Nabelflechte

[120] Nabelflechte, Lichen omphalodes, L. [Hoffman, lich. 2. tab. 12. f. 2. b.] mit vielspaltigen, glatten, stumpfen, hellgrauen Blättchen mit zerstreuten erhabnen Punkten, ein auf Bäumen und Felsen, so wie auch auf, der freien Luft ausgesetzten Knochen nicht seltnes Moos, dessen haarichten, rothen Blätter man nebst der Steinflechte in den abergläubigen Zeiten unter dem Namen des Menschenschädelmoses (Usnea cranii humani) gegen Blutflüsse und Fallsucht zu verordnen sich nicht gescheuet hat. Auch in die unverletzlich machende Waffensalbe nahm sie der Unsinn auf.


Quelle:
Samuel Hahnemann: Apothekerlexikon. 2. Abt., 1. Teil, Leipzig 1798, S. 120.
Lizenz: