Fußnoten

1 Chrysippus apud Plut. de repugn. Stoicorum.


2 L'art de penser.


3 Recherche de la Vérité, liv. 3, cap. 9.


4 De natura rerum II., 1094 ff.

Wer kann lenken das All, das unendliche, halten die mächtgen

Zügel in leitender Hand, mit welchen die Tiefe beherrscht wird?

Wer imgleichen kann alle die Himmel umwälzen im Kreislauf?

Wer mit ätherischem Feuer die fruchtbaren Erden erwärmen?

Wessen Gegenwart füllt das All der Räume und Zeiten?


5 Cicero, de nat Deor. I. 8, 19. Mit welchen Augen des Geistes konnte Euer Platon jene künstliche Veranstaltung des großen Werkes sehen, wodurch er die Welt von Gott gegründet und auferbaut werden läßt? Wo ist die Zurüstung? Wo die Werkzeuge? die Hebel? wer waren die Gehilfen bei so großem Werk? Wie konnten Luft, Feuer, Wasser und Erde dem Willen des Baumeisters gehorsam folgen?


6 Dr. Clarke.


7 République des Lettres, Août 1685.


8 Diese Ansicht ist vor Leibniz aufgestellt von Dr. King und einigen wenigen anderen, obwohl von keinem so berühmten als diesem deutschen Philosophen.


9 Milton, paradise lost XI., 484 ff.

Intestine stone and ulcer, colic-pangs,

Daemoniac frenzy, moping melancholy

And moon-struck madness, pining atrophy,

Marasmus and wide-wasting pestilence.

Dire was the tossing, deep de groans: Despair

Tended the sick, busiest from couch to couch.

And over them triumphant Death his dart

Shook, but delay'd to strike, tho' oft invok'd

With vows, as their chief good and final hope.


10 Es scheint offenbar, daß der Streit zwischen den Skeptikern und Dogmatikern gänzlich verbaler Natur ist oder doch nur die Grade von Zweifel und Überzeugtheit betrifft, die wir allen Schlüssen entgegenbringen sollten; und solcher Streit ist gewöhnlich im Grunde verbal und läßt eine bestimmte Entscheidung nicht zu. Kein philosophischer Dogmatiker leugnet, daß Schwierigkeiten vorhanden sind, sowohl mit Bezug auf die Sinne, als auf alle Wissenschaften, und daß diese Schwierigkeiten in regulärer logischer Methode völlig unlösbar sind. Kein Skeptiker leugnet, daß eine absolute Notwendigkeit, trotz dieser Schwierigkeiten, uns zwingt, zu denken, zu glauben, zu schließen in allen Arten von Sachen und oft mit Zuversicht und Gewißheit uns für eine Ansicht zu entscheiden. Der einzige Unterschied zwischen diesen Sekten, wenn sie den Namen verdienen, ist also der, daß der Skeptiker aus Gewohnheit, Willkür oder Neigung auf die Schwierigkeiten, der Dogmatiker, aus gleichen Ursachen, auf die Notwendigkeit mehr Gewicht legt.


11 Lib. VI., cap. 54.


12 Iphigenia in Tauride.

Quelle:
David Hume: Dialoge über natürliche Religion. Über Selbstmord und Unsterblichkeit der Seele. Leipzig 31905.
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