Fuchs

[320] Fuchs, Canis Vulpes, L. [Schreb. Säugth, Tabul. 90.] mit geradem, wolligem Schwanze, welcher wie der übrige Körper fuchsroth, nur an der Spitze weiß ist. Er lebt in den nördlichen Gegenden am häufigsten, in Höhlen mit vielen Kreutzgängen und Oefnungen. Seine Schlauheit ist berühmt; er raubt alles kleinere Vieh, Hüner,[320] Hasen, Lämmer u.s.w. und liebt gutes Obst. Die Füchsin bringt 4 bis 5 Junge im Frühlinge.

Die mit Wein gewachsene, im Ofen gedörrete, und gepülverte Fuchslunge (pulmo Vulpis) wird noch jetzt vom gemeinen Manne als ein kräftiges Mittel in Engbrüstigkeit und Lungensucht nicht ohne Einfalt gebraucht, und das mit andern Thierfetten übereinkommende Fett (axungia Vulpis) ist in ältern Zeiten gegen Zittern der Glieder abergläubisch angewendet worden.


Quelle:
Samuel Hahnemann: Apothekerlexikon. 1. Abt., 2. Teil, Leipzig 1795, S. 320-321.
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