Einige allgemeine Regeln

[14] Es ist eine große Wohltat für jeden Menschen, wenn sein Gesprächspartner deutlich und wohlklingend spricht.


Man soll deutlich sprechen. Das wissen ungefähr alle Menschen; doch nur wenige wissen, was es im einzelnen bedeutet. Es heißt nicht: besonders laut sprechen. Natürlich darf man eine gewisse Lautstärke nicht unterschreiten, besonders wenn man mit älteren Menschen spricht. Wichtiger aber als die Quantität ist die Qualität der Lautung. Hierüber könnten Bücher geschrieben werden; wir möchten uns der Einfachheit halber auf drei Regeln beschränken: Das Wort-Ende nicht verschlucken, das Satz-Ende nicht verschlucken, die Konsonanten deutlich artikulieren.

Man muß bei vielen Menschen beobachten, daß sie zwar den Anfang der Wörter noch deutlich und verständlich aussprechen, daß sie aber die Mitte und ganz besonders das Ende der Wörter mehr oder weniger verschlucken. Der Anfang dieses Satzes klingt bei ihnen etwa so: »Ma muß bei viel Men beobach, daß sie zwa den Anf der Wört deut und verständ aus spre ...« – und so weiter. Das ist nicht nur häßlich, es behindert auch die Verständigung. Wohl werden die deutschen Wörter im Prinzip auf der Stammsilbe betont; es kommt aber vielfach entscheidend auf die Endsilben an. Zwischen »herrliche Frau« und »herrische Frau« besteht ein großer Bedeutungsunterschied, ebenso zwischen »Rechnung« und »Rechnern«. Jedermann muß sich daher bemühen, nicht nur die ersten oder betonten Silben zu pflegen, sondern auch die unbetonten oder Endsilben. Wenn die geringste Gefahr besteht, daß er mißverstanden wird, so muß er sogar etwas übertreiben. Wir werden auf das Problem der Deutlichkeit im Abschnitt »Mit Schwerhörigen« (Seite 126) zurückkommen.

Was von den einzelnen Wörtern gilt, gilt ebenso vom ganzen Satz. Es gibt viele Menschen, die zwar den Anfang mehr oder [14] weniger deutlich aussprechen, das Ende aber vernachlässigen, dies oft in der unbestimmten Meinung, es käme vor allem auf den Anfang an. Nun ist aber auch das Satz-Ende für die Verständigung sehr wichtig. Dies ist vor allem der Fall, wenn man einen Nebensatz spricht, in dem bekanntlich das (bedeutungstragende) Verb – samt einer möglichen Verneinung – an den Schluß kommt. Man denke sich zum Beispiel den folgenden Nebensatz: » ... weil er die für ein solches Unternehmen notwendige Energie nicht aufbringen konnte.« Das Wichtigste steht am Schluß: daß es um das Aufbringen geht, und daß das ganze zudem verneint ist.

Dies ist, nebenbei gesagt, genau der Satztypus, der rasches Übersetzen aus dem Deutschen so schwierig macht und darum die Simultandolmetscher zur Verzweiflung treibt. In der Zielsprache, zum Beispiel im Englischen, stehen in einem solchen Satz sowohl Verb als Verneinung schon ganz am Anfang: » ... because he could not summon the energy necessary for ...«. Da aber das Deutsche diese Elemente erst am Schluß bringt, muß der arme Dolmetscher in seiner Kabine lange darauf warten, ehe er auch nur den Anfang seines englischen Satzes sprechen kann. Der große Humorist Mark Twain sagt in seinem Büchlein über »Die schreckliche deutsche Sprache« sinngemäß: »Es geht zu, wie wenn ein Hund ins Wasser taucht, lange unter Wasser schwimmt, und dann endlich mit einem Knochen auftaucht – so bringt uns die deutsche Sprache endlich das Verb.« Daraus folgt für uns: Der Schluß des Satzes muß mindestens ebenso deutlich sein wie der Anfang.

Wichtig ist weiter, daß die Konsonanten deutlich ausgesprochen werden. Die Vokale klingen im allgemeinen »von selber« und brauchen darum (etwas) weniger Pflege. Die Tücke der Konsonanten besteht darin, daß sie aus sehr hochfrequenten Schwingungen bestehen, die vom Ohr vieler Menschen über vierzig nicht mehr gut wahrgenommen werden. Das führt dann zu Verwechslungen, besonders der Zischlaute: f s, sch, und englisch th. Diese müssen also, wenn nötig, überdeutlich artikuliert werden.

[15] Mit der Aussprache ist es wie mit dem Fechten oder Klavierspielen: derjenige, der dabei ist, ist fast immer überzeugt, daß er es richtig mache. Das kommt beim Sprechen zu einem guten Teil daher, daß wir unsere eigene Sprache anders hören als diejenige der anderen Menschen: nicht durch die Luft, wie bei den anderen, sondern über die Kopfknochen. Dies hat zur Folge, daß wir unsere eigene Sprache auch dann als sonor und deutlich empfinden, wenn sie es gar nicht ist. Auch wissen wir natürlich vorher, was wir selbst sagen, und haben darum keine Verständigungsprobleme. Aus diesen Gründen ist es, wenn wir uns nicht einen Sprachlehrer leisten wollen, notwendig, daß wir uns auch einmal so hören, wie uns andere hören. Dies ermöglicht das Tonbandgerät, ein scharfer und unbarmherziger Spiegel, der fast jeden erschreckt und desillusioniert, der zum erstenmal »hineinschaut«. Es sei jedermann warm ans Herz gelegt, der seine Stimme kennenlernen will.

Während die Deutlichkeit ein eher rationales Moment der Sprache ist, spricht der Wohlklang das Gefühl an. Wir werden in dem Kapitel über »Sprache und Liebe« (Seite 136) die Frage stellen, wie die Sprache die Liebe an- und aufregt. Einstweilen halten wir fest, daß der Wohlklang auf verschiedenen Elementen beruht. Einmal auf den fast undefinierbaren Schwingungen, die man als das Timbre der Stimme bezeichnet. In einem uralten Schlager aus den Dreißigerjahren hieß es:


Ach, Luise,

Kein Mädchen ist wie diese.

Diese Anmut, dieser Charme, dieses Timbre

Macht mich rasend, ob es Mai, ob Dezember.


Wir wollen hier nicht untersuchen, wie korrekt der letzte Reim, auch nicht, wie gut das Gedicht als Ganzes sei. Daß einen aber ein Timbre »rasend machen« kann, dürfte nicht weit von der Wahrheit liegen. Was wir hier hübsch finden, ist die Anreihung [16] der drei Qualitäten, die den Menschen liebenswert machen: Anmut, Charme und Timbre – jedermann weiß, daß es sehr auf sie ankommt, doch von keiner von ihnen kann man genau sagen, woraus sie eigentlich besteht. Auch wir müssen hier auf eine Beschreibung des Unbeschreiblichen verzichten.


Zwei Faktoren des Wohlklangs lassen sich dagegen sehr wohl beschreiben: Tonhöhe und Sprachmelodie (auch Tonfall oder Intonation genannt).

Was die Tonhöhe betrifft, kann man folgende Regel geben: Die Stimme sei nicht zu hoch. Zwar sind die Liebhaber in der Oper meist Tenöre; der erfolgreichste von ihnen, Don Giovanni, ist aber immerhin ein Bariton. Eine tiefe Stimme, wenn sie nicht gerade wie aus dem Kohlensack klingt, wird im allgemeinen angenehmer empfunden als eine hohe. Dies gilt ganz besonders für Männer, die sich darum bemühen sollen, ihre Stimme nicht künstlich in die Höhe zu schrauben.

Auch bei Frauen hat die tiefe Stimme ihren besonderen Reiz – sie signalisiert die reife und geheimnisvolle, an verborgenem Temperament reiche Frau. Die hohe Stimme dagegen verrät das »süße«, noch etwas unerwachsene Mädchen, das uns sozusagen dazu herausfordert, an seiner Frauwerdung mitzuwirken – wir kommen auf die Wirkung der Stimme im Kapitel über »Sprache und Liebe« (Seite 143) zurück. Hieraus ergibt sich, daß eine an Jahren reifere Frau sich Mühe geben soll, nicht zu piepsen.

Die Tonhöhe schwankt übrigens auch von Nation zu Nation: Deutsche reden durchschnittlich merklich tiefer als Russen und Franzosen, Amerikaner deutlich tiefer als Engländer, Zürcher tiefer als Appenzeller, und so fort.


Vielleicht noch wichtiger als die absolute Tonhöhe sind die Schwankungen in der Tonhöhe, die beim Sprechen eines Satzes die Sprachmelodie bilden. Diese, in der Sprachwissenschaft Intonation genannt, ist nicht nur von Mensch zu Mensch sondern auch von Sprache zu Sprache verschieden. Im Deutschen[17] verläuft sie so, daß der Ton auf der ersten betonten Silbe (nach eventuellem Auftakt) am höchsten ist, worauf die »Höhenkurve« bis zur nächsten betonten Silbe steil absinkt, um sich dann bis zur letzten Silbe des Satzes flacher weiter zu senken. Diese Kurve bildet also eine Melodie, obwohl sie sich nicht an unsere üblichen Ganz- und Halbtöne hält. Man kann sie gut erkennen, wenn man einen Satz auf ein Tonband spricht, dieses wiederholt abspielt und dabei versucht, die Melodie auf dem Klavier nachzuspielen und die gefundenen Töne auf Notenpapier niederzuschreiben. Oder man kann versuchen, die Konturen der Melodie festzuhalten, indem man die entsprechenden Silben höher oder tiefer schreibt, etwa so:


grü-

ßen

Wir be- Sie.


Wichtig ist zweierlei. Einerseits soll man nicht zu sehr auf der gleichen Höhe bleiben, das gäbe der Sprache etwas Leierndes; der Abstand zwischen den höchsten und den tiefsten Punkten der Melodie darf ruhig eine Oktave betragen. Anderseits soll der »Fall« von der ersten betonten Silbe zur nachfolgenden – in unserem Beispiel also der Fall von grü- zu ßen nicht zu tief sein. »Stürzt« man sich mit der Stimme unvermittelt in die Tiefe, so fühlt sich der Hörer angeschnauzt, die Stimme klingt unfreundlich. Dies wird besonders von Engländern so empfunden, deren heimische Sprachmelodie nach der ersten betonten Silbe zunächst nur wenig fällt. Für ihn spricht der Deutsche nicht nur allgemein tiefer, er spricht auch mehr »im Befehlston«. Dieser Eindruck ist, wenn immer möglich, zu vermeiden oder wenigstens abzuschwächen.

Alle diese Dinge sind hier stark vereinfacht dargestellt. Wiederum ist es das beste, sich selbst über das Tonbandgerät anzuhören. Eine gute Hilfe ist auch das Xylophon, wenn ein kundiger Lehrer die richtige Tonmelodie darauf vorspielt. Auf diese Weise erlernt Eliza Doolittle, die Heldin des bekannten Musicals[18] »My Fair Lady« (Akt I, Szene 5), den in der »feinen« Gesellschaft üblichen Tonfall1.

Weiter zum Thema Stimmklang. Man darf ruhig den Ort heraushören, aus dem der Sprecher stammt. Es gibt zwar verbreitete Meinungen darüber, wo das »beste Deutsch« gesprochen werde; manche sagen Hannover, manche Westfalen. Bekanntlich existiert keine Instanz, die so etwas mit Sicherheit festlegen oder auch nur behaupten könnte. Man braucht also nicht absolute Hochsprache zu sprechen – auch die Radio- und Fernsehsprecher tun es nicht mehr – sondern kann durchaus die landschaftlichen Züge etwas »durchschimmern« lassen. Man soll sich auch nicht schämen, mitunter regionale Wörter zu gebrauchen: Wenn ein Schweizer sagt, etwas sei »schatzig« gewesen, oder wenn jemand aus Schwaben es »arg schön« findet, so erfreut dies den Hörer viel eher, als daß er sich über die »Regionalismen« ärgert. Nur deutlich soll die Sprache immer bleiben. Wenn also jemand in seiner heimatlichen Sprache Mühe hat, d und t zu unterscheiden, so sollte er üben – sonst kann es ihm gehen wie jener ungarisch-deutschen Hausfrau, die, wegen einer vorzüglichen Creme gelobt, stolz antwortete: »Da ist eben ein Toter drin« – gemeint war ein Dotter, und die Geschichte ist wahr. Wir kennen alle die zahllosen Sachsenwitze, die sich mit solchen und ähnlichen Mißverständnissen beschäftigen.


Es ist unbedingt notwendig, daß man beim Reden von Zeit zu Zeit eine Pause macht. Es gibt leider viele Menschen, die während des Sprechens nur von Zeit zu Zeit mit einem hastigen Schnaufer etwas Luft einziehen – wie Crawler, bloß weniger gekonnt – um sogleich pausenlos weiterzureden. Das ist nicht nur unästhetisch, es ist auch rücksichtslos, denn man muß dem Gesprächspartner von Zeit zu Zeit eine Chance geben, selber ein paar Worte zu sagen.

Und die Pausen müssen am richtigen Ort sitzen. Es ist leider nötig, dies zu sagen, denn viele Menschen reden genau so lang, [19] wie ihnen die Luft reicht; dort halten sie dann an und zerstören unter Umständen den ganzen Sinn. Es gibt eine Shakespeare-Stelle, an der im Publikum stets laut gelacht wird, weil sie zeigt, was herauskommt, wenn man die Pausen am falschen Ort macht. Es ist der Prolog der Hobby-Schauspieler im »Sommernachtstraum« (Akt V, Szene 1). Wir versuchen hier, ihn sinngemäß und so holprig wie er ist zu übersetzen. So wird er vorgetragen:


So wisset denn: Wir spielen Euch zu ärgern.

Ja, keineswegs, daß Ihr zufrieden seid.

Das ist das Ziel. Und ganz zu Eurer Freude

Nicht sind wir hier. Daß es Euch reuen möge,

Die Spieler sind bereit. Nun sollt Ihr sehn,

Ob Ihr die Handlung richtig mögt verstehn.


Und dies ist, was der Sprecher hatte sagen wollen:


So wisset denn: Wir spielen, Euch zu ärgern

Ja keineswegs. Daß Ihr zufrieden seid,

Das ist das Ziel und ganz zu Eurer Freude.

Nicht sind wir hier, daß es Euch reuen möge.

Die Spieler sind bereit; nun sollt Ihr sehn,

Ob Ihr die Handlung richtig mögt verstehn.


Dem Sprecher reichte sein Atem nicht aus, über die erste Zeile hinaus zu sprechen. So machte er dort schon einen Halt; dadurch verschiebt sich alles folgende um eine halbe Zeile, und das Ganze wird aus einer freundlich-einnehmenden Ansprache zu einer trotzig-aggressiven. So viel können falsche Pausen bewirken.


Zur Sprache gehören weiter Mienenspiel und Gesten. Beides kann man prüfen, indem man von sich eine Videoaufnahme machen läßt und diese kritisch ansieht. Zum Mienenspiel läßt sich so viel sagen, daß es weder völlig fehlen, noch übertrieben werden [20] darf. Ein Gesicht soll nicht starr sein. Aber ein erwachsener Mensch, der beim Sprechen ständig Grimassen schneidet, wirkt unästhetisch und wird auch nicht ernst genommen. Natürlich gibt es Ausnahmen, zum Beispiel, wenn man jemand imitieren will – aber wir reden hier vom Normalfall.


Ein Wort noch zu den Gesten. Auch hier gibt es zwischen den Nationen gewaltige Unterschiede. Deutschsprachige Menschen halten etwa die Mitte zwischen dem gestenreichen Italiener und dem fast gestenlosen Engländer. Es sollte also keine völlige Gestenlosigkeit herrschen, andererseits auch kein Gefuchtel. Wenn schon Gesten gemacht werden, dann sollen sie schön sein. Das heißt, daß wir nicht mit hastigen und eckigen Gebärden im Raum herumfahren. »Don't saw the air with your hands – thus!« instruiert Hamlet (Akt III, Szene 2) die Schauspieler, ›zersägt die Luft nicht so mit den Händen!‹, und das gilt für alle Menschen, seien sie nun Schauspieler oder nicht.

Noch wichtiger: Wenn beim Sprechen Gesten gemacht werden, so sollen diese die Worte begleiten, nicht ersetzen. Manche Menschen haben die Gewohnheit, einen Teil der Information auf gestischem Weg zu geben. Sie sagen zum Beispiel: »Es kam ihm ja nur auf das an«, und machen beim das die bekannte Gebärde des Geldzählens: Reiben des Daumens an den anderen Fingern. Dies mag deutlich sein, es charakterisiert aber den Sprecher sogleich als Angehörigen der sozialen Unterschichten. »Hoffnungslos vulgär«, würden viele dazu sagen.

Daß man wortlose Gesten vermeiden soll, gilt vor allem auch für das Zeigen. Wer mir auf die Frage: »Wo kann ich ein Schinkenbrot kaufen?« irgendwo in die große Bahnhofhalle hineinzeigt, hilft mir wenig, viel weniger als der, welcher mir beim Zeigen mit Worten sagt: »Dort hinten, in dem kleinen Kiosk«. Und wenn wir gerade beim Zeigen sind: Der Vulgäre zeigt mit dem Daumen, der »Durchschnittliche« mit dem Finger, der Gebildete mit der Hand.

Noch aus einem letzten Grund ist beim Gebrauch von Gesten Vorsicht geboten: Bestimmte Gesten bedeuten in manchen [21] Gegenden das Gegenteil von dem, was sie bei uns bedeuten. Ein vielzitiertes Beispiel ist das Kopfnicken, das bei uns ganz selbstverständlich als »ja« gedeutet wird, bei den Griechen aber – vor allem aufwärts – »nein« heißt2.


ZU BEACHTEN


Die Stimme sei nicht zu hoch.


Die Sprachmelodie kann gepflegt werden.


Pausen machen, und zwar am richtigen Ort!


Kein groteskes Mienenspiel.


Gesten sollen die Worte begleiten, nicht ersetzen.

Fußnoten

1 Über die Probleme der Sprachmelodie informiert detaillierter E. Leisi: »Das heutige Englisch« (Kapitel 2: Tonstärke und Intonation).


2 Wer sich über das hochinteressante Gebiet der menschlichen Gesten orientieren will, dem sei das Standardwerk von Desmond Morris: »Gestures: Their Origins and Distribution«, London 1979, empfohlen, das auch in deutscher Sprache erschienen ist.


Quelle:
Leisi, Ilse und Ernst: Sprach-Knigge oder Wie und was soll ich reden? Tübingen 21993.
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