Mode , die herrschende Art sich zu kleiden, zu wohnen, das Hausgeräth einzurichten u.s.w., ist nach den Bedürfnissen und Sitten eines Volks verschieden und wechselt um so häufiger, je lebhafter der Verkehr mit andern Völkern wird, die Industrie sich hebt ...
à la mode , frz., nach der neusten Mode .
Boeuf à la mode (frz. Böf a la Mod), ein Stück Rindfleisch, knochenfrei, gespickt, gewürzt u. in einer Sauce geschmort.
Dandy (Dändi), engl., ein Mann à la mode , mit Geck, Stutzer, Modenarr etc. nicht hinlänglich übersetzt.
Argent (frz. Arschang) Silber , Geld . a. à la mode , parfümirtes oder unächt vergoldetes S.; a. battu (ü), S. blech; a. blanc , S.geld; a. coloré , farbiges S.; a. ...
Modern , der Mode gemäß; in der Kunst der Gegensatz zum Antiken und Mittelalterlichen; m. isiren , nach dem herrschenden Geschmacke einrichten.
Branle (frz. Brangʼl), franz. Tanz. unter Ludwig XIV. Mode , der Menuet ähnlich.
Perücke , aus dem Franz ., künstliche Haarbedeckung des Kopfes , ... ... gebraucht, in Europa seit Ludwig XIII. bis zur Revolution allgemeine Mode , hatte ihren Gipfel in der lächerlichen Allongeperücke .
Fashion (engl. Fahschʼn), Mode , höhere Sitte ; fashionable (fahschʼ-näbbl), modisch, in den höheren Gesellschaften als Sitte geltend.
Carrousel (frz. Carussel), hießen die im frühesten Mittelalter üblichen ... ... . Später wurden sie durch die Turnire verdrängt, nach deren Aufhören sie aber wieder Mode wurden. Jetzt nur noch an Höfen bei großen Festen, gewöhnlich mit Ausführung ...
Fontanges (Fongtangsch), Marie, Herzogin von, geb. 1661, des jungen Ludwigs XIV. Geliebte, st. 1681 im Wochenbette. Von ihr hieß ein weibl. Kopfputz, aus ... ... Schleifen , Spitzen etc. gebildet, Fontange; seit der Revolution außer Mode .
Allemande , Tanz, der aus Süddeutschland unter Ludwig XIV. nach Paris kam, ein sogenannter Ländler , war eine Zeitlang in Paris Mode .
Balantine , aus seinem Silberdrath geflochtene Strickkörbchen mit gewölbtem Deckel, an Kettchen hängend (nicht mehr in der Mode ).
Romanismus , Romanisten , Römlinge, neuere Bezeichnung , womit ... ... u. deren Anhänger bedachte, seitdem Papismus , Papisten u. dgl. aus der Mode gekommen; Romanisten in der Rechtswissenschaft , s. Germanisten .
Haarbeutel , unter Ludwig XIV. Mode , bestand aus einem wattirten Beutel von schwarzem Taffet und sollte ursprünglich den zusammengelegten Zopf oder das Hinterhaar einer Beutelperücke aufnehmen.
Lachaussée (Laschoßeh), Pierre Claude Nivelle de, gest. 1754 zu ... ... Dramatiker, schrieb mehre Lustspiele und das Schauspiel » Le préjugé à la mode «, eine sog. comédie larmoyante (weinerliches Schauspiel ).
Englisiren , das Abstutzen des Schweifes eines Pferdes , wobei die Sehnen , durch welche das Pferd den Schweif an den Leib zieht, mehrfach durchschnitten werden, so daß ein Theil des Schwanzes abgenommen werden kann; kommt wieder aus der Mode .
Altfränkisch , Kleider, Gebräuche u. Sitten , die längst nicht mehr in der Mode sind; wahrscheinlich weil die Frankenherrschaft über Deutschland die erste historische Erinnerung der deutschen Stämme ist.
Caca du Dauphin (frz. Kaka dü Dophäng), Koth des Dauphin , gelbgrüne Farbe , ehemals Mode .
Chirogrammatomantie , die Deutung der Handschrift , um daraus den Charakter , die Neigungen etc. des Schreibers zu erkennen, gegenwärtig wieder Mode .
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