Vorrede zur dritten Auflage.

[11] Diese dritte Auflage des Pape'schen Griechisch-Deutschen Wörterbuches erscheint weit später als beabsichtigt und vorausgesehen war. Überhäufung mit Amtsgeschäften, allerlei verwickelte Privatangelegenheiten, z.B. eine schwierige Vormundschaft, die Besorgung von zwei neuen Auflagen des Pape'schen Deutsch-Griechischen Wörterbuchs, die daran sich knüpfende Fehde mit dem Dr Rost, anderweitige wissenschaftliche Arbeiten, nothwendige Reisen, mehrere schwere und langwierige Krankheiten, endlich während der letzten fünf Jahre ein fast ununterbrochenes Kranksein, alle diese Widerwärtigkeiten waren Hindernisse, zum Theil fast unüberwindliche Hindernisse für das Fortschreiten der Arbeit an diesem Griechisch-Deutschen Wörterbuche. Nur große Geduld und ich darf wohl sagen eiserne Beharrlichkeit konnten bis zum Ende durchdringen.

Während dieser langen, schwierigen Zeit traten von vielen verschiedenen Seiten gar manche Anforderungen in Bezug auf die Bearbeitung des Buches an mich heran. Da verlangte der Eine, ich solle die Griechischen Mediciner in der neuen Auflage weit mehr berücksichtigen als in den beiden ersten Auflagen geschehen sei. Der Andere bezeigte ein ähnliches noch dringenderes Verlangen hinsichtlich der Griechischen Erotiker. Ein Dritter wollte den Theophrast genau, aber ganz genau in dies Buch lexicalisch hineingearbeitet wissen. Ein Vierter begehrte aufs Ernstlichste umfassende lexicalische Beachtung der Byzantiner. Einem Fünften gewährte Anstoß und Ärgerniß die Bezeichnung »Spätere«, »Sp.«, ohne Nennung einzelner bestimmter Stellen; es müsse überall ganz genau angeführt werden, die Schriftsteller müßten genannt und die Stellen bezeichnet werden. Ein Sechster meinte, ich solle dem Buche einen »inneren Ausbau« angedeihen lassen; aber wie dieser »innere Ausbau« denn eigentlich beschaffen sein solle, das sagte er nicht. So wurden Wünsche in großer Anzahl laut; meistens wollte der Wünschende, daß derjenige Schriftsteller oder diejenigen Schriftsteller mehr berücksichtigt würden, mit welchen er sich eingehend beschäftigte. Der Wünschende übersah dabei, welche Folgen die Erfüllung seines Wunsches haben würde. Erfüllte man nämlich einen dieser Wünsche, so mußte man alle diese Wünsche erfüllen, da es unthunlich gewesen sein würde, einen oder ein Paar solche Schriftsteller vor den andern so auffallend zu begünstigen. Bei gleichmäßiger Berücksichtigung aller würde aber eine Arbeit sich aufgethürmt haben, welche nur eine ganze Schaar von Gelehrten in einer langen Reihe von Jahren zweckdienlich hätte bewältigen können; und, was die Hauptsache ist, das Buch würde einen solchen Umfang angenommen, der Preis eine solche Höhe erreicht haben, daß Unverkäuflichkeit die nothwendige Folge gewesen wäre.

Ich will hier eine Thatsache anführen, welche wohl nur sehr Wenigen bekannt sein dürfte. Möge diese Thatsache namentlich den Gelehrten eine Warnung sein, welche nach mir dies Buch bearbeiten werden. Ursprünglich hatte Pape demselben einen bedeutend größeren Umfang gegeben; es sollten, glaube ich, vier Quartbände werden. Da lehnte der einsichtige Buchhändler den Verlag ab, weil ein solches Buch unverkäuflich sein würde; stellte jedoch seine Mitwirkung in Aussicht für den Fall, daß der Verfasser sehr bedeutende Kürzungen eintreten lasse, so daß der Umfang wenigstens bis auf die Hälfte zusammenschrumpfe. Auf diesen Vorschlag gieng Pape [11] ein, und so entstand dies Buch. Wollte man nun es wieder bedeutend erweitern, so würde man die Pferde hinter den Wagen spannen und das schlecht machen, was Pape und sein Verleger gut gemacht haben. Dem praktischen Menschen fällt dabei ein gewisser Vers des Hesiodos ein: νήπιοι, οὐδὲ ἴσασιν, ὅσῳ πλέον ἥμισυ παντός.

»Dies Buch«, sagte mir der Verleger in einer unserer Unterredungen, »soll kein thesaurus linguae Graecae sein oder werden, sondern jungen streb samen Leuten, Schülern der oberen Gymnasialclassen, Studirenden, Candidaten ein Handbuch, und ausgebildeten Gelehrten ein Hülfsmittel so für den ersten Anlauf.« Diese Ansicht des Verlegers ist in der That die einzig richtige. Wer sich mit einem Schriftsteller sehr eingehend beschäftigt, der mag sich die auf jeden Fall ihm nöthigen Hülfsmittel verschaffen, besondere Wörterbücher und indices über diesen Schriftsteller, Commentare, Scholien u.s.w.; und diese Forderung scheint um so gerechtfertigter zu sein, je weiter der Schriftsteller von dem Kreise jugendlicher Anfängerstudien entfernt ist.

Den verhältnißmäßig kleinen Raum, welchen ich mir für die Erweiterung des Buches zugestand, habe ich benutzt, um Dinge hineinzubringen, welche nach meinem Dafürhalten anregend auf den jungen Studirenden einwirken können. Eine Anzahl von Artikeln ist sogar recht ausführlich geworden. Es sind das namentlich solche Artikel, über deren Gegenstand Pape offenbar völlig im Unklaren gewesen war, ich selbst aber mir wenigstens noch keine feste, bestimmte Ansicht gebildet hatte. In solchen Fällen konnte ich mich nicht enthalten, die Sache genauer zu untersuchen; das führte dann weiter und weiter, und die Artikel schwollen mir unter den Händen an. Schließlich hätte sich vielleicht Manches wieder kürzen lassen; aber ich konnte mich nicht dazu verstehen, das eben erst Gewonnene und mit vieler Arbeit Zusammengebrachte gleich wieder auszustreichen. Namentlich dort durfte ich das nicht, wo es meines Wissens noch keine klare und genaue Darlegung aus der Feder eines Andern gab.

Von den neueren Homerstudien, wie sie seit nun bald fünfzig Jahren sich entwickelt haben, wußte Pape Nichts, oder so gut wie Nichts. Hier mußte natürlich Vieles von mir neu gearbeitet werden; denn grade diese Dinge liegen der studirenden Jugend am Nächsten und müssen immer Grundlage und Mittelpunct aller Griechischen Studien sein.

Nirgends sonst auf dem Felde der Griechischen Literatur ist jemals ein solcher Umschwung, eine solche Neugestaltung eingetreten, wie in dem Homerischen Gebiete zu unserer Zeit.

Die meisten Umarbeitungen und Erweiterungen sind dem ersten Viertel des Buches geworden, den Buchstaben ΑΒΓΔ. Zum Theil hat dies seinen Grund in dem Umstände, daß diese Gegend des Buches, bei welcher Pape ohne Zweifel seine Arbeit begann, in der That die schwächste war; zum Theil muß ich aber auch den Umstand in Anschlag bringen, daß ich zu der Zeit, wo ich diese Buchstaben bearbeitete, gesunder, kräftiger, frischer war als vorher und nachher. Am meisten Neues enthält wohl der Buchstabe Δ. Wer ein Urtheil sich bilden will über diese neue Auflage, der muß wohl namentlich diesen Buchstaben, und dann die andern drei genannten, Α, Β, Γ, mit der vorigen Auflage genau vergleichen. Beispielsweise nenne ich die Artikel ἀγγελίης, ἀγερωχος, ἄγω, ἁδροτής, αἰϑήρ, ἀκρόπολις, ἀλαλκομενηΐς, ἄλλυδις, ἅλς, ἀλφάνω, ἀλφεσίβοιος, ἄμαϑος, ἀμαιμάκετος, ἀμβροσια, ἀμήχανος, ἀμνίον, ἄμυδις, ἀμύμων, ἀμφιβαίνω, ἄν, ἀνάγω, ἀνάεδνος, ἄνεως, ἄνιπτος, ἀνόπαια, ἄντα, ἄνω advb., ἄξυλος, ἀπαυράω, ἀπινύσσω, ἄπιος, ἄπυρος, ἀργειφόντης, ἀργεστής, ἀρείων, ἀριστερός, ἄριστον, ἀρμονία, αὔτως, ἀφήτωρ, βαϑύκολπος, βαίνω, βάλλω, βαρβαρόφωνος, βασιλεύς, βάσκω, βέλος, βηλός, βία, βίος, βιός, βλεμεαίνω, βοτάνη, βουγάϊος, βουνός, βοῦς, βοώπης, βροτός, βρότος, γαίω, [12] γέγωνα, γέλος, γενεά, γενετή, γενναῖος, γέντο, γνωτός, γράφω, γύαλον, γυῖον, δαί, δαίς, δαΐφρων, δαςπλῆτις, δέ, – δέ Suffixum, δείλατα, δείλετο, δεῖπνον, δέκα, δεξιός, δέπας, δέσποινα, δήν, δηρόν, δειρός, δῖος, δμωή, δοάσσατο, δόρυ, δούλη, δουπέω, δρῦς, δύο, δῶ.

Aber auch die andern Gegenden des Buches habe ich nicht ohne Umarbeitungen und Erweiterungen gelassen, wo sie mir nothwendig zu sein schienen. Beispielsweise greife ich aus dem letzten Viertel des Buches einige Artikel heraus: ρέϑος, σείριος, σκύφος, σπουδή, στέμμα, στερέμνιος, στεφάνη, στέφανος, σῶμα, τάρ, τάχα, τέμενος, τέρσομαι, τίκτω, τίς Fragewort, τύπτω, υἱής, ὕπαιϑα, ὐπέρτερος, ὑποδμώς, ὑφηνίοχος, φημί, φράζω, φύζα, χάρμη, χηραμός, χρή, ψάμαϑος, ὧδε, ὥς, ὠτειλή.

Aus den mittleren Gegenden des Buches will ich beispielsweise auch noch ein Paar Artikel nennen: ἐάφϑη, ἐγχεσίμωρος, ἕδνον, ἐϑέλω, εἰράων, ἐκτοπίζω, ἔναρα, ἐντυπάς, ἐξωκεανίζω, ἐπάρουρος, ἐπητής, ἐπιβουκόλος, ἐπίληϑος, ἐρέχϑεον, ἔῤῥω, εὐνομία, εὐχετάομαι, ἑῶμεν, ζῶμα, ἤ, und ἦ, ἠμί, ἤτοι, ϑυμολέων, ϑύρα, ϑύω, ϑώραξ, ι, ἵ, ἱερός, ἰξοφόρος, ἰοχέαιρα, ἵστημι, κά, κάν, καρ, κελεύϑομαι, κέντο, κνῖσος, κοτέω, μελανέω, μέλλω, μέλπω, νέατος, νήδυμος, νη – Präfixum, νόμος, οὐδός, πανικός, πεῖραρ, πέλαγος, πολύστιχος, πορσαίνω, προαϑετέω, προβάτερος, πρόβατον, προϑέω, προΐξ, πρόκροσσος, πύϊρ.

Was die Nichtigkeit namentlich der Ziffern in den Citaten betrifft, so verlangte Jemand von mir, ich solle jedes einzelne Citat nachschlagen. Das war ein Verlangen, welches bewies, daß der, welcher es äußerte, gar keine Vorstellung von der Masse der Arbeit hatte, welche ein solches Buch erfordert; keine Vorstellung davon, daß der Bearbeiter um eines einzigen unrichtigen Citates willen zuweilen ein Paar Stunden suchen kann. Hätte ich jedes einzelne Citat nachschlagen wollen, so würde ich niemals fertig geworden sein. Ich mußte mich begnügen, diejenigen Citate nachzuschlagen, welche mir verdächtig vorkamen. Eine Prüfung aller Citate muß unter eine Reihe künftiger Auflagen vertheilt werden, so daß in jeder Auflage etwa eine Classe von Schriftstellern berücksichtigt wird.

Keineswegs aber habe ich Alles geändert oder ausgestrichen, was mir verdächtig oder gar entschieden unrichtig zu sein schien. Ich will hier ein warnendes Stücklein von Jemandem erzählen, welcher eine neue Auflage eines geschichtlichen Werkes über einen Krieg des 18. Jahrhunderts besorgte. Dieses Buch sagte irgendwo in dem Bericht über eine Belagerung, seit der Belagerung von Alexia habe man dergleichen nicht gesehn. »Alexia, – Alexia«, sprach der Herausgeber bei sich, »hm, das ist ja offenbar verkehrt; das – das muß Alexandria heißen.« Sprachs und schrieb und ließ den Verfasser sagen, seit der Belagerung von Alexandria habe man dergleichen nicht gesehn. Vor solchen Alexia-Besserungen habe ich mich möglichst zu hüten gesucht und habe lieber Etwas stehn lassen, was mir unrichtig zu sein schien, als durch Ausstreichen die Spur des vom Verfasser Beabsichtigten verwischt. Freilich sieht an solchen Stellen Niemand, daß ich stundenlang überall gesucht habe, um die Sache ins Reine zu bringen, so daß es einem Jeden frei steht, mich lüderlicher Arbeit zu zeihen.

Manche Ungenauigkeiten sind auf folgenden zwei Wegen in dies Buch hineingeschlüpft:

Erstens ist Pape offenbar beim Abkürzen seines ursprünglichen Werkes manchmal zu sehr in die Hitze des Ausstreichens gerathen, welche ihn übersehn ließ, daß er z.B. von dem einen Citat die Worte, von dem andern danebenstehenden den Titel der Schrift und die Ziffern beibehielt. Dergleichen habe ich mehrmals gefunden.

[13] Zweitens hat Pape die Bogen seines Werkes in der Correctur nicht selbst gelesen. Freilich war das ein gewaltiges Stück Arbeit; denn ein Druckbogen dieses Buches enthielt und enthält wenigstens so Viel wie zwei Bogen gewöhnliches Druckes; die in runder Summe etwa 2800 Seiten der zweiten Auflage enthielten also wenigstens so Viel wie 5600 Seiten gewöhnliches Druckes.

Wenn ich durch diese Bemerkungen Pape zu tadeln scheine, so will ich doch gleich hinzufügen, daß ich bei dem Durcharbeiten des Buches wieder und immer wieder erkannte, Pape habe weit mehr Griechisch verstanden als gar mancher der sich über ihn ohne Zweifel hoch erhaben Dünkenden. Beim Nachschlagen und Vergleichen von Büchern Anderer habe ich mir eine kleine Sammlung lehrreicher und erstaunlicher Beispiele von Unkenntniß und Unwissenheit angelegt. Aus dieser Sammlung könnte ich hier allerlei Wunderbares vorführen; aber – warum soll ich Leuten, die mich nicht herausgefordert und gereizt haben, unangenehme Dinge sagen?

Von dieser dritten Auflage habe ich selbst überall wenigstens die letzte Correctur gelesen. Allerdings weiß ich nicht, wie weit meine letzten Besserungen im Satz ausgeführt sind; an einigen Stellen habe ich bemerkt, daß die Besserung nicht in den Satz gekommen ist. Den herzlichsten Dank muß ich für seine geduldige und gründliche Hülfe dem Professor Dr Otto Müller sagen, dem Herausgeber des Statius, meinem langjährigen und stets bewährt erfundenen Freunde. Er hat, seinen eignen Studien die Zeit abbrechend, die Correctur großer Strecken des Buches, zusammen sechzig und einiger Bogen, sehr wesentlich gefördert.

Die letzten fünf Jahre, d.h. die Mußestunden, welche mir während dieser Jahre mein Amt, mein Kranksein und andere Hindernisse übrig ließen, sind nur zum Correcturlesen verwandt worden. Die für wissenschaftliche Arbeit freien Stunden der zwei zunächst vorhergehenden Jahre verwandte ich nur auf die Glättung des Werkes, welche freilich eben so nothwendig wie mühevoll war. Überall suchte ich namentlich die Deutlichkeit und Übersichtlichkeit zu fördern, änderte deshalb eine Menge zu langer und verworrener Perioden, strich viele Klammern und viele Tausende von überflüssigen Interpunctionen, und was dergleichen mehr sein mag. Die für wissenschaftliche Arbeit freien Stunden der zunächst vorhergehenden Jahre wurden in Anspruch genommen durch die Besorgung der dritten Auflage von Pape's Deutsch-Griechischem Wörterbuche. So konnte ich denn für dies Griechisch-Deutsche Wörterbuch Schriften Anderer, welche nach 1870 erschienen sind, nur ausnahmsweise in einzelnen Fällen vergleichen.

Ohne Zweifel leidet dies Buch noch an vielen Mängeln und Unebenheiten. Indessen ist diese dritte Auflage doch unläugbar weit besser als die mit so großem Beifall aufgenommene und in vielen taufend Exemplaren verbreitete zweite Auflage, welche von dieser dritten weit übertroffen wird namentlich durch Deutlichkeit und Correctheit und durch eine lange Reihe solcher Artikel, wie sie meines Wissens kein anderes Griechisch-Deutsches Wörterbuch aufweis't, auch nicht der Pariser Stephanus. Wären die Umstände günstiger gewesen, so wäre mehr geleistet worden.



Berlin d. 30. Januar 1880.

M. Sengebusch.

Quelle:
Wilhelm Pape: Handwörterbuch der griechischen Sprache. Braunschweig 31914, Band 1, S. XI11-XV15.
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