philosophische Terminologie oder Idiographik heißt diejenige Bezeichnungsweise, welche ... ... der Philosophie eigentümlichen Ausdrücke und Formeln (termini technici) umfaßt. Die meisten griechischen Ausdrücke rühren von Aristoteles her, Cicero übertrug viele derselben ins Lateinische, Wolf viele lateinische und griechische ins Deutsche. Jedes System hat aber immer neue hinzugefügt oder die vorhandenen ...
All oder Universum (lat.) ist der Inbegriff aller Dinge . Im Griechischen heißt All: pan ( pan ), daher nennen wir die Auffassung , welche das All-Eine ( hen kai pan ) als Gott setzt, Pantheismus (s. d ...
Chaos (gr. chaos v. chainô gähne) bezeichnete bei den griechischen Dichterphilosophen den Urzustand der Welt , den man sich als rohe, ungestaltete, verworrene, ungeordnete Masse vorstellte (Ovid Met. I, 7: rudis indigestaque moles). Man dachte sich, daß das ...
Pathos (gr. pathos = Leiden ) heißt zunächst allgemein ... ... des Körpers oder der Seele . So nennt man Szenen in der griechischen Tragödie , in denen sich ein solches Leid offenbart und beklagt wird, ...
Psyche (gr. psychê ), Hauch, Lebenskraft , Seele , ... ... heißt die Lebenskraft der einzelnen Person . Parallel dem Begriff der griechischen Psyche geht der Begriff der lateinischen anima, des Lebensprinzips im Menschen ...
Tragödie (gr. tragôdia = Bockslied, benannt nach den ursprünglich in Böcke verkleideten Sängern des Chorlieds in der griechischen Tragödie,) heißt nach der griechischen Begriffsbestimmung das ernste Drama (s. d.), also das Trauer- und ...
Isosthenie (gr. isostheneia = Gleichkräftigkeit) heißt die Gleichheit der ... ... ebensowenig glaubwürdig und unglaubwürdig ist. Das Prinzip der Isosthenie ist der Grundgedanke der griechischen Skeptiker. Vgl. Raoul Richter , Der Skeptizismus in der Philosophie I. ...
Averroismus . Im Zeitalter der Erneuerung der alten Philosophie teilten sich die Anhänger des Aristoteles in zwei Richtungen; die einen schlossen sich an den griechischen Erklärer des Aristoteles, Alexander von Aphrodisias (200 n. Chr.), der denselben ...
Hesychasten (gr. hêsychastai ) hießen im Mittelalter griechisch-katholische Mönche, die durch völlige Ruhe in ihren Zellen im mystischen Schauen und Gebet, das Kinn auf die Brust gelegt und nach dem Herzen starrend (Omphalopsychie), die Vereinigung mit Gott suchten ...
Alexandriner oder jüdisch-griechische Philosophen heißen diejenigen Philosophen, welche in Alexandria vom zweiten Jahrh. v. Chr. ab jüdische Theologie und griechische Philosophie miteinander verknüpften. Zu ihnen gehören Aristobulos um 160 v. Chr ...
Neuplatoniker oder Platoniker der alexandrinischen Schule heißen die Anhänger Platons im 1. und 2. Jahrh. n. Chr., welche die griechische Philosophie mit orientalischen Ideen verschmolzen. Ihr Ansehen erklärt sich aus dem ...
Aristotelismus . Unter Aristotelismus versteht man 1. die Philosophie des ... ... neben Platons (427-347) System das erste und einzige große Lehrgebäude der griechischen Philosophie und umfaßt die Logik , die Metaphysik , die ...
Heautontimorumenos (ipse se poeniens), der Selbstquäler, Selbstpeiniger, ist der Titel eines Stückes von P. Terentius Afer ( 169 v. Chr.), das nur die Nachbildung einer griechischen Komödie des Menandros ist.
... 322), der Abschluß fällt den Stoikern zu. Die Römer haben die griechische Terminologie auf die lateinische Sprache angewandt und, zum Teil mit groben Mißverständnissen, ins Lateinische übersetzt. In der Neuzeit ist die griechisch-römische Terminologie auf alle europäischen Sprachen übertragen worden. Neue Prinzipien ...
Form (lat. forma, gr. eidos ) oder Gestalt ist ... ... Stoff und Form beschäftigte die Philosophie zu allen Zeiten . Die ältesten griechischen Naturphilosophen, die Hylozoisten , trennten Stoff und Form noch nicht, ...
Ruhm ist der höchste Grad der Ehre , die Anerkennung unseres ... ... wo die übrigen werden wie der Gerühmte, fällt sein Ruhm dahin. Wer im Mittelalter Griechisch kannte, ward als Gelehrter gerühmt; heute ist dies kein Ruhm mehr. Daher ...
... Fortentwicklung und Erweiterung des Begriffs innerhalb der griechischen Gedankenwelt und dann weiter in der Philosophie des Mittelalters und der Neuzeit ... ... die Ansicht aus, daß sie stofflich und körperhaft sei. Die älteren griechischen Philosophen haben vielmehr an eine stoffliche Existenzform der Seele geglaubt, und sie ...
Drama (gr. drama ) ist die poetische Darstellung einer ... ... waren von den Satyrn, den heiteren Genossen des Bakchos, das Satyrdrama . Das griechische Drama war aus dem Dionysoskult hervorgegangen, bewahrte im allgemeinen seinen mythischen Schicksalsinhalt, stellte ...
... der Wissenschaft zum Ziel hat. Entstanden ist der Skeptizismus innerhalb der griechischen Philosophie . Zur Theorie erhoben, ist er ihre Selbstauflösung geworden. Anfänge skeptischer Denkweise finden wir schon bei den älteren griechischen Denkern, bei Herakleitos und Parmenides, bei Protagoras und Gorgias und den ...
... eine theologische Form , indem er den griechischen Polytheismus und Anthropomorphismus bekämpfte, die Einheit , Ewigkeit , ... ... Bewegung und andrerseits die Unfähigkeit, zum reinen Idealismus vorzudringen. Innerhalb der griechischen Philosophie hat die Lehre der Eleaten am meisten auf Platon ( ...
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