[759] 9. ata' eva ca ananya-adhipatiḥ
eben darum auch hat er keinen andern als Oberherrn.

»Eben darum auch«, nämlich weil sein Wunschvermögen kein beschränktes ist, hat der Wissende »keinen andern als Oberherrn«, d.h. es giebt keinen, der über ihn Herr wäre. Denn auch schon ein natürlicher Mensch wird sich doch, bei seinen Wünschen, soweit es möglich ist, keinen andern als Oberherrn über sich wünschen. Und auch die Schrift beweist dieses, wenn sie sagt: »wer aber von hinnen scheidet, nachdem er die Seele erkannt hat und jene wahrhaften Wünsche, dem wird zu Teil in allen Welten ein Leben in Freiheit« (Chānd. 8, 1, 6.)

Quelle:
Die Sūtra's des Vedānta oder die Ēārīraka-Mīmāṅsā des Bādarāyaṇa. Hildesheim 1966 [Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1887], S. 759.
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