λινο-πλήξ , ῆγος , vom Netz getroffen, zunächst vom Fische, der, im Netz eingeschlossen u. gefangen, sich ängstlich hin u. her wirst; übertr. von Menschen, = φρενοπλήξ , VLL., in leidenschaftlicher, wüthender Bewegung, Sp . ...
λινό-δετος , mit leinenen, flächsenen Stricken gebunden; χαλινοί , Ankertaue, Eur. I. T . 1043; Ar. Ran . 763.
λινο-θήρας , ὁ , der Jäger mit den Netzen od. Garnen, in der Ueberschrift des Epigr. Ant. Sid . 105 (VII, 172).
λινο-γενής , ές , aus Flachs entstanden, gemacht, ἐπενδύται , Soph . bei Poll . 7, 45.
λινο-κάρυξ , υκος, ὁ , dor. = -κήρυξ , der Leinenherold, der Leinen zum Verkauf ausruft, Hesych .
λινο-θώρηξ , ηκος , mit leinenem Harnisch, Il . 2, 529. 830; orac . bei Schol. Theocr . 14, 48.
λινο-τόμος , Fäden zerschneidend, bei Hesych . von Taschenspielern, welche Fäden zerschneiden u. sie dann wieder ganz vorzeigen.
λινο-πόροι αὖραι , durch die Segel streichende Winde, Eur. I. T . 411.
λινο-ερκής , ές , in Netzen, Garnen eingeschlossen, Nonn. D . 26, 54.
λινο-εργής , ές, = λινεργής , Opp. Hal . 3, 444.
λινο-χίτων , ωνος , mit leinenem Unterkleide, Hesych .
λινο-ποιός , Leinwand machend, webend, Schol. Ar. Thesm . 942.
λινο-στατέω , Netze zur Jagd aufstellen, mit Netzen jagen, Opp. Cyn . 4, 64; auch pass ., übertr., λινοστατούμενος ὑπὸ Ἀλκιβιάδου , Ath . V, 219 d.
λινό-σαρκος , mit zartem (wie Flachs) Fleisch, zart, weich, τροφαλίδες , Antiphan. Ath . X, 455 f. wo aber ι lang sein müßte, weshalb Mein. λιχνόσαρκοι vermuthet.
λινο-φθόρος , Leinwand vernichtend, λινοφϑόροι δ' ὑφασμάτων λακίδες , die leinenen Kleider zerreißend, Aesch. Ch . 27.
λινο-στασία , ἡ , das Aufstellen des Netzes zum Jagen, das Jagen mit Stellnetzen; Antp. Sid . 62 (IX, 76); Archi . 8 (VI, 179).
λινο-πτέρυξ , υγος , dasselbe, λινοπτερύγων ὅπλα νηῶν , Opp. Cyn . 1, 121. 4, 61.
Buchempfehlung
»In der jetzigen Zeit, nicht der Völkerwanderung nach Außen, sondern der Völkerregungen nach Innen, wo Welttheile einander bewegen und ein Land um das andre zum Vaterlande reift, wird auch der Dichter mit fortgezogen und wenigstens das Herz will mit schlagen helfen. Wahrlich! man kann nicht anders, und ich achte keinen Mann, der sich jetzo blos der Kunst zuwendet, ohne die Kunst selbst gegen die Zeit zu kehren.« schreibt Jean Paul in dem der Ausgabe vorangestellten Motto. Eines der rund einhundert Lieder, die Hoffmann von Fallersleben 1843 anonym herausgibt, wird zur deutschen Nationalhymne werden.
90 Seiten, 5.80 Euro
Buchempfehlung
Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Dass das gelungen ist, zeigt Michael Holzingers Auswahl von neun Meistererzählungen aus der sogenannten Biedermeierzeit.
434 Seiten, 19.80 Euro