ἀ-θέᾱτος , 1) ungesehen, ... ... Phocyl . 94; Plut. Num . 9 u. sonst. – 2) nicht sehend, ϑεάματος ἡδίστου , der den schönsten Anblick nicht gesehen, Xen. Mem ...
τηλ-ωπός , 1) weit od. fern blickend, in die Ferne sehend. – 2) Pass. von weitem, von fern gesehen, weit zu sehen, weit; τὰ νῠν τηλωπὸς οίχνεῖ , Soph . Ai . 561. Auch ...
εὔ-σκοπος , ep. ἐΰσκοπος , 1 ) gut sehend, spähend, Hermes, Il . 24, 24 Od . 1, 38; Hymn .; Artemis, Od . 11, 198; Callim. Dian . 190, wo ...
παν-όψιος , 1) Alles sehend, Nonn. D . 14, 169. – 2) Allen sichtbar, ἔγχος , Il . 21, 397, die hellglänzende Lanze, πᾶσιν ὁρατόν , Andere erklärten, wie von ὀψέ, πάντων τελευταῖον ...
ἐξ-ομματόω , 1) sehend machen, die Augen öffnen; ἀντὶ τυφλοῦ ἐξωμμάτωται Ar. Plut . 635; vgl. Ael. H. A . 17, 20. Dah. von Sachen, aufhellen, deutlich machen, σήματα, πρόσϑεν ...
παν-δερκής , ές , allsehend, Alles sehend, sp. D .; Apollo, Hymn. Apoll . (IX, 525, 17); Maneth . 3, 359; Qu. Sm . 2, 443 u. öfter.
ἀν-όμματος ( ὄμμα ), ohne Augen, Soph. Phil . 845, von einem Schlafenden, nicht sehend.
ὠκυ-σκόπος , schnell, scharf sehend, zielend, treffend, so heißt Apollo in einem Hymn. (IX, 525).
δερκ-ευνής , σκίναξ , sehend, d. i. mit offenen Augen schlafend, Nic. Al . 67.
παν-θέωρος , Alles sehend, Sp .
φιλο-θεάμων , ονος , gern sehend, schaulustig, Freund von Schauspielen; Plat . neben φιλήκοος , Rep . V, 476 b ; τῆς ἀληϑείας 475 e ; καὶ φιλομαϑής Plut. Pericl . 1, ...
θεμί-σκοπος , auf das Recht sehend, gerechte Aufsicht übend, Pind. N . 7, 47.
Buchempfehlung
»Fanni war noch jung und unschuldigen Herzens. Ich glaubte daher, sie würde an Gamiani nur mit Entsetzen und Abscheu zurückdenken. Ich überhäufte sie mit Liebe und Zärtlichkeit und erwies ihr verschwenderisch die süßesten und berauschendsten Liebkosungen. Zuweilen tötete ich sie fast in wollüstigen Entzückungen, in der Hoffnung, sie würde fortan von keiner anderen Leidenschaft mehr wissen wollen, als von jener natürlichen, die die beiden Geschlechter in den Wonnen der Sinne und der Seele vereint. Aber ach! ich täuschte mich. Fannis Phantasie war geweckt worden – und zur Höhe dieser Phantasie vermochten alle unsere Liebesfreuden sich nicht zu erheben. Nichts kam in Fannis Augen den Verzückungen ihrer Freundin gleich. Unsere glorreichsten Liebestaten schienen ihr kalte Liebkosungen im Vergleich mit den wilden Rasereien, die sie in jener verhängnisvollen Nacht kennen gelernt hatte.«
72 Seiten, 4.80 Euro
Buchempfehlung
Zwischen 1765 und 1785 geht ein Ruck durch die deutsche Literatur. Sehr junge Autoren lehnen sich auf gegen den belehrenden Charakter der - die damalige Geisteskultur beherrschenden - Aufklärung. Mit Fantasie und Gemütskraft stürmen und drängen sie gegen die Moralvorstellungen des Feudalsystems, setzen Gefühl vor Verstand und fordern die Selbstständigkeit des Originalgenies. Für den zweiten Band hat Michael Holzinger sechs weitere bewegende Erzählungen des Sturm und Drang ausgewählt.
424 Seiten, 19.80 Euro