musikerin Dani Klein. Der Name Vaya Con Dios ist spanisch u. bedeutet “Geh mit Gott”. Internationalen Erfolg hatte die Gruppe u. a. mit den Liedern “Just a Friend of Mine” (in Frankreich) u. “What's a Woman?” (ein Nummer-Eins-Hit in den Niederlanden 1990).
Vecellio, Tiziano
Tizian (Tiziano Vecellio; *um 1477 oder um 1490, wahrscheinlicher jedoch zwischen 1488 u. 1490 in Pieve di Cadore bei Belluno; † 27. August 1576 in Venedig) war der bedeutendste Maler der venezian. Hochrenaissance, die vor allem durch ihr ausgeprägtes Kolorit gekennzeichnet ist.
Veda
Als V. (Sanskrit, wörtl.: “Wissen”) werden im Hinduismus die hl. Schriften bezeichnet. Den Kern des V. bilden die Texte der Shruti, das sind von Rishis (Weisen) “gehörte” Texte, also Offenbarungen. Da es sich um hl. Texte handelt, deren exakte Rezitation wichtig war, wurden sie mit großer Genauigkeit mündlich überliefert. Das Wissen durfte nur an auserwählte Schüler weitergegeben werden. Erst um das 5. nachchristl. Jahrhundert wurden sie niedergeschrieben. Noch heute gibt es Brahmanen, die die Veden auswendig können. Die Bedeutung des V. ist auch heute noch sehr groß. Es gibt vier Veden: Rigveda, Samaveda, den weißen u. den schwarzen Yajurveda u. den Atharvaveda.
Vedder, Eddie
Eddie Vedder (* 23. Dezember 1964 in Evanston, Illinois als Edward Louis Seversen III) ist der Sänger, Songschreiber, Gitarrist u. Frontmann der Band Pearl Jam.
Veganismus
V. ist eine vorwiegend ethisch begründete Einstellung u. Lebensweise, welche die Nutztierhaltung u. den Konsum tier. Produkte völlig ablehnt. Der V. beinhaltet eine bes. weit reichende vegetar. Ernährungsweise: Der Konsum von Fleisch, Milch, Eiern, Gelatine u. anderen tier. Lebensmitteln wird vermieden. Einige wenige Veganer konsumieren Honig, was andere Veganer vermeiden. Weiter gefasst achten Veganer bei Kleidung (Leder, Wolle) u. anderen Gegenständen des Alltags auf Tierproduktefreiheit sowie Tierversuchsfreiheit (Waschmittel, Putzmittel, Kleinbildfilme, Kleber, Farben etc.).
Vegetarismus
Als V. wird eine Ernährungsweise des Menschen bezeichnet, bei der der Verzehr von Fleisch u. Fisch bewusst vermieden wird. Der V. schließt Nahrungsmittel, die von Tieren produziert werden (beispielsweise Eier, Milchprodukte oder Honig), nicht grundsätzlich aus.
Vegetation
Die V. ist die Gesamtheit der Pflanzenformationen, die in einem Gebiet wachsen. Die V. wird geprägt durch Klima, Boden, Relief, Gestein, Wasserhaushalt u. durch die Einflüsse von Feuer, von Tieren u. Menschen. Die durch das Großklima beeinflussten Vegetationsformationen sind auf der Erde zonal in Vegetationszonen angeordnet (hauptsächlich entspr. den Klimazonen).
Vegetationszone
Eine V. ist ein Gebiet, das sich durch eine eigenständige Vegetation, also durch charakterist. Pflanzenformationen, auszeichnet. Hauptsächliche Einflussfaktoren sind die Temperatur u. der Niederschlag (dabei sind nicht nur die jährl. Durchschnittswerte, sondern auch die Schwankungen bedeutsam), der Boden sowie die Höhe über dem Meer.
Vegetatives Nervensystem
Das vegetative Nervensystem (VNS) oder autonome Nervensystem (ANS) bildet zusammen mit dem somat. Nervensystem das periphere Nervensystem von Wirbeltieren. Die “Autonomie” bezieht sich auf den Umstand, dass über das VNS biologisch festliegende, automatisch ablaufende innerkörperl. Anpassungs- u. Regulationsvorgänge vermittelt werden, die deswegen vom Menschen willentlich nicht direkt, also allenfalls indirekt beeinflusst werden können.
Veilchen
V. (Viola) sind eine Gattung der Familie der Veilchengewächse (Violaceae), zu der so beliebte Arten zählen wie die Stiefmütterchen, die Hornveilchen u. die Duftveilchen. Die Gattung umfasst 500 Arten, die in den meisten gemäßigten Zonen der Erde wachsen. Die artenreichsten Zentren liegen in Nordamerika, den Anden u. Japan. Man findet sie jedoch auch in Australien.
Vektor
Ein V. ist allg. betrachtet ein Element eines Vektorraums, das heißt ein Objekt, das mit anderen Vektoren addiert u. mit Zahlen, die als Skalare bezeichnet werden, multipliziert werden kann. I. e. S., insbes. in der analytischen Geometrie, ist ein V. ein geordnetes Zahlenpaar oder -tripel, als einzeilige oder einspaltige Matrix geschrieben u. meist durch einen übergesetzten Pfeil gekennzeichnet.
Vektorgrafik
Eine V. ist ein Computerbild, das aus graf. Primitiven wie Linien, Kreisen u. Polygonen zusammengesetzt ist.
Vektorraum
Ein V. (auch linearer Raum) ist eine algebra. Struktur, die in fast allen Zweigen der Mathematik verwendet wird. Eingehend betrachtet werden Vektorräume in der linearen Algebra.