... wirken scheinen, hat man eine Mehrheit von Kräften vorauszusetzen. Eine Kraft heißt gegeben , sobald man ihre Richtung ... ... Richtung, gleich ihrer Differenz , wenn sie nach entgegengesetzter wirken. Bei mehreren Kräften hat man jene Vereinfachung mehrmals vorzunehmen. Ist die Resultierende aus mehreren Kräften gleich Null, so heben sie ...
... Architektonik des Satzes beruht. Indem die Sprache mehrere Sätze mit gemeinschaftlichen Bestandteilen zusammenzieht, erweitert sie die Form des Satzes; ... ... »den sprachlichen Ausdruck , das Symbol, dafür, daß sich die Verbindung mehrerer Vorstellungen oder Vorstellungsgruppen in der Seele des Sprechenden vollzogen ... ... Verbindung der Vorstellungen eine schon vollzogene ist, vielmehr ist sie eine sich erst vollziehende. Im Satz liegt ...
... und weniger als Weisheit . Denn die Einsicht ist mehr theoretisch, die Weisheit mehr sittlich. Ein kluger Mensch fragt, wenn er nicht zugleich sittlich ... ... Die Lebensweisheit ist auch nicht nur sittlich, sondern mehr eine Form der Klugheit im gesellschaftlichen Verkehr als eine ...
... syllogigtische Schließen aus demjenigen zweier oder mehrerer Urteile . Sage ich mit dem trivialsten Beispiel der Schullogik: ... ... gemeinsamen Begriff haben, ein drittes Urteil ableitet, zusammengesetzt , wenn mehr als drei Begriffe darin vorkommen und mehr als zwei Urteile zur ...
... glauben z.B. fliegen zu können, hören uns beredt sprechen, wissen viel mehr als sonst, versetzen uns in die entferntesten Gegenden, unterhalten uns mit Abgeschiedenen ... ... läßt sie plötzlich eintreten und wieder verschwinden, zerlegt unser Ich in zwei oder mehrere Teile , verschiebt, ja verzerrt unsere Vorstellungen ; er ...
Sorites (gr. sôreitês = Häufelschluß von sôros = ... ... Schluß oder Kettenschluß . Er entsteht durch enthymematische (s. Enthymem ) Abkürzung mehrerer Schlüsse, deren Unter- beziehungsweise Ober- und Schlußsätze fortgelassen werden. Der Sorites hat ...
Molekül (franz. molécule, mlat. molecula = Massenteilchen v. lat. moles = Masse) heißt oder hieß vielmehr von der Entdeckung chemischer Verbindungen ab bis in die letzte Zeit der kleinste Teil , in welchen ein chemisch zusammengesetzter Stoff , ohne seine ...
Willkür (liberum arbitrium) heißt die niedrigste Stufe der Freiheit , ... ... dabei ganz indeterminiert sei, ist nur ein Schein , welcher aus dem Zugleichsein mehrerer Bestimmungsgründe in unserm Innern entspringt. Wer die Freiheit des Willens und ...
Übermut (lat. superbia, gr. hybris ) heißt das vermessene ... ... eines Menschen auf seine eigenen Kräfte . Der Übermütige übernimmt in unüberlegtem Selbstvertrauen mehr, als er vermag, verachtet Feinde und Hindernisse, verschmäht fremden Rat und Beistand ...
Streben heißt jede tierische oder menschliche Tätigkeit, die auf ein Ziel ... ... , dessen Erreichung Hindernisse im Wege stehen. Ein Streben entsteht überall da, wo ein mehr oder minder bewußter Wille in seiner Bahn gehemmt wird. Wir finden das ...
reizend bedeutet einen niederen, mehr physisch als geistig anregend wirkenden Grad der Schönheit. Das Reizende gefällt leichter, schneller, häufiger als das Schöne . Es ist verständlich für die Massen und erweckt Neigung , aber es erhebt und bildet nicht. Schopenhauer (1788-1860 ...
Unglück ist ein für uns schädliches oder unangenehmes Zusammentreffen der Umstände. Je mehr wir seine Möglichkeit voraussehen, desto erträglicher erscheint es uns. Durch die Einsicht in seine Notwendigkeit , in seine Allgemeinheit, und in das Gute, welches es oft mit sich bringt, befähigen ...
Anstand heißt das durch die Sitte oder die Sittlichkeit geregelte Benehmen. Jenes ist der mehr äußerliche, konventionelle, dieses der innere, wahrhafte Anstand. Jener entspringt aus der Gewöhnung und dem Umgange, dieser aus dem Charakter des Menschen .
abstrakt (lat.), abgezogen, heißt ein Begriff , welcher durch ... ... ist, also von dem Individuellen und Zufälligen des Einzelobjekts befreit ist und nur die mehreren konkreten Dingen oder Vorstellungen gemeinsamen, wesentlichen (s. d.) Merkmale ...
Wahnleib nennt man eine aus der Abnormität des Ichbewußtseins hervorgehende ... ... sich seltsame Halluzinationen : Der Mensch wähnt, das Gewicht seines Leibes sei vermehrt oder vermindert, sein Geschlecht und Alter sei verändert, der Leib sei in ...
Reizhöhe heißt bei Wundt (geb. 1832) die obere Grenze, über die hinaus eine Steigerung der Reizstärke die Intensität der Empfindung nicht mehr zunehmen läßt (Grundz. d. physiol. Psychologie I S. 341).
... zu verbinden und nach einem bestimmten Plane umzugestalten . Sie wirkt mehr bewußt oder mehr unbewußt, mehr passiv oder mehr aktiv, ist an die Anschauung von Raum und ... ... determinierende, abstrahierende und kombinierende Phantasie; doch sind diese Unterscheidungen mehr künstliche als natürliche, da sich bei jedem Vorgange ...
unadäquat oder inadäquat (von lat. aequus, gleich), unangemessen, ist ... ... , der sinnlichen Schmerz oder sinnliche Unlust erweckt. Jede Empfindung ist mehr oder weniger betont, d.h. mit dem Bewußtwerden einer Lust oder ...
copulativ (lat. copulativus v. copula = Verbindung ) heißen diejenigen Urteile , welche nur ein Prädikat , aber mehrere Subjekte haben. Beispiel : Sowohl die Germanen als auch die Romanen und Slawen sind Indogermanen. Die negative Form heißt auch remotives ...
abgekürzt (decurtatus) heißt ein logischer Schluß oder Beweis , wenn bei seiner Darstellung ein oder mehrere selbstverständliche Glieder fortgelassen werden. Vgl. Enthymem , Sorites und Kettenschluß .
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