Intermezzo. Reise nach Nettuno

[200] Der Karneval war vorüber; der Moccoli-Abend mit seinem bacchischen Lustgebrause hatte den Beschluß gemacht und den lustigen Tagen die Krone aufgesetzt, als wir fünf Verbündeten in der Trattoria beim Abendbrote saßen, wo ich zufällig das Gespräch auf die schönen sagenhaften Geschichten des alten Roms brachte; denn ich hatte eben die ersten Bücher im Livius gelesen. Da kam uns plötzlich der Einfall, ob wir nicht jetzt, ehe uns der Sommer auseinanderbrächte, eine gemeinsame Wanderung an den Küstenstrich des alten Latium unternehmen sollten; eine Reise von drei oder vier Tagen, die ohnedies nur in der kältern Jahreszeit ausführbar sei, weil im Sommer diese Gegend durch die aria cattiva, Mückenschwärme, und zahlloses Ungeziefer jeder Art unzugänglich ist.

Gedacht, getan. Noch denselben Abend wurden einige Lebensmittel eingekauft; ich glaube, es waren ein paar Brote, Salami und ein in Blase gefüllter runder Büffelkäse, Rum und dergleichen. Ein Tornister enthielt die nötigste Wäsche für alle fünf und sollte abwechselnd getragen werden, während die Lebensmittel, deren Last täglich geringer werden mußte, auf jeden verteilt wurden.

So ausgerüstet, zogen wir an einem kalten und windigen Februarmorgen zur Porta San Paolo hinaus, jeder mit einem Päcklein belastet und einem Stab mit Eisenspitze in der Hand. Ich mußte an die sieben Schwaben denken! Besonders komisch erschien mir Freund Oehme; denn ihm, der so heftig gegen den Ankauf des Büffelkäses opponiert hatte, war das Tragen desselben durchs Los zugefallen, und so schritt er mit etwas verdrießlicher Miene einher, während der runde Büffelkäse wie ein tückischer Kobold, an einen Bindfaden gebunden, ihm auf dem Rücken hockte und bei jedem Schritt eine hüpfende Bewegung machte.

Obwohl wir es keineswegs auf Abenteuer abgesehen hatten, mußte uns bald eines entgegentreten, welches dem berühmten Seehafen gewiß würdig zur Seite stand. In der Nähe von Ostia führt die Straße auf einem gemauerten Damm mitten durch einen großen Sumpf, dessen trübes Gewässer und Schlamm mit Weidengestrüpp zum Teil bedeckt[200] war. Hier und da stand oder lag ein Büffel im Gebüsch, scheußliche Bestien, das schwarze, zottige Haar mit getrocknetem und nassem Schlamm überzogen, und aus den rotglühenden, tückischen Augen uns anstierend. Ihre riesige Stärke ist bekannt, ebenso wußten wir, wie es vorkommt, daß sie bei übler Laune oder gereizt, ganz besonders im Frühjahr wie jetzt, die liebenswürdige Manier haben, ihren Feind in schnellem Anlauf niederzurennen und mit ihren dicken Beinen tot zu stampfen, wie dieser Fall einem armen Hirtenjungen in der letzten Woche hier begegnet war. Jetzt sahen wir in einiger Entfernung sechs dieser schwarzen, schmutzigen Gesellen die ganze Breite des Dammweges einnehmen, die Köpfe nach uns gestreckt, wie uns erwartend. Wir blieben einige Augenblicke überlegend stehen, und Maydell, unser Allgäuer, riet, mit vorgehaltenen Stöcken in der Breite des Weges auf sie schnell loszumarschieren. Mit raschem, derbem Schritt, wobei die Brot- und Wurstbündel samt dem Büffelkäse auf den Rücken tanzten, wurde dies Manöver pünktlich ausgeführt. In einer Entfernung von fünfzehn oder zwanzig Schritt sprangen die zwei äußersten Ungetüme in den Sumpf, und im Nu folgten die andern. Der Sieg war unser, und der Mut war infolgedessen im Steigen; deshalb marschierten wir im gleichen Tempo noch ein groß Stück weiter, bis wir den bedenklichen Schauplatz im Rücken hatten.

In Ostia machten wir Mittag, das heißt: wir tranken in der elenden Schenke ein Glas matten, sauern Weines, aßen hartes Brot dazu und schnitten – um damit das Mahl zu würzen – den berüchtigten Büffelkäse an. Es war eine zähe, lederartige Masse von widerwärtigem Geschmack, und so übten wir auch hier die Tugend der Enthaltsamkeit in einem hohen Grade. Nur Maydell, der den kühnen Gedanken gehabt hatte, den Käse zu kaufen, fand ihn »gar nicht übel«.

Nachdem wir nachmittags einiges ins Skizzenbuch gebracht hatten, wanderten wir eine lange Strecke an antiken Mauerresten hin und kamen gegen Sonnenuntergang in die Nähe des Leuchtturms bei Fiumiccino. Es war ein kalter Abend und sehr stürmisch. Das schwarzblaue, bewegte Meer warf seine Wellen donnernd an den Strand; kaum konnten wir uns im heftigen Winde auf den müden Beinen erhalten, und so wandten wir uns zu der größten der Fischerhütten, welche einiger Entfernung vom Leuchtturm den öden[201] Strand bedeckten. Es waren diese Hütten sehr ursprünglicher Art: ein Balkengerüst, von oben bis unten mit einem dicken Mantel von Schilf und dunklem Gestrüpp bedeckt, nur einen Eingang, aber weder Fenster noch Schornstein! Im Innern, wo es rauchig und finster aussah, fanden wir eine Gruppe Marinari und einige Weiber um das Herdfeuer versammelt, über welchem der große Fischkessel hing. Das Nachtlager ward bewilligt und der Raum zur Rechten uns als Wohn- und Schlafstätte angewiesen. Ein Tisch nebst einigen Sesseln fanden sich auch, und ein altes Boot, in welchem Netze und Segeltuch aufbewahrt wurden, und welches unser gemeinsames Lager für die Nacht vorstellte, machte zugleich eine Art Wall oder Scheidewand gegen den übrigen größeren Raum.

Ein paar Fischer brachten eben den Ertrag ihres letzten Fischzuges herein, und wir erhandelten von ihnen einen mächtig großen Cefalo, einen der in Rom beliebtesten Fische, welchen uns die Wirtin bereiten sollte. Dies war nun die erfreulichste Aussicht auf ein ergiebiges Abendessen, dessen wir nach einem so strapaziösen Fasttage gar wohl bedurften und verdient hatten! Es währte lange, ehe die Siederei fertig war, und unser Hunger war groß!

Endlich kam die Schüssel mit fünf ziemlich schmalen Schnitten des großen Fisches, und wir fragten verwundert, ob dies der ganze Fisch sein solle. – »A si, signori, si si si, e tutto lo cefalo!« – Maydell, der Zungenfertigste im Italienischen, bestritt dies bestimmt, und es entstand nun ein Heidenlärm, denn alle mengten sich sogleich leidenschaftlich hinein, und um den Beweis zu liefern, daß hier an einer bestimmten Stelle ein Manko vorliege, wurde von Maydell das corpus delicti in seiner ursprünglichen Form aufs neue hergestellt, und die Stücke in ihrer Ordnung zusammengesetzt. Welch Wunder! Der lange Cefalo war ein kurzes, dickes, rundes Monstrum geworden, ein Kerl, über den man lachen mußte; Kopf und Schwanz; der Leib fehlte; das größte, beste Mittelstück war unsichtbar geworden. –

Der Lärm war verstummt. Alle schauten höchst verwundert drein, zogen die Augenbrauen bis in die halbe Stirn und die Schultern bis zu den Ohren, spreizten Arme und Finger weit auseinander, wie erstarrt vor Schreck über diese wunderbare, undurchdringliche, geheimnisvolle Erscheinung, und man hörte nur ein kurzes »ah – [202] ha – non lo capisco!« Sie sahen aus, wie Spitzbuben aussehen, wenn sie die liebe Einfalt und Unschuld darstellen wollen. – Es war nun einmal so und wurde nicht anders; so verzehrten wir unsern kurz gewordenen Fisch, und der Magen wurde abermals nicht überladen. Es war ja das anno santo, und von Leo XII. die Fastenzeit in ganz besonderer Strenge zu halten geboten worden.

Spät suchten wir die Ruhe in unserm Boote. Das Lager auf den Netzen und den groben, geteerten Segeln, Tüchern und Decken erinnerte etwas an Pönitenz, war also für diese Fastenzeit ganz passend; trotzdem schliefen wir bei dem Donnern des brandenden Meeres und dem Windsgeheul bald ein.

Am anderen Morgen überschritten wir die Isola sacra, die von den beiden Tiberarmen gebildet wird, ehe sich dieselben in das Meer ergießen. Es war bitter kalt und die Wasserstellen mit einer dünnen Eisrinde bedeckt. Hier weideten nun große, zum Teil wilde (ungezähmte) Büffelherden, die uns indes unbehelligt ließen. Als die Sonne höher stieg, wurde es angenehm warm, und wir gingen dicht den Meeresstrand entlang. Es war ein wunderschönes Wandern im Wogengeräusch des schönen, blauen Meeres, angeweht von der frischen Seeluft, der Boden eine gleiche, feuchte Sandfläche, oft überspült von den letzten Ausläufern der Wellen, welche eine Menge bunter Muscheln und Schneckenhäuschen uns unter die Füße rollten. – Längs der ganzen Küste ziehen sich große Waldungen von Korkeichen hin, sehr wild und knorrig verwachsen. Wir trafen später im Walde viel antikes Mauerwerk, Säulenstummel, ja einen großen, gepflasterten Platz. So gelangten wir, als es dunkel wurde, nach Pratica (das alte Lavinium), wo wir in einer elenden Kneipe übernachten mußten.

Unsere Vorräte waren heute ziemlich aufgezehrt worden, da wir außer Paterno weder ein Haus noch Menschen angetroffen hatten, und auch hier gab es, zumal in dieser Fastenzeit, kaum das Notdürftigste: schlechten Wein, Brot und Stockfisch in Öl gebraten, ein schon durch seinen Geruch uns widerwärtiges Gericht. Nur Maydells[203] kriegerisch abgehärteter Magen ließ sich »ohne Furcht und ohne Grauen« den Baccala wacker schmecken. Der einzige Gast außer uns war ein Kerl, auf dessen einäugigem, grundhäßlichem Gesichte der Mörder und Verräter mit groben Zügen gezeichnet war. Da wir ihn mit unserm sauern Weine freigebig traktierten, erschloß er höchst unbefangen und redselig sein Herz gegen uns und erzählte von dem lustigen, bewegten, ruhmvollen Räuberleben, welches er in frühern Tagen als Mitglied einer bekannten Bande geführt hatte. Seine Abenteuer, Einbrüche, Totschläge, blutigen Kämpfe mit den Gendarmen waren ihm höchst ergötzliche Erinnerungen, welche er mit einem grinsenden, grausam kalten Gesichte sehr anschaulich zum besten gab. Als endlich die Regierung den sich freiwillig stellenden Räubern Verzeihung, ja eine kleine lebenslängliche Pension versprochen hatte, machte er davon Gebrauch, verriet die Schlupfwinkel der Genossen den Gendarmen, was ihm eine besondere Belohnung einbrachte, und wurde dann als Gefängniswärter in Pratica angestellt, welches Amt er jetzt bekleidete.

Eine Überraschung stand uns noch bevor, als uns die dicke Wirtin in unser Schlafgemach führte, wo nur ein einziges Bett stand, und uns versicherte, daß wir fünf darin recht gut Platz hätten. Wir fragten erstaunt und lachend, wie das zu machen sei. »O«, sagte sie ganz ruhig und leuchtete in das durchaus nicht blendend weiße Bett hinein, »drei Signori legen sich von oben nach unten und zwei unten hin und mit den Beinen nach oben; dann geht's ganz gut!« An ein Sofa und anderes Bettgerät war hier nicht zu denken; so kamen denn zwei Glückliche in das Bett, und drei weniger Beglückte mußten sich auf den harten Boden legen, den Tornister und einige andere herbeigeschaffte Utensilien unter den Kopf und den eigenen Rock zur Decke. Ich gestehe, daß mir bei so hartem Fasten und noch härterem Nachtlager – denn das Los hatte mich ebenfalls auf den kalten Steinboden verwiesen – die Begeisterung für das alte Latium etwas abhanden gekommen war. Hoff tröstete mit der Geschichte eines alten preußischen Husaren, welche auch weder Bett noch Decke zum Nachtlager gefunden hatte. »Ik weiß mir in solchem Falle janz jut zu helfen, ik lege mir auf den Rücken und decke mir mit dem Bauche zu!«[204]

Am andern Morgen kamen wir nach Ardea. Dies kleine armselige Nest liegt recht malerisch auf einem niedrigen, mit schönem Gebüsch bewachsenen Felsenhügel; eine echt Poussinsche Landschaft. Es wurde ins Skizzenbuch gebracht, und dann nach einer Kaffeeschenke gesucht; aber eine solche war hier ein unbekannter Luxus.

Die Geschichte von der keuschen Lucretia, die sich an diesen Ort anknüpft, hatte ich als Junge für irgendeinen Kalendermann auf Kupfer radiert, und war mir immer gar rührend gewesen. Nun saß ich vor diesem Ardea mit Papier und Bleistift, um es »abzureißen«, wie 500 Jahre v. Chr. Tarquinius mit seiner Kriegsmacht davor lag, um es niederzureißen. Von hier aus ritt Collatinus, vielleicht von dunkeln Ahnungen getrieben, nach Rom zu seiner Frau, der schönen Lucretia, und fand sie als Leiche. Der Sohn des Tarquin hatte sie gewaltsam entehrt, und um diese Schmach nicht zu tragen, hatte sie sich den Tod gegeben.

Als ich in späteren Jahren durch das Engadin kam, erinnerten die beiden Flecken Lavin und Ardez, mit romanischer Bevölkerung, an eine alte Sage, nach welcher ein König Raetus römische Kolonisten vor den Galliern hierher flüchtete i. J. 587 v. Chr., welche in Erinnerung an ihre Heimat Lavinium und Ardea ihren neuen Wohnorten dieselben Namen beilegten. Als der Tag sich neigte, sahen wir wieder das Meer und kamen nach Porto d'Anzo, der alten Hauptstadt der Volsker (Antium), in welcher der aus Rom verbannte Coriolanus zuletzt seinen Tod fand. Uns war es besonders dadurch merkwürdig, daß der Apoll von Belvedere und der Borghesische Fechter hier aufgefunden wurden. Hier fanden wir in einer Locanda leidliches Unterkommen, obwohl die strenge Fastenzeit uns wieder mit Baccala regalierte.

Das nahe Nettuno ließen wir unbesucht. Die eigentümliche, reiche Tracht seiner Frauen, gewöhnlich scharlachrot und reich mit Gold gestickt, kannten wir vom Blumenfeste in Genzano her, wo sie sehr hervortraten. Ein paar Stunden davon liegt ein Turm am Meere (bei Astura), wo Frangipani den armen Conradin, den letzten Hohenstaufen, nach der Schlacht von Tagliacozzo an Karl von Anjou auslieferte – traurigen Andenkens!

Drei Tage hatten wir nun diesen verödeten Landstrich durchzogen.[205]

Die landschaftlichen Schönheiten waren zu gering, um uns für die harten Entbehrungen zu entschädigen, welche die Armut der Bewohner und die gebotene, von uns aber unfreiwillig gehaltene Fastenzeit auferlegten, und so war es natürlich, daß wir uns nach Rom, in unser Daheim, zurücksehnten, wohin wir denn am folgenden Morgen aufbrachen.

Dieser ganze durchwanderte Küstenstrich gleicht einem alten Pergamentblatt aus der Weltchronik; der Text ist verwischt und mit Moder überzogen; aber Worte und Namen aus dem fabelvollen Altertum bis in die glänzende römische Kaiserzeit, von der Zerstörung Trojas, Ascanius, dem Sohne des Äneas, den ersten sagenhaften Königen Roms bis zu Claudius und Nero, die zu Antium geboren, und von der Gründung des ersten christlichen Bistums in Ostia durch die Apostel bis zu den mittelalterlichen mächtigen Päpsten, wieviele in der Geschichte der Menschheit bedeutsame Namen tauchen hier in der Erinnerung auf.

Der Tagesmarsch von Porto d'Anzo bis Rom war ein starker, wurde aber durch einen schneidend scharfen Nordwind, der uns gerade entgegenbrauste und das Vorwärtskommen hemmte, doppelt beschwerlich. Wir durchschnitten eine ganz öde Fläche; nirgends war ein Haus zu sehen, keiner lebenden Seele begegneten wir, und der Wind tobte so heftig, daß wir zuletzt, weit voneinander getrennt, ein jeder sich, so gut er konnte, gegen ihn zu stemmen suchte. So kamen wir ermattet und gewaltigen Hunger spürend um Mittag bis zur Osteria, welche am Fuß des Albanergebirges an der römischen Straße liegt. Hier gab es denn wieder einen trinkbaren Wein und endlich eine große Schüssel mit einem wahren Gebirge von Makkaroni. Wir mußten laut lachen über dieses massenhafte Gericht; aber das Herz im Leibe lachte auch! – Überraschend schnell verkleinerte sich der Berg unter der Arbeit unserer fünf Gabeln, und verschwand endlich ganz und gar bis auf den letzten Makkaronifaden. Nachdem wir noch eine gute Stunde geruht hatten, machten wir uns wieder auf den Weg. Der heftige Wind aber hatte sich inzwischen zum brausenden Sturm gesteigert, und wir mußten uns die Hüte auf dem Kopf festbinden und sie dennoch mit den Händen halten, so gewaltsam raste Herr Boreas. Ein Reiter holte uns bald[206] ein, der sich kaum des Sturmes wegen auf seinem Braunen erhalten konnte; es war Catel, der Landschafter, der uns zurief: wir seien zu Fuß besser daran als er, der zugleich gegen Sturmwind und Kälte zu kämpfen habe, während uns wenigstens wärmer durch das Gehen würde. – So stemmten wir uns denn mit Mühe gegen des Wetters Unbill und kamen ganz vereinzelt vor die Porta San Giovanni, wo wir uns sammelten und zu Worte kommen konnten.

Es war Nacht geworden, ehe wir an unsere Wohnungen gelangten, und ich fühlte mich sehr angegriffen, und Brustschmerzen, die ich schon in den letzten Monaten empfunden, stellten sich in erhöhtem Grade ein.

Quelle:
Richter, Ludwig: Lebenserinnerungen eines deutschen Malers. Berlin [1923], S. 200-207.
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