1499. Ein Bursche, der in dem nunmehr abgeschlissenen Häuschen im Aschacher z'Stubeten gehen wollte, traf zu Geissweg auf einem Hagstoss eine Katze. Mit einem wuchtigen Stockhieb schlug er sie zu Boden. Sie verführte ein fürchterliches »Gräbel«. Der Jüngling setzte seinen Marsch fort, ...
1433. Des Pfarrers Köchin. Fast jeden Abend kam in einem Hause zu Schattdorf, wenn sie den Abendrosenkranz beteten, eine unbekannte Katze ins Haus; ä wiättägä Pattsch! Sie wussten gar nicht, wie sie hereinkam. Regelmässig sprang sie zu einem hübschen Burschen auf das Ofenbänkli ...
119. Der güldene Sporn. Mündlich von einem achtzigjährigen Manne. Jedermann weiß, wie die braven Fläminge den schlimmen Franzosen in der Sporenschlacht den Kopf gewaschen haben. Das war im Jahre 1302 am elften Julius. Auf dem Schlachtfelde fand man aber eine große Menge ...
... ausgebreiteten Armen am Spieß neben zusammengerollten Brüllaffenschwänzen und abgeschnittenen Gliedmaßen von allerlei Tieren. Rund um den Platz herum lagen Köpfe, Felle ... ... dem Lagerplatz: Da waren nur noch die leeren, blutbefleckten Hängematten, und zerbissene Menschenknochen lagen verstreut da, mitten darunter der Kopf des einen Jägers. Als sich ...
... und mehrere andere Insulaner, welche sich gewöhnlich um den geachteten Rechtsgelehrten und den abenteuerlichen Fremden versammelten. Sofort wurde diesen gleich das Delirium des ... ... Menge Springquellen aufstiegen. Indem Manfred die blauen Wasserwallungen betrachtete, welche in lustigen Säulen emporsprudelten, und zum Teil zu Nebel und ... ... mein Sieger! Aber wie mess' ich mich mit diesen elementarischen Mächten? Noch schwindeln mir die überfüllten Sinne von ...
... so denken wir dies edle Werkzeug, auf ausdrückentlich Begehren, hie und da in unserer Freundschaft hinzuleihen, ... ... und ward von ihm auf jenen Tag unserem Schuster in Erkenntlichkeit für seine kostbare Gabe und zum Beweis besonderer ... ... Engl. to brag, ital. brogliare. Die Zusammensetzung mit einem Namen, als sprichwörtliche Anspielung, ist willkürlich. 122 ...
... und Märchenmotive Parallelen in der altgermanischen, und hier vor allem in der altisländischen Literatur besitzt. Von der ... ... Zeit beibehalten, während kein Märchen des internationalen Märchenschatzes vom Brettspiele seiner Helden etwas berichtet. Die Götter spielen in ... ... aus meiner bisherigen Kenntnis der altgermanischen und vor allem der altisländischen Literatur ergaben. Dass sich diese Belege ...
... selbst der Soldan ließen den abendländischen Gartenschöpfer gewähren, ohne durch ihre Dazwischenkunft, oder ihr diktatorisches Gutachten ihm ... ... Regula, es ungleich weiter in der weiblichen Schönheitskunde gebracht haben, als unsere abendländischen, die ihr unzuverlässiges Kennerauge ... ... günstigen bliesen so lustig in die Segel, daß das Schiff pfeilgeschwinde die sanftspielenden Wellen furchte. Als der freundliche ...
... Planetengötter aber und die Herren der achtundzwanzig Mondhäuser und der zwölf Tierkreisbilder und der sonstigen Sterne nannte er vertraulich »du«. So trieb er sich ... ... Herr des Himmels berief darum den Großen Heiligen und sprach zu ihm: »Die Lebenspfirsiche im Pfirsichgarten der Königin-Mutter werden bald reif. ...
... dann, wenn der neugriechische Märchenschatz in annähernder Vollständigkeit vorliegt, ein abschliessendes Urtheil über sein Verhältniss zu den Sagen des ... ... da eine vereinzelte unklare Notiz aus althellenischen Quellen durch Neugriechisches eine hellere Beleuchtung, eine erwünschte Verlebendigung erhalten. ... ... Einfluss gehabt hat. Und so dürfte derselbe voraussichtlich auch durch die Uebersetzung abendländischer Märchen ins Vulgärgriechische, die neuerdings Michael ...
... Am Himmel thürmten sich Regenwolken auf, und drohten die angeschwollenen Wasser zur Alles überscheumenden Fluth zu machen, doch kam am bleifarbigen Horizont ... ... und ihr ganzes Wesen nahm eine Anmuth an, welche man mit Recht unwiderstehlich nennen konnte. Doch blieb es immer bei Allen, ...
... .« Dann befahl er, Schneider und Schuster aus der ganzen Stadt zusammenzurufen, die seinen Dienern stattliche Gewänder fertigen sollten, denn obwohl jeglicher in dem ... ... hergetrieben? Ich habe ihn nicht gerufen, sowenig als diejenigen, welche vor ihm hierhergekommen sind. In unserem Walde wächst noch Holz genug, um seinen törichten ...
... Alpe (Můry a Můraůky), die Mittags- und Abendgespenster (Polednice, Klekanice), und die Irrlichter ... ... an vielen Orten verehrte, aushauen und verbrennen. Auch verbot er streng die abergläubischen Gebräuche, welche die Bauern, bisher noch halbe Heiden, am Pfingstdienstage und Pfingstmittwoch beobachteten, indem sie über den Quellen opfernd Opferthiere schlachteten und den Dämonen ...
... Schicksal verbunden hat, was wahrlich ein Schicksal zu nennen ist, ein unabänderliches, unverschuldetes und recht gutes; denn ihr werdet in ihm einen weisen und ... ... wo sie getanzt hatten, und nahm den Schleier, den Altweibersommer gewebt hatte, zu mir; denn die Frau Mondenschein hatte ihn ...
... den sein Unglück tiefsinnig und träumerisch gemacht hatte, begann seine Angelegenheiten ganz zu vernachlässigen, und er wäre zeitig ein Raub der Habsucht seiner ... ... als dieses. »Unsre Geschichte,« sagte er, »hat bei allen ihren Sonderbarkeiten so viel unverkennbare Zeugnisse der Wahrheit, daß wir nichts zu ...
... weitere Tatsache nötigt uns jedoch zu der Annahme, daß der von den Urgeschlechtern hervorgebrachte mythische Stoff nicht vollständig in die Götter- und Heldensage verarbeitet worden ... ... des Charakters der beiden Völker eine wahrhaft überraschende Übereinstimmung der Lebensanschauungen und der Erzählungsweise sowohl im ganzen wie im einzelnen, ...
749. Das Scheuer- oder Grieselmännchen. A. Eine ... ... bekanntesten Sagen unseres Landes ist die des Scheuermannes, der auch Grieselmännchen, Schappmännchen, Peschermännchen, wilder Jäger genannt wird. Der Volksmund erzählt, die ... ... . Die Gestalt aber warf keinen Schatten, auch hörte man keine Tritte. Stillschweigend gingen sie neben einander bis ...
... , Sarazenenschlachten und biblischen Geschichten, Familienbildern und allegorischen Gemälden ausgeziert. Ruprecht war noch nicht schläfrig, und brachte, ... ... mir mein Lehrer eine heidnische Fabel von Epimetheus, der seinem Bruder das Bildnerhandwerk übel nachahmte, paßte hier nur eine der Gestalten, ich würde rathen ... ... Carolus M. lesen ließ; und die Kerze wurde ausgelöscht, wel che den schlaftrunkenen Forscher nicht behülflich seyn wollte, auch ...
... Manche Sagen, die mir nur bruchstückweise erzählt worden, habe ich in einheitliche Fassung gebracht; in der Regel ... ... . Mit manchen aus ihnen wären ganze Sagengruppen, ich darf wohl sagen, jahrtausendalte Überlieferungen versunken, wäre es nicht gelungen, sie in letzter Stunde aufs Papier ... ... der gleichen Strenge über ihn zu Gerichte sitzen, der Wissenschaftler am allerwenigsten. Wie oft ist er, ursprünglich wenigstens, nur ...
... Die beiden Seelen wurden zu zwei wundervollen Rosenstauden 9 ; als diese zusammenwachsen wollten, da ragte das Unkraut dazwischen hervor und trennte sie voneinander. Dies ... ... das Weiterziehen zu erlangen sucht. 5 Man trägt im abergläubischen Orient lebenslang einen › Glückstalisman ‹, bestehend aus ...
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»In der jetzigen Zeit, nicht der Völkerwanderung nach Außen, sondern der Völkerregungen nach Innen, wo Welttheile einander bewegen und ein Land um das andre zum Vaterlande reift, wird auch der Dichter mit fortgezogen und wenigstens das Herz will mit schlagen helfen. Wahrlich! man kann nicht anders, und ich achte keinen Mann, der sich jetzo blos der Kunst zuwendet, ohne die Kunst selbst gegen die Zeit zu kehren.« schreibt Jean Paul in dem der Ausgabe vorangestellten Motto. Eines der rund einhundert Lieder, die Hoffmann von Fallersleben 1843 anonym herausgibt, wird zur deutschen Nationalhymne werden.
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Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Dass das gelungen ist, zeigt Michael Holzingers Auswahl von neun Meistererzählungen aus der sogenannten Biedermeierzeit.
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