ΕὝΧομαι

[1109] ΕὝΧομαι, aor. ηὐξάμην u. εὐξάμην, perf. ἐμοὶ μετρίως ηὖκται Plat. Phaedr. 279 c, wo es pass. Bdtg hat, wie πανήγυρις εὐχϑεῖσα D. C. 48, 32; aktiv. ist plusqpf. ηὔγμην oder εὔγμην Soph. Tr. 607; εὖκτο Theb. bei Schol. Soph. O. C. 1375; die alten Ep. u. Lyr. brauchen kein Augment, bei den Att. schwankt die Lesart gewöhnlich, doch scheint es vorherrschend weggelassen; geloben, bes. den Göttern, für die Erfüllung eines Wunsches etwas feierlich versprechen, nach alter Art die eigentliche Form des Gebets, beten, flehen, ϑεῷ, zu einem Gotte, Hom. häufig, wie die Folgdn; aber αἵ τέ μοι εὐχόμεναι ϑεῖον δύσονται ἀγῶνα, für mich betend, Il. 7, 298; bes. auch μεγάλ' εὔχεσϑαι, laut, inbrünstig beten, Hom. Iliad. 3, 275, Pind., der auch εὔξασϑαι ἔπος ἀπὸ γλώσσας vrbdt, P. 3, 2; Tragg., εὔχου τὰ κρείσσω συμμάχους εἶναι ϑεούς Aesch. Spt. 248, u. oft, μέτριον ἔπος Suppl. 1045; ἄνδρες εὔχονται γονὰς κατηκόους φύσαντες ἐν δόμοις ἔχειν Soph. Ant. 637; εἰς ὅσον ϑεοῖς εὐξώμεϑα Phil. 1066; – Prosa, Thuc. 3, 58; εὐχώμεϑα ταῖς Μούσαις εἰπεῖν ἡμῖν Plat. Rep. VIII, 545 d, u. oft; καὶ ταῦτ' εὔχονται τοῖς ϑεοῖς Din. 1, 65; εὔχετο πρὸς τοὺς ϑεοὺς ἁπλῶς τἀγαϑὰ διδόναι Xen. Mem. 1, 3, 2; εὐχὰς εὔχεσϑαι πρὸς ϑεοὺς ὑπέρ τινος Aesch. 3, 18; πολυκαρπίαν τοῖς ϑεοῖς, von den Göttern reiche Erndte erflehen, Xen. Mem. 3, 14, 3; Cyr. 2, 3, 1; πολλὰ ἀγαϑὰ τοῖς ϑεοῖς ὑπέρ τινος, von den Göttern viel Gutes für Jem. erflehen, Mem. 2, 2, 10; εὔξαντο καὶ ἐπαιάνισαν An. 3, 2, 9; εὔπλοιαν ὑπέρ τινος, für Jem. eine glückliche Schifffahrt, Plut., der auch μηδὲν παρὰ ϑεῶν vrbdt, de prof. virt. sent. p. 267; auch im bösen Sinne, ὄλοιο· καί σοι πολλάκις τόδ' εὐξάμην Soph. Phil. 1007; μεῖζον αὐτοῖς κακὸν εὐξαίμην Lys. 21, 21; δεινὸν εὔχεσϑαι κατά τινος, fluchen, Luc. abdic. 32. – Auffallend Ἄρτεμιν εὐξαμένη Antp. Th. 38 (IX, 268). – Uebh. wünschen, Pind. u. Folgde; Thuc. 2, 48; u. sonst in Prosa, πολλὰ ἀγαϑὰ αὐτοῖς εὔξονται Plat. Phaedr. 233 e, u. öfter; ἅπαντας ἅπασι πάντα τὰγαϑὰ εὔχεσϑαι, Einem alles Gute wünschen, [1109] Dem. 25, 101; τινὶ κακόν Lys. 21, 21; – geloben, mit Zuversicht versprechen, daß man Etwas thun wolle, εὔχομαι ἐξελάαν κύνας Il. 8, 526; ἔρδειν τάδε Aesch. Ag. 907, u. a. D.; in Prosa nur von Gelübden, die den Göttern gethan werden, ϑυσίας Plat. Legg. X, 909 e; Ἀπόλλωνι εὔξαντο ϑεωρίαν ἀπάξειν εἰς Δῆλον Phaed. 58 b; ϑύσειν σωτήρια Xen. An. 3, 2, 9;.ϑεοῖς καϑ' ἑκατόμβης Plut. Mar. 26; κατὰ νικητηρίων Dem. ep. 1 E. – Uebh. = versichern, εὔχετο πάντ' ἀποδοῦναι, er behauptete, Alles bezahlt zu haben, Il. 18, 499; rühmend von sich aussagen, sichrühmen, bei Hom. sehr gew., εὔχομαι εἶναι, πατρὸς ἐξ ἀγαϑοῦ γένος εὔχεται ἔαμεναι υἱός, ἐπεὶ εὔχομαι εἶναι ἄριστος u. ä., gew. nur die bestimmte Aussage, das freudige Bewußtsein ohne den Nebenbegriff des leeren Großprahlens ausdrückend, φησὶ καὶ εὔχεται Il. 14, 366; ἐκ Κρητάων γένος εὔχομαι, ohne inf., ich leite main Geschlecht rühmend von Kreta her, Od. 14, 199; ποίαν γαῖαν εὔχεαι πατρίδ' ἔμμεν Pind. P. 4, 97; δι' ἇς τοι γένος εὔχομεϑ' εἶναι γᾶς ἀπὸ τᾶςδ' ἔνοικοι Aesch. Suppl. 351; οἱ δὲ πλησίοι γύαι τόνδ' ἱππότην Κολωνὸν εὔχονται σφίσιν ἀρχηγὸν εἶναι Soph. O. C. 59; δῃώσειν τὸ Θήβης ἄστυ, er prahlt, er werde zerstören, 1320; Hom. εὔχεαι αὔτως, du prahlst vergeblich, Il. 11, 388. So noch einzeln in Prosa als Nachahmung des homerischen Sprachgebrauches, wie Plat. sagt ὅ γε εὔχομαι εἶναι, ὡς ἔφη Ὅμηρος, Gorg. 449 a; ὁ Μιϑριδάτης εὔχετο ἀπόγονος εἶναι τῶν ἑπτὰ Περσῶν ἑνός Pol. 5, 43, 2; D. Hal. 3, 11 τοὺς αὐτοὺς προγονους εὐχόμεϑα ἑκάτεροι. Für "sich rühmen", "prahlen" ist in Att. Prosa der eigentliche Ausdruck καυχᾶσϑαι; über den doppelten Homerischen Gebrauch von εὔχεσϑαι, = καυχᾶσϑαι und = "beten" vgl. Scholl. Aristonic. Iliad. 10, 461. 21, 183. 501, Lehrs Aristarch. ed. 2 p. 147.

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Wilhelm Pape: Handwörterbuch der griechischen Sprache. Braunschweig 31914, Band 1, S. 1109-1110.
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