Ablauf (Apophygis) der Theil einer Säule , der als Viertelskreisbogen ein unteres Glied mit einem oberen verbindet.
Anlauf , in der Baukunst das Verbindungsglied zweier gerader Theile, wenn deren Unteres weiter hervortritt als das Obere.
Anlaufen des Stahls und Eisens , denselben eine purpurne, blaue oder gelbe Farbe geben, damit sie schöner aussehen und weniger leicht rosten. Das gehärtete und polirte Metall erhält, je nachdem die Hitze gesteigert wird, die gelbe, karmoisinrothe und dunkelblaue Farbe . ...
Aufboyen , im Seewesen einen dem Untersinken nahen Gegenstand durch einen leichter schwimmenden, z.B. Tonnen , auf der Oberfläche erhalten.
Aufduven , im Seewesen von dem Winde abfallen und fest vor dem Winde hinsegeln.
Aufbrechen , in der Jägersprache das Herausnehmen der Eingeweide (Gescheide) aus dem erlegten Stück Wild ; die herausgenommenen Eingeweideheißen Aufbruch.
Aufbringen , ein feindliches Schiff wegnehmen und in einem sichern Hafen bergen. Im Hüttenwesen die Quantität der Beschickung, welche im Schmelzofen in einer Schicht durchgeschmolzen wird.
Aufbrassen , die Segel so stellen, daß sie den Wind theils von vornen, theils von der Seite erhalten, also bei ungünstigem Winde ins Werk gesetzt.
Aufbereitung , im Bergbau die mehr oder weniger vollständige Trennung des Erzes von beigemengten fremdartigen Bestandtheilen theils auf mechanischem Wege durch Beihülfe des Wassers oder ohne dasselbe (nasse und trockene A.), oder wenn die Beimischung eine chemische ist, so ist auch die A. ...
Gallen, auf den , Aeckern, sind sandige od. moorige u. nasse Stellen in ... ... -G.; diese werden durch Drainage , jene durch Wegführen des Sandes und Aufbringen guten Bodens entfernt. G., an Pflanzen die knorrigen Anschwellungen, das ...
Auf drei Leiber , Lehensformel, mit der Bedeutung, daß das Lehen nur bis auf den Urenkel übergeht und dann dem Lehensherrn anheimfällt.
Auf den Raub bauen , im Bergwesen, nicht fest bauen; auf der Zeche verliegen, mit Schaden bauen.
Auf den Hals reiten , im Seewesen: von einem Schiffe im Sturm vor Anker liegen.
Asservation , Aufbewahrung; Asservat, das Aufbewahrte; asserviren, aufbewahren.
... Pressen etc. vorhanden sind. Zu den Aufbewahrungsorten werden die Materialkammer, der Wasserkeller und die Kräuterkammer gerechnet. Die ... ... ist dasjenige Lokale, wo Arzneimittel, meistens nur in kleinen Mengen aufgestellt sind und nach den Vorschriften der Aerzte oder im sogenannten Handverkauf abgegeben werden. Die erste ...
Adelaide , Hauptst. der gleichnam. engl. Colonie ... ... Ehren der Gemahlin Wilhelms IV. so genannt, 1817 gegründet, in raschem Aufblühen begriffen, soll 25000 E. zählen. Bergbau auf Blei und Kupfer ; ein Theil der Bevölkerung ist in die ...
... links die Sane, die Zihl und Dünern auf, rechts die gr. Emme , die Reuß und Limath, fließt ... ... Kantone Bern , Solothurn und Aargau und mündet nach 60stündig. Laufe bei Koblenz , Waldshut gegenüber in den Rhein , dessen Gewässer ...
Ars , türk., die Aufzeichnung der Vorrechte eines Bestallten, die in seinem Berat (Anstellungsdiplom), aufʼs Speciellste aufgeführt sein müssen. A. Agalar , Angestellte, durch die alle Bittschriften ...
Ate , myth., bei Homer Tochter des Zeus und Anstifterin alles Unheils, weßhalb er sie vom Olymp auf die Erde schleuderte; bei den Tragikern erscheint sie als Rächerin der Schuld , wie Nemesis .
Anis ist der Samen einer einjährigen Doldenpflanze, Pimpinella Anisum W ., welche in Aegypten wild wächst, und in Spanien und auf Malta (auch bei Erfurt und Langensalza ) im Großen gebaut ...
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Als Hoffmanns Verleger Reimer ihn 1818 zu einem dritten Erzählzyklus - nach den Fantasie- und den Nachtstücken - animiert, entscheidet sich der Autor, die Sammlung in eine Rahmenhandlung zu kleiden, die seiner Lebenswelt entlehnt ist. In den Jahren von 1814 bis 1818 traf sich E.T.A. Hoffmann regelmäßig mit literarischen Freunden, zu denen u.a. Fouqué und Chamisso gehörten, zu sogenannten Seraphinen-Abenden. Daraus entwickelt er die Serapionsbrüder, die sich gegenseitig als vermeintliche Autoren ihre Erzählungen vortragen und dabei dem serapiontischen Prinzip folgen, jede Form von Nachahmungspoetik und jeden sogenannten Realismus zu unterlassen, sondern allein das im Inneren des Künstlers geschaute Bild durch die Kunst der Poesie der Außenwelt zu zeigen. Der Zyklus enthält unter anderen diese Erzählungen: Rat Krespel, Die Fermate, Der Dichter und der Komponist, Ein Fragment aus dem Leben dreier Freunde, Der Artushof, Die Bergwerke zu Falun, Nußknacker und Mausekönig, Der Kampf der Sänger, Die Automate, Doge und Dogaresse, Meister Martin der Küfner und seine Gesellen, Das fremde Kind, Der unheimliche Gast, Das Fräulein von Scuderi, Spieler-Glück, Der Baron von B., Signor Formica
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