Friedrich Engels

Vorwort [zu »Karl Marx vor den Kölner Geschworenen«]

Zum besseren Verständnis der nachfolgenden Verhandlungen wird es genügen, die Hauptereignisse zusammenzustellen, an die sie sich anknüpfen.

Die Feigheit der deutschen Bourgeoisie hatte der feudalbürokratisch-absolutistischen Reaktion erlaubt, sich von den niederschmetternden Schlägen des Märzes 1848 soweit zu erholen, daß Ende Oktober schon ein zweiter Entscheidungskampf bevorstand. Der Fall von Wien, nach langem, heldenmütigem Widerstand, gab auch der preußischen Kamarilla den Mut zu einem Staatsstreich. Die zahme Berliner »Nationalversammlung« war ihr immer noch zu wild. Sie sollte gesprengt, mit der Revolution sollte ein Ende gemacht werden.

Am 8. November 1848 wird das Ministerium Brandenburg-Manteuffel gebildet. Am 9. verlegt es den Sitz der Versammlung von Berlin nach Brandenburg, damit sie, ungestört durch die revolutionären Einflüsse Berlins, im Schutz der Bajonette »frei« beraten könne. Die Versammlung weigert sich zu gehen; die Bürgerwehr weigert sich, gegen die Versammlung einzuschreiten. Das Ministerium löst die Bürgerwehr auf, entwaffnet sie, ohne daß sie sich wehrt, und er klärt Berlin in Belagerungszustand. Die Versammlung antwortet damit, daß sie das Ministerium am 13. November wegen Hochverrats in Anklagestand versetzt. Das Ministerium hetzt die Versammlung von einem Berliner Lokal ins andere. Die Versammlung beschließt am 15., daß das Ministerium Brandenburg nicht berechtigt sei, über Staatsgelder zu verfügen und Steuern zu erheben, solange sie, die Versammlung, nicht frei in Berlin ihre Sitzungen fortsetzen kann.

Dieser Beschluß der Steuerverweigerung konnte nur dadurch in Wirksamkeit treten, daß das Volk der Steuereintreibung mit bewaffneter Hand Widerstand entgegensetzte. Und damals waren noch Waffen genug in der Hand der Bürgerwehr. Trotzdem blieb man fast überall beim passiven[198] Widerstand. Nur an wenigen Orten bereitete man sich vor, die Gewalt mit der Gewalt zu vertreiben. Der kühnste Aufruf hierzu aber blieb der des Ausschusses der demokratischen Vereine der Rheinprovinz, der in Köln saß und aus Marx, Schapper und Schneider bestand.

Daß der Kampf gegen den in Berlin siegreich durchgeführten Staatsstreich am Rhein nicht mit Erfolg aufzunehmen war, darüber täuschte sich der Ausschuß nicht. Die Rheinprovinz hatte fünf Festungen; in ihr selbst, in Westfalen, Mainz, Frankfurt und Luxemburg lag allein ungefähr ein Drittel der ganzen preußischen Armee, darunter zahlreiche Regimenter aus den östlichen Provinzen. Die Bürgerwehr war in Köln und andern Städten bereits aufgelöst und entwaffnet. Aber es handelte sich auch nicht um den unmittelbaren Sieg in Köln, das selbst erst vor wenigen Wochen vom Belagerungszustand befreit war. Es handelte sich darum, ein Beispiel zu geben für die übrigen Provinzen und dadurch die revolutionäre Ehre der Rheinprovinz zu retten. Und das war geschehen.

Die preußische Bourgeoisie, die der Regierung einen Machtposten nach dem andern wieder abgetreten hatte, aus Furcht vor den damals noch halb träumenden Zuckungen des Proletariats, die längst schon Reue empfand über ihre früheren Machtgelüste, die schon seit März vor Angst nicht mehr wußte wo aus noch ein, weil hier die um den Absolutismus gruppierten Mächte der alten Gesellschaft, dort das zum Bewußtsein seiner Klassenstellung heraufdämmernde junge Proletariat ihr drohend gegenübertrat – die preußische Bourgeoisie tat, was sie stets im entscheidenden Augenblick getan – sie duckte sich. Und die Arbeiter waren nicht so dumm, für die Bourgeoisie ohne die Bourgeoisie loszuschlagen; für sie – namentlich am Rhein – waren die preußischen Fragen ohnehin reine Lokalfragen; sollten sie einmal im Interesse der Bourgeoisie ins Feuer gehn, dann auch gleich in und für ganz Deutschland. Es war ein bedeutsames Vorzeichen, daß schon damals die »preußische Spitze« bei den Arbeitern absolut nicht zog.

Kurz, die Regierung siegte. Einen Monat später, am 5. Dezember, konnte sie die Berliner Versammlung, die bis dahin ein ziemlich schäbiges Dasein gefristet, endgültig auflösen und eine neue Verfassung oktroyieren, die aber auch erst wirklich ins Leben trat, nachdem sie zum bloßen konstitutionellen Possenspiel degradiert war.

Am Tage nach dem Erscheinen des Aufrufs, 20. November, waren die drei Unterzeichner vor den Untersuchungsrichter vorgeladen; der Prozeß wegen Rebellion wurde gegen sie eingeleitet. Von Verhaftung war damals selbst in Köln keine Rede. Am 7. Februar hatte die »Neue Rheinische[199] Zeitung« ihren ersten Preßprozeß zu bestehen; Marx, ich und der Gerant Korff erschienen vor den Geschwornen und wurden freigesprochen. Am folgenden Tage wurde der Prozeß des Ausschusses verhandelt. Das Volk hatte bereits sein Urteil im voraus gefällt, indem es 14 Tage vorher den Angeklagten Schneider zum Abgeordneten für Köln gewählt.

Die Verteidigungsrede von Marx bildet selbstverständlich den Gipfelpunkt der Verhandlungen. Sie ist namentlich nach zwei Seiten hin interessant.

Erstens dadurch, daß es ein Kommunist ist, der hier den bürgerlichen Geschwornen klarzumachen hat, daß die Handlungen, die er begangen und derentwegen er als Angeklagter vor ihnen steht, eine Handlung ist, die nicht nur zu begehn, sondern zu ihren äußersten Folgerungen fortzuführen eigentlich die Pflicht und Schuldigkeit ihrer Klasse, der Bourgeoisie, war. Diese Tatsache allein genügt, um die Haltung der deutschen, speziell preußischen Bourgeoisie während der Revolutionszeit zu kennzeichnen. Es handelt sich darum, wer herrschen soll, die um die absolute Monarchie gruppierten gesellschaftlichen und staatlichen Mächte: feudaler Großgrundbesitz, Armee, Bürokratie, Pfaffentum, oder aber die Bourgeoisie. Das noch im Entstehen begriffene Proletariat hat an dem Kampf nur soweit Interesse, als es durch den Sieg der Bourgeoisie Luft und Licht zur eignen Entwicklung, Ellbogenraum auf dem Kampfplatz erhält, wo es einst den Sieg über alle andern Klassen erfechten soll. Aber die Bourgeoisie, und mit ihr das Kleinbürgertum, rührt und regt sich nicht, als die feindliche Regierung sie im Sitz ihrer Macht angreift, ihr Parlament zersprengt, ihre Bürgerwehr entwaffnet, sie selbst unter den Belagerungszustand wirft. Da treten die Kommunisten in den Riß, rufen sie auf, zu tun, was ihre verfluchte Schuldigkeit ist. Gegenüber der alten, feudalen Gesellschaft bilden beide, Bourgeoisie wie Proletariat, die neue Gesellschaft, stehn beide zusammen. Der Aufruf bleibt natürlich erfolglos, und die Ironie der Geschichte will, daß dieselbe Bourgeoisie jetzt zu Gericht sitzen soll über den revolutionären, proletarischen Kommunisten hier und über die kontrerevolutionäre Regierung dort.

Zweitens aber – und dies macht die Rede besonders wichtig auch noch für unsere Tage – wahrt sie den revolutionären Standpunkt gegenüber der heuchlerischen Gesetzlichkeit der Regierung in einer Weise, woran mancher sich noch heute ein Beispiel nehmen könnte. – Wir haben das Volk zu den Waffen gerufen gegen die Regierung? Das taten wir, und es war unsere Schuldigkeit. Wir haben das Gesetz gebrochen, wir haben den Rechtsboden verlassen? Gut, aber die Gesetze, die wir brachen, die Regierung hat sie schon vorher zerrissen dem Volk vor die Füße geworfen, und ein[200] Rechtsboden besteht nicht mehr. Man kann uns als besiegte Feinde aus dem Wege räumen, aber man kann uns nicht verurteilen.

Die offiziellen Parteien von der »Kreuz-Zeitung« bis zur »Frankfurter« werfen der sozialdemokratischen Arbeiterpartei vor, sie sei eine revolutionäre Partei, sie wolle den Rechtsboden, der 1866 und 1871 geschaffen wurde, nicht anerkennen, und sie stelle sich dadurch selbst – so heißt's wenigstens noch bis zu den Nationalliberalen hinab – außerhalb des gemeinen Rechts. Ich will von der monströsen Ansicht absehn, als könne sich jemand durch Behauptung einer Meinung außerhalb des gemeinen Rechts stellen. Das ist der pure Polizeistaat, den man doch besser täte, nur im stillen zu praktizieren und in der Phrase den Rechtsstaat zu predigen. Aber was ist denn der Rechtsboden von 1866 anders als ein revolutionärer Boden? Man bricht die Bundesverfassung und erklärt den Bundesgenossen den Krieg. Nein, sagt Bismarck, die andern haben den Bundesbruch begangen. Worauf zu antworten, daß eine revolutionäre Partei sehr tölpelhaft sein muß, wenn sie nicht für jede Schilderhebung mindestens ebenso gute Rechtsgründe findet wie Bismarck für die seinige 1866. – Dann provoziert man den Bürgerkrieg, denn anders war der Krieg 1866 nichts. Jeder Bürgerkrieg aber ist ein revolutionärer Krieg. Man führt den Krieg mit revolutionären Mitteln. Man verbündet sich mit dem Ausland gegen Deutsche; man führt italienische Truppen und Schiffe ins Gefecht, man ködert Bonaparte mit Aussichten auf deutsche Gebietserwerbung am Rhein. Man bildet eine ungarische Legion, die für revolutionäre Zwecke gegen ihren angestammten Landesvater kämpfen soll; man stützt sich in Ungarn auf Klapka wie in Italien auf Garibaldi. Man siegt, und – verschluckt drei Kronen von Gottes Gnaden, Hannover, Kurhessen, Nassau, deren jede mindestens ebenso legitim, ebensosehr »angestammt« und »von Gottes Gnaden« war wie die Krone Preußen. Endlich zwingt man den übrigen Bundesgenossen eine Reichsverfassung auf, die z.B. im Fall von Sachsen ebenso freiwillig angenommen wurde wie seinerzeit der Tilsiter Friede von Preußen.

Beklage ich mich darüber? Es fällt mir nicht ein. Über geschichtliche Ereignisse beklagt man sich nicht, man bemüht sich im Gegenteil, ihre Ursachen zu verstehen und damit auch ihre Folgen, die noch lange nicht erschöpft sind. Aber was man ein Recht hat zu verlangen, ist, daß die Leute, die alles das getan, nicht andern Leuten vorwerfen, sie seien Revolutionäre. Das Deutsche Reich ist eine Schöpfung der Revolution – allerdings einer Revolution eigner Art, aber darum nicht minder einer Revolution. Was dem einen recht, das ist dem andern billig. Revolution bleibt Revolution, ob sie[201] von der Krone Preußen praktiziert wird oder von einem Kesselflicker. Wenn die Regierung des Tags die bestehenden Gesetze anwendet, um sich ihrer Gegner zu entledigen, so tut sie, was jede Regierung tut. Wenn sie aber glaubt, sie schmettre sie noch extra nieder mit dem Donnerwort: Revolutionär! – so kann sie damit höchstens den Philister schrecken. »Selbst Revolutionär!« hallt es aus ganz Europa zurück.

Grundkomisch aber wird die Zumutung, man solle die aus den geschichtlichen Verhältnissen unumgänglich folgende revolutionäre Natur ablegen, wenn sie an eine Partei gerichtet wird, die man erst außerhalb des gemeinen Rechts, d.h. außerhalb des Gesetzes stellt und von der man dann verlangt, sie solle den Rechtsboden anerkennen, den man grade für sie abgeschafft hat.

Daß man über so etwas nur ein Wort zu verlieren hat, beweist wieder den politisch zurückgebliebenen Zustand Deutschlands. In der übrigen Welt weiß jedermann, daß die gesamten gegenwärtigen politischen Zustände das Ergebnis von lauter Revolutionen sind. Frankreich, Spanien, die Schweiz, Italien – soviel Länder, soviel Regierungen von Revolutions Gnaden. In England erkennt sogar der Whig Macaulay an, daß der jetzige Rechtszustand begründet ist auf eine Revolution über die andere (revolutions heaped upon revolutions). Amerika feiert seit hundert Jahren seine Revolution jeden vierten Juli. In der Mehrzahl dieser Länder gibt es Parteien, die sich durch den bestehenden Rechtszustand nicht länger gebunden halten, als dieser sie binden kann. Wer aber z.B. in Frankreich die Royalisten oder Bonapartisten anklagen wollte, sie seien revolutionär, der würde einfach ausgelacht.

Nur in Deutschland, wo politisch nichts gründlich erledigt wird (sonst wäre es nicht in zwei Stücke zerrissen, in Österreich und das sogenannte Deutschland) und wo eben deswegen auch die Vorstellungen vergangner, aber erst halb überwundner Zeiten in den Köpfen unsterblich fortvegetieren (weshalb die Deutschen sich das Denkervolk nennen) – nur in Deutschland kann es noch vorkommen, daß man von einer Partei verlangt, sie solle sich durch den bestehenden sogenannten Rechtszustand nicht nur tatsächlich, sondern auch moralisch gebunden halten; sie solle im voraus versprechen: was auch kommen möge, sie wolle diesen von ihr bekämpften Rechtszustand nicht umwerfen, selbst wenn sie es könne. Mit anderen Worten, sie solle sich verpflichten, die bestehende politische Ordnung am Leben zu erhalten in alle Ewigkeit. Das und nichts andres heißt es, wenn man von der deutschen Sozialdemokratie verlangt, sie solle aufhören »revolutionär« zu sein.[202]

Aber der deutsche Spießbürger – und seine Meinung ist noch immer die öffentliche Meinung Deutschlands – ist ein eigner Mann. Er hat nie eine Revolution gemacht. Die von 1848 machten die Arbeiter für ihn – zu seinem Entsetzen. Dafür hat er um so mehr Revolutionen erlitten. Denn wer in Deutschland seit dreihundert Jahren die Revolutionen machte – sie waren auch danach –, das waren die Fürsten. Ihre ganze Landeshoheit und endlich ihre Souveränität war die Frucht von Rebellionen gegen den Kaiser. Preußen ging ihnen mit gutem Beispiel voran. Preußen konnte erst ein Königreich werden, nachdem der »große Kurfürst« gegen seinen Lehnsherrn, die Krone Polen, eine erfolgreiche Rebellion durchgeführt und so das Herzogtum Preußen von Polen unabhängig gemacht hatte. Seit Friedrich II. wurde die Rebellion Preußens gegen das deutsche Reich in ein System gebracht; er »pfiff« auf die Reichsverfassung noch ganz anders als unser braver Bracke auf das Sozialistengesetz. Dann kam die Französische Revolution, und sie wurde von den Fürsten wie von den Spießbürgern unter Tränen und Seufzern erlitten. Das deutsche Reich wurde im Reichsdeputationshauptschluß 1803 von Franzosen und Russen höchst revolutionär unter die deutschen Fürsten verteilt, weil diese selbst über die Teilung sich nicht einigen konnten. Dann kam Napoleon und erlaubte seinen ganz besondern Schützlingen, den Fürsten von Baden, Bayern und Württemberg, sich aller innerhalb und zwischen ihren Gebieten liegenden reichsunmittelbaren Grafschaften, Baronien und Städte zu bemächtigen. Gleich darauf machten dieselben drei Hochverräter die letzte erfolgreiche Rebellion gegen ihren Kaiser, machten sich mit Napoleons Hülfe souverän und sprengten damit endgiltig das alte deutsche Reich. Seitdem verteilte der faktische deutsche Kaiser, Napoleon, Deutschland ungefähr alle drei Jahre wieder neu unter seine getreuen Knechte, die deutschen Fürsten und andre. Endlich kam die glorreiche Befreiung von der Fremdherrschaft, und zum Lohne wurde Deutschland vom Wiener Kongreß, d.h. von Rußland, Frankreich und England, als allgemeines Entschädigungsgebiet für heruntergekommene Fürsten verteilt und verschachert, und die deutschen Spießbürger wie soviel Hammel in ungefähr 2000 abgesonderten Gebietsfetzen den verschiedenen sechsunddreißig Ländesvätern zugewiesen, vor deren Mehrzahl sie noch heute als vor ihren angestammten Ländesvätern »untertänigst ersterben«. Alles das soll nicht revolutionär gewesen sein – wie recht hatte doch Schnapphahnski-Lichnowski, als er im Frankfurter Parlament ausrief: Das historische Recht hat keinen Datum nicht! Es hatte nämlich nie einen gehabt![203]

Die Zumutung des deutschen Spießbürgers an die deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei hat also nur den einen Sinn, daß diese Partei Spießbürger werden soll wie er selbst und die Revolutionen beileibe nicht mitmachen, aber sie alle erleiden. Und wenn die durch Kontrerevolution und Revolution zur Macht gekommene Regierung dieselbe Zumutung stellt, so heißt das nur, daß die Revolution gut ist, solange sie von Bismarck für Bismarck und Konsorten gemacht wird, aber verwerflich, wenn sie gegen Bismarck und Konsorten gemacht wird.


London, 1. Juli 1885

Friedrich Engels[204]

Quelle:
Karl Marx, Friedrich Engels: Werke. Berlin 1962, Band 21, S. 198-205.
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