Sechsundsechzigste Geschichte geschah: Resch Lokisch, der verkauft sich zu den Ludaim, das sind die Völker, die Menschen lebendig essen. Un er hat sich verkauft zu ihnen eh er hat Thauroh gelernt. Denn das selbige Mal war er noch ein Gasion (Räuber). Da hat er ...
66. Unter der in das untergeschoss [führenden] treppe trappelt ein feuchtes kalb. – Die zunge.
66. König Lear Bladud hatte einen Sohn namens Leir; nach seines Vaters Hingang waltete er dieses herrlichen Landes sein Leben lang, welches sechzig Winter währte. Nach den Ratschlägen seiner Weisen baute er eine prächtige Burg und ließ sie nach sich selbst benennen. Kaerleir hieß ...
66. Er bettet weich, aber man schläft [dennoch] hart.
66. Der listige Soldat. Zwei Soldaten standen auf Wache vor Königs Schlosse und im Gespräche wünschte sich der Eine General zu sein, der Andere aber wünschte sich zu der Prinzessin. Das hörte der König am Fenster des Schlosses, ließ also am andern Tage die ...
LXVI. [Rand: Dschami. 778.] Ein anderer Lehrer des Prinzen Mohammed Emin war der berühmte Grammatiker Kaßai . Er ward von Emin und seinem Bruder Mamun so sehr geschätzt, daß sie ihm oft größere Ehre erwiesen, als dem Chalifen.
66 . Die Geister der Erhängten Der große Dichter Su Dung Po liebte es, von Geistern zu erzählen; doch hatte er selber keinen je gesehen. Ein anderer namens Yüan Dschan hat eine Abhandlung geschrieben, daß es keine Geister gebe. Da kam eines ...
LXVI. Es war einmal ein Mann, der hatte einen Ochsen, einen Esel und einen Hahn; mit dem Ochsen pflügte er, und auf dem Esel schaffte er Holz herbei. Einst redete der Hahn den Esel an: »Esel!« »Ja!« »Wenn man dir Fressen vorlegt, ...
LXVI. Das Aschenbrödel. Árn. II S. 450–53. Nach dem Manuskripte vom Pastor Sveinbjörn Guðmundsson, jetzt in Móar auf Kjalarnes. Ein Bauernpaar hatte drei Töchter, Ingibjörg, Sigríður und Helga. Während die beiden älteren Schwestern wie Prinzessinnen gehalten wurden, musste die jüngste ...
66 . Der Erwerb der Nacht Zu Anfang war der Himmel der Erde viel näher als jetzt. Da beschlossen die Vögel, ihn ein Stück höher zu heben. Sie vereinigten sich alle zu dieser Arbeit und luden auch die Fledermaus dazu ein. Diese wollte sich aber ...
66. Urýsmäg und der Einäugige Riese Urýsmäg kam einst von einer seiner Wanderfahrten zurück und fand die Narten in recht trüber Stimmung beieinandersitzend. Kaum, daß sie ihm für seinen Gruß dankten. »Was ist denn mit denen los?« frug Urýsmäg Satanen. »Ach, auf ...
66. Pikkers Dudelsack Im Jahre achtzehnhundertsechsundsechzig gab es einen trockenen Sommer. Warum war er wohl so trocken? Waaske, ein Zauberer, erklärte diesen trockenen Sommer folgendermaßen. An einem warmen Frühlingstage legte sich Pikker 1 in den Sonnenschein schlafen; den Dudelsack legte ...
66. Lyderik und Idonea. Dits die excellente Cronike van Vlaenderen. Antwerpen 1531. Fol. III. Chronyke van Vlaenderen (von N.D. u. F.R. ). Brügge o.J. S. 10. Msc. bibl. tornac. ...
66. Goldbeutel, Tabakspfeife und Wunschsack. Aus Polen. Es war einmal ein Soldat, der hatte seinem Könige treu gedient und sich manche Ehrenzeichen erworben; die schmückten seine Brust gerade so wie die Narben seiner Stirne. Als nun Friede im Lande wurde und er Urlaub ...
66. Iwa der Meisterdieb von Oahu Im alten Hawaii war das Stehlen eine ehrliche Sache. Man pflegte es, doch mußte man auch gewisse natürliche Anlagen dafür mitbringen. Aus den Tagen von Kapitän Cook und der Entdeckung ist solch ein Häuptling bezeugt, der ...
66 Die Geschichte der Odjibwas Lange Jahre bevor der weiße Mann das neue Land betreten hatte, stand am Menominee River ein großes Muskogee-Dorf, in dem ein mächtiger Chief wohnte, der die Oberaufsicht über die Fischerei in jenem Strom führte. Weiter unterhalb hatten sich ...
66. Lemonitza. Aus Syra. – In der vorliegenden Form ist der Raub der Kinder vollkommen unbegründet, anders in dem deutschen Marienkinde bei Grimm Nr. 3, wo es zur Bestrafung der Mutter wegen ihrer Lügenhaftigkeit, und in der grünen Jungfer im Harzmärchenbuch von ...
66. Iuon, der Arme Es war einmal eine arme Witwe, die hatte nichts als einen Sohn, eine Henne und einen Hahn. Der Sohn hieß Iuon, und weil diese Leute so arm waren, hieß man ihn Iuon der Arme. Es kam die Zeit, daß ...
66. Von dem Hahn, der Pabst werden wollte. Es fiel einmal dem Hahn ein, er wolle nach Rom gehen, und sich zum Pabste wählen lassen. Da machte er sich auf den Weg. Auf seiner Reise fand er einen Brief, den nahm er ...
66. Der törichte Hans Eine Frau hatte endlich erlangt, was sie lange vergeblich sich gewünscht: einen Mann; aber das war ein Mann, um den sie keine andere Frau beneiden durfte. In der Wirtschaft im Hause war er zu gar nichts zu gebrauchen, denn ...
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