Drittes Kapitel
Ueber die Berufung der Juden, und ob die prophetische Gabe ihnen allein eigen gewesen.

[47] Das wahre Glück und die wahre Seligkeit eines Jeden besteht mir in dem Genuss des Guten, aber nicht in dem Ruhme, dass er es allein und mit Ausschluss der Anderen geniesse. Denn wer sich deshalb für glücklicher hält, weil nur er und nicht auch die Uebrigen sich wohl befinden, oder weil er glücklicher als die Anderen ist, der[47] kennt das wahre Glück und die wahre Seligkeit nicht, und die Fröhlichkeit, deren er geniesst, ist nur eine kindische, die blos aus Neid und Bosheit entspringt. So besteht z.B. das wahre Glück und die Seligkeit des Menschen nur in der Weisheit und Erkenntniss der Wahrheit, aber nicht darin, dass er hierbei den Anderen überlegen sei, oder dass Diese der wahren Kenntniss entbehren; dies kann seine Weisheit, d.h. sein wahres Glück durchaus nicht vermehren. Wer deshalb daran sich erfreut, ist neidisch und boshaft und kennt weder die wahre Weisheit noch die Ruhe des wahren Lebens. Wenn deshalb die Bibel, um die Juden zum Gehorsam des Gesetzes zu ermahnen, sagt, dass Gott sie vor anderen Völkern sich erwählt habe (Deut. X. 15); dass er ihnen nahe sei und den Uebrigen nicht so (Deut. IV. 4, 7); dass er nur ihnen gute Gesetze gegeben (ebendaselbst 8) und nur ihnen, mit Zurücksetzung der Uebrigen, sich offenbart habe (daselbst 32) u.s.w., so spricht sie nur ihrer Fassungskraft gemäss, da die Juden, wie in dem vorgehenden Kapitel gezeigt worden und Moses bezeugt (Deut. IX. 6, 7), die wahre Seligkeit nicht kannten. Denn sie wären fürwahr nicht weniger glücklich gewesen, wenn Gott Alle in gleicher Weise zum Heil berufen hätte, und Gott würde ihnen deshalb nicht weniger günstig gewesen sein, wenn er auch den Anderen ebenso nahe gewesen wäre, und ihre Gesetze würden nicht weniger gerecht und sie selbst nicht weniger weise gewesen sein, wenn jene auch Allen gegeben worden wären, und die Wunder Gottes würden seine Macht nicht weniger dargelegt haben, wenn sie auch anderer Völker wegen geschehen wären, und die Juden wären nicht weniger verpflichtet zur Verehrung Gottes gewesen, wenn Gott alle diese Gaben an Alle gleich ausgetheilt hätte. Wenn aber Gott dem Salomo sagt (1. Kön. III. 12), dass Niemand nach ihm wieder so weise wie er sein werde, so scheint dies nur eine Redensart für die Bezeichnung seiner ausserordentlichen Weisheit gewesen zu sein; und sei es, was es wolle, so kann man nicht glauben, dass Gott zur Vermehrung von Salomo's Glück ihm versprochen habe, später Niemand mehr solche Weisheit zuzutheilen; denn dies hätte die Einsicht Salomo's nicht vermehrt, und ein kluger König würde für ein so grosses Geschenk nicht weniger gedankt haben,[48] auch wenn Gott gesagt, dass er Alle mit gleicher Weisheit beschenken werde.

Wenn ich nun auch annehme, dass Moses in den erwähnten Stellen seiner Bücher nach der Fassungskraft der Juden gesprochen habe, so will ich doch nicht bestreiten, dass Gott die Gesetze Mosis nur ihnen allein gegeben hat, und dass er nur zu ihnen gesprochen hat, und dass die Juden so viel Wunderbares wie kein anderes Volk erfahren haben. Ich will nur sagen, dass Moses in dieser Weise und durch solche Gründe die Juden überzeugen wollte, um sie nach ihrer geringen Fassungskraft mehr der Verehrung Gottes zuzuwenden; auch habe ich damit zeigen wollen, dass die Juden nicht durch Wissenschaft noch Frömmigkeit, sondern durch etwas ganz Anderes die übrigen Völker übertroffen haben, oder dass, wie die Bibel in ihrer Weise sagt, die Juden nicht vor den Anderen zum wahren Leben und erhabenen Wissenschaften ausgewählt worden, obgleich sie oft dazu ermahnt worden sind, sondern zu einem ganz andern Zwecke. Welcher dies gewesen, werde ich hier der Ordnung nach darlegen.

Ehe ich indess hiermit beginne, will ich mit Wenigem erklären, was ich unter der Regierung Gottes, unter dem äusseren und innerlichen Beistand Gottes, unter der Auserwählung Gottes und endlich unter Schicksal im Folgenden verstehe.

Unter Gottes Regierung verstehe ich die feste und unveränderliche Ordnung der Natur, oder die Verkettung der natürlichen Dinge; denn ich habe schon oben gesagt und an einem andern Orte gezeigt, dass die allgemeinen Naturgesetze, nach denen Alles geschieht und sich bestimmt, nur die ewigen Beschlüsse Gottes sind, welche immer die ewige Wahrheit und Nothwendigkeit einschliessen. Es ist daher dasselbe, ob ich sage, Alles geschieht nach den Gesetzen der Natur, oder Alles ordnet sich nach dem Beschluss und der Leitung Gottes. Ferner ist die Macht aller natürlichen Dinge nur die Macht Gottes, durch die allein Alles geschieht und bestimmt wird; daraus folgt, dass Alles, was der Mensch, der ja selbst nur ein Theil der Natur ist, zu seiner Unterstützung und Erhaltung thut, oder Alles, was die Natur ohne sein Zuthun ihm bietet, ihm Alles nur von der göttlichen Macht[49] zukommt; sei es, dass sie durch die Natur des Menschen oder durch die Dinge ausserhalb des Menschen wirkt. Man kann deshalb mit Recht Alles, was die menschliche Natur nach ihrer Macht zu ihrer Erhaltung vermag, die innere Hülfe Gottes, und Alles, was sonst aus der Macht äusserer Ursachen ihm Nützliches zufällt, die äussere Hülfe Gottes nennen. Hieraus ergiebt sich auch, was unter der Erwählung Gottes zu verstehen ist. Denn da Jedermann nur handelt, wie es die vorherbestimmte Ordnung der Natur mit sich bringt, d.h. nach Gottes ewigem Rathschluss und Leitung, so folgt, dass Jedermann sich nur die Lebensweise wählen und das bewirken kann, wozu Gott ihn besonders beruft, und wie er ihn vor Anderen zu diesem Werke und zu dieser Lebensweise ausgewählt hat. Endlich verstehe ich unter Schicksal nur die Regierung Gottes, soweit sie durch äussere und unerwartete Ursachen die menschlichen Angelegenheiten bestimmt. Dies vorausgeschickt, kehre ich zu meiner Aufgabe zurück und untersuche, weshalb das jüdische Volk das von Gott erwählte genannt worden ist. Dies wird sich folgendermassen zeigen lassen:

Alles, was man rechtlicher Weise begehrt, bezieht sich wesentlich auf Dreierlei; 1) die Dinge aus ihren obersten Ursachen zu erkennen, 2) die Leidenschaften zu bändigen oder die Tugend sich zur Gewohnheit zu machen, und 3) sicher und gesund zu leben. Die Mittel für die beiden ersten Ziele, die als die nächsten und wirksamsten Ursachen gelten können, bietet die menschliche Natur selbst; ihr Erwerb hängt deshalb wesentlich nur von unserer Macht oder nur von den Gesetzen der menschlichen Natur ab, und deshalb müssen diese Güter nicht als die besonderen eines Volkes, sondern als die gemeinsamen des menschlichen Geschlechts angesehen werden; man müsste denn sich einbilden, dass die Natur ehedem verschiedene Gattungen von Menschen hervorgebracht habe. Dagegen beruhen die Mittel für ein sicheres Leben und die Bewahrung der Gesundheit vorzugsweise auf äusseren Dingen, und man nennt sie deshalb Gaben des Glücks, da sie hauptsächlich von dem uns unbekannten Gange der äusseren Ursachen abhängen, und ein Dummer daher hierin ebenso viel Glück oder Unglück wie ein Kluger haben kann. Dennoch vermag die menschliche Fürsorge[50] und Wachsamkeit viel für die Schonung des Lebens und für den Schutz gegen den Schaden von anderen Menschen und Thieren. Kein besseres Mittel lehrt in dieser Beziehung die Vernunft und die Erfahrung, als eine Gesellschaft mit festen Gesetzen zu bilden, einen bestimmten Landstrich einzunehmen und alle Kraft für die Gesellschaft, gleich wie für einen Körper, zu verwenden. Denn zur Bildung und Erhaltung solcher Gesellschaft gehört keine geringe Klugheit und Wachsamkeit; deshalb wird eine solche Gesellschaft sicherer, beständiger und den Unfällen des Schicksals weniger ausgesetzt sein, wenn sie vorzüglich von klugen und wachsamen Männern gegründet und regiert wird, während eine, die nur aus ungebildeten Menschen besteht, grösstentheils vom Glück abhängt und weniger Bestand hat. Dauert sie doch länger, so dankt sie dies nicht ihrer, sondern fremder Leitung, und wenn sie grosse Gefahren überwindet, und ihre Angelegenheiten gut gehen, so muss sie Gottes Regierung bewundern und anbeten, insofern dann Gott durch verborgene äussere Ursachen, und nicht insofern er durch die Natur der Seele der Menschen wirkt; denn dann begegnet ihr etwas ganz Unerwartetes gegen die Regel, was in Wahrheit als ein Wunder gelten kann.

Die Völker unterscheiden sich daher nur durch die Art ihrer Verbindung und Gesetze, unter denen sie leben und regiert werden, und das jüdische Volk ist deshalb nicht wegen seiner Einsicht oder Seelenruhe vor Anderen von Gott auserwählt worden, sondern wegen seiner Verfassung und des Glückes, dass es eine Herrschaft gewonnen und viele Jahre behalten hat. Die Bibel selbst ergiebt dies auf das Deutlichste. Schon ein leichtes Durchgehen derselben zeigt, dass die Juden die anderen Völker nur darin übertrafen, dass sie die zur Sicherheit des Lebens nöthigen Dinge glücklich vollbracht, grosse Gefahren überstanden haben und dies hauptsächlich dem äusseren Beistande Gottes verdankten, während im Uebrigen sie den Anderen gleich waren, und Gott Allen gleich gnädig und gewogen war.

Was nämlich den Verstand anlangt, so erhellt nach dem in dem vorigen Kapitel Dargelegten, dass sie über Gott und die Natur nur sehr gewöhnliche Begriffe gehabt haben; deshalb waren sie rücksichtlich des Verstandes[51] von Gott nicht bevorzugt und ebenso wenig rücksichtlich der Tagend und des wahren Lebens; denn auch darin standen sie den übrigen Völkern gleich, und nur sehr Wenige waren auserlesen. Deshalb bestand deren Erwählung und Berufung nur in dem zeitlichen Glück der Herrschaft und der Vortheile, und ich wüsste nicht, dass Gott den Erzvätern und ihren Nachfolgern etwas Weiteres verheissen hätte; vielmehr werden ihnen selbst in Mosis Gesetz für ihren Gehorsam nur die glückliche Fortdauer ihrer Herrschaft und die sonstigen Genüsse des Lebens verheissen, und dagegen der Untergang des Reiches und die schwersten Uebel angedroht, wenn sie ungehorsam werden und das Uebereinkommen brechen sollten. Das ist auch nichts Wunderbares; denn der ganze Zweck der Gemeinschaft und des Staates ist, wie das Obige ergiebt und später ausführlicher gezeigt werden wird, die Sicherheit und Bequemlichkeit des Lebens; ein Staat kann aber nur mit Gesetzen bestehen, denen Jeder unterworfen ist; und wollten alle Glieder einer Gemeinschaft den Gesetzen Lebewohl sagen, so würden sie damit die Gemeinschaft auflösen und den Staat zerstören.

Gott konnte also der Gemeinschaft der Juden für ihre treue Beobachtung der Gesetze nur ein sicheres und bequemes Leben verheissen, und umgekehrt konnte er ihnen als Strafe ihres Ungehorsams nur den Untergang des Reichs und die daraus folgenden Uebel neben denen voraussagen, die sie aus dem Untergange ihres besondern Staats noch besonders treffen würden, worüber ich hier nicht ausführlicher zu sprechen brauche. Nur das Eine bemerke ich, dass die Gesetze des Alten Testaments blos den Juden offenbart und gegeben worden sind; denn da Gott sie zur Begründung einer besondern Gemeinschaft und Staates sich auserwählt, so mussten sie nothwendig auch besondere Gesetze haben; ob aber Gott auch andern Völkern besondere Gesetze gegeben und deren Gesetzgebern sich prophetisch offenbart habe, nämlich unter den Eigenschaften, unter denen sie sich Gott vorzustellen pflegten, dies kann ich nicht sicher behaupten. Indess erhellt aus der Bibel, dass auch andere Völker durch Gottes äussere Leitung ein besonderes Reich mit besondern Gesetzen gehabt haben, und ich kann dafür zwei Stellen aus derselben beibringen. In Gen. XIV. 18, 19, 20[52] wird erzählt, dass Melchisedek, König von Jerusalem, ein Hoherpriester Gottes gewesen, und dass er den Abraham gesegnet habe, wie dies der Hohepriester konnte (Num. VI. 23), und endlich, dass Abraham, der Liebling Gottes, den zehnten Theil der Beute dem Hohenpriester Gottes gegeben habe. Dies Alles zeigt, dass Gott, schon ehe er das Israelitische Volk vereinigte, Könige und Hohepriester in Jerusalem eingesetzt hat und ihnen Gebräuche und Gesetze gegeben hat; nur steht es nicht fest, ob es, wie gesagt, prophetisch geschehen ist; doch bin ich wenigstens überzeugt, dass Abraham während seines dortigen Aufenthalts nach diesen Gesetzen gelebt hat, denn Abraham erhielt keine besondern Gebräuche von Gott vorgeschrieben, und doch heisst es Gen. XXVI. 5, dass Abraham den Gottesdienst, die Gebote, Einrichtungen und Gesetze Gottes, was ohne Zweifel die des Melchisedek gewesen sind, befolgt habe. Malachias macht I.10, 11 den Juden die Vorhaltung: »Wer unter Euch schliesst die Pforten (d.h. meines Tempels), damit das Feuer nicht vergeblich auf meinen Altar gebracht werde; an Euch habe ich keinen Gefallen u.s.w. Denn vom Aufgang der Sonne bis zum Niedergang ist mein Name gross unter den Völkern, und überall werden mir Weihrauch und reine Geschenke gespendet; denn mein Name ist gross unter den Völkern, sagt Gott der Heerschaaren.« Mit diesen Worten, die, wenn man ihnen nicht Gewalt anthun will, nur die gegenwärtige Zeit bezeichnen, ist genügend bezeugt, dass die Juden zu jener Zeit von Gott nicht mehr als andere Völker geliebt wurden, ja, dass Gott damals andern Völkern durch Wunder bekannter gewesen als den Juden, welche damals ohne Wunder das Reich zum Theil wieder erlangt hatten, und dass die Völker damals Gott wohlgefällige Gebräuche und Sitten gehabt haben. Ich lasse indess dies bei Seite, da zu meinem Zweck der Beweis genügt, dass die Erwählung der Juden sich nur auf das zeitliche Glück des Körpers und die Freiheit bezogen hat, oder auf das Reich und die Mittel und Wege, wodurch sie es erlangt, und folglich auch auf die Gesetze, soweit sie zur Befestigung dieses besondern Reiches nothwendig waren, und auf die Art ihrer Offenbarung. Dagegen sind sie im Uebrigen und in dem, was die wahre Glückseligkeit des Menschen ausmacht, den Andern gleich[53] gewesen. Wenn es deshalb in der Bibel (Deut. IV. 7) heisst, dass keinem Volke seine Götter so nahe gewesen, wie den Juden Gott, so ist dies nur von ihrem Staate und von jener Zeit, wo ihnen so viel Wunder begegneten, zu verstehen; denn in Bezug auf Einsicht und Tugend, d.h. in Bezug auf Seligkeit, ist Gott, wie gesagt und durch die Vernunft selbst bewiesen worden, Allen gleich gnädig, wie auch aus der Bibel selbst genügend erhellt; denn es sagt der Psalmist (Psalm. CXLV. 18): »Gott ist Allen nahe, die ihn rufen und Allen, die ihn wahrhaft rufen.« Derselbe sagt daselbst v. 9: »Gott ist Allen liebevoll, und seine Barmherzigkeit besteht für Alles, was er gemacht hat.« Auch heisst es im Psalm. XXXIII. 15 deutlich, dass Gott Allen den gleichen Verstand gegeben habe; die Worte sind: »er bildet auf gleiche Weise ihr Herz.« Das Herz galt nämlich bei den Juden für den Sitz der Seele und des Verstandes, wie Allen bekannt sein wird.

Ferner erhellt aus Hiob XXVIII. 28, dass Gott dem ganzen Menschengeschlecht das Gesetz gegeben habe, ihn zu verehren und sich der schlechten Werke zu enthalten, d.h. Gutes zu thun, und deshalb war Hiob, obgleich ein Heide, von Allen Gott der Liebste, da er Alle an Frömmigkeit und Religion übertraf. – Ferner erhellt deutlich aus Jonas IV. 2, dass Gott nicht blos für die Juden, sondern für Alle gnädig, barmherzig, langmüthig und voller Liebe ist und das Unglück bemitleidet. Denn Jonas sagt: »deshalb hatte ich vorher beschlossen, nach Tharsus zu fliehn, weil ich wusste (nämlich aus den Worten Mosis in Exod. XXXIV. 6), dass Du, mein Gott, gnädig, barmherzig u.s.w. bist« und deshalb werde er auch den Heiden in Ninive vergeben. Es ergiebt sich hieraus, da Gott Allen gleich gewogen ist, und die Juden nur in Beziehung auf ihre Gemeinschaft und ihren Staat von Gott auserwählt worden, dass der einzelne Jude ausserhalb dieser Gemeinschaft und dieses Staats, für sich betrachtet, keine Gabe von Gott vor den Andern empfangen hat, und dass kein Unterschied zwischen ihm und den Heiden besteht. Ist es daher richtig, dass Gott Allen in gleicher Weise gütig und barmherzig ist, und dass das Amt der Propheten war, nicht die besondern Gesetze des Landes, sondern die wahre Tugend zu lehren und die Menschen[54] dazu zu ermahnen, so haben offenbar alle Völker ihre Propheten gehabt, und die prophetische Gabe war keine den Juden eigenthümliche. Dieses bestätigen auch in Wahrheit die weltliche wie die heilige Geschichte. Wenn auch aus der heiligen Geschichte des Alten Testaments nicht erhellt, dass die andern Völker so viel Propheten wie die Juden gehabt haben, ja, dass Gott keinen Heiden ausdrücklich als Propheten den Völkern gesandt hat, so macht dies nichts aus, da die Juden nur für die Aufzeichnung ihrer Ereignisse, aber nicht derer andrer Völker sorgten. Es genügt, dass nach dem Alten Testament Heiden und Unbeschnittene, wie Noah, Chanoch, Abimelech, Bileam u.s.w., prophezeit haben, und dass die jüdischen Propheten von Gott nicht blos ihrem Volke, sondern auch vielen andern Völkern gesandt worden sind; denn Ezechiel hat allen damals bekannten Völkern prophezeit; Hobadias, so viel wir wissen, mir den Idumäern, und Jonas war vorzüglich der Prophet für die Bewohner Ninive's. Esaias beklagt nicht blos das Elend der Juden und weissagt und besingt nicht blos ihre Rückkehr, sondern auch die anderer Völker; denn er sagt XVI. 9: »deshalb werde ich mit Thränen Jazerem beklagen«, und XIX. sagt er erst das Unglück der Aegypter und nachher ihre Wiederbefreiung voraus. Man sehe XIX. 19, 20, 21, 25; nämlich Gott werde ihnen einen Retter senden, der sie befreien wird, und Gott werde ihnen bekannt werden, und die Aegypter würden zuletzt Gott mit Opfern und Geschenken verehren. Zuletzt nennt er dieses Volk: »das gesegnete ägyptische Volk Gottes«, Aussprüche, die wohl zu beachten sind. Auch Jeremias heisst nicht der Prophet der Juden, sondern nur der Prophet der Völker (Jerem. I. 5), wo er in seinen Weissagungen das Unglück der Völker beweint und ihre Wiederherstellung verkündet; denn er sagt XLVIII. 31 über die Moabiter: »deshalb werde ich über Moab jubeln, und ich schreie auf für ganz Moab, so laut wie eine Pauke«; und endlich weissagt er ihre Wiederherstellung und auch die der Aegypter, Ammoniter und Elamiter. Unzweifelhaft haben daher andere Völker, wie die Juden, ihre Propheten gehabt, die ihnen und den Juden weissagten. Wenn auch die Bibel nur des einen Bileam erwähnt, dem die Zukunft der Juden und anderen Völkern offenbart worden, so ist es doch nicht[55] glaublich, dass Bileam blos bei dieser Gelegenheit geweissagt habe; denn es ergiebt sich aus der ganzen Erzählung auf das Deutlichste, dass er schon lange vorher geweissagt und durch göttliche Gaben geglänzt hat. Denn als Balak ihn zu sich kommen heisst, sagt er (Num. XXII. 6): »weil ich weiss, dass der, den Du segnest, gesegnet, und der, den Du verfluchst, verflucht ist.« Deshalb hatte er dieselbe Kraft, die Gott Abraham gegeben hatte (Geil. XII. 3). Dann antwortet Balam, der an die Weissagungen gewöhnt war, den Abgesandten, sie sollten bei ihm bleiben, bis Gott ihm seinen Willen offenbart haben werde. Bei dem Weissagen, d.h. bei der Verkündung des wahren Willens Gottes, pflegte er von sich zu sagen: »Das Wort dessen, der die Worte Gottes hört, der das Wissen (oder die Gedanken oder das Voraussehn) des Höchsten kennt, der die Erscheinung des Allmächtigen sieht, niederfallend und mit verdeckten Augen.« Zuletzt beginnt er, nachdem er die Juden im Auftrage Gottes gesegnet hat, den andern Völkern, wie gewöhnlich, zu weissagen und ihnen das Zukünftige vorauszusagen. Dies Alles lehrt zur Genüge, dass er immer ein Prophet gewesen ist, und dass er, was hier noch erheblich ist, das gehabt, was die Propheten vorzüglich von der Wahrheit ihrer Weissagungen überzeugte, nämlich eine nur dem Gerechten und Guten zugewendete Seele. Denn er segnete und fluchte nicht, wen er wollte, wie Balak meinte, sondern nur die, die Gott gesegnet oder verflucht haben wollte, und er antwortete deshalb Balak: »Wenn mir auch Balak so viel Silber und Goldes gäbe, dass ich sein Haus damit füllen könnte, so kann ich doch das Gebot Gottes nicht überschreiten und nicht nach Belieben das Gute und das Böse thun; ich werde sprechen, was Gott spricht.« Wenn Gott ihm auf der Reise zürnte, so geschah dies auch dem Moses so, als er im Auftrage Gottes nach Aegypten reiste (Exod. IV. 24); und wenn er Geld für seine Weissagungen nahm, so that dies auch Samuel (1. Samuel IX. 7, 8), und wenn er wo gesündigt hat (2. Brief Petri II. 15, 16 und Judae 11), »so ist Niemand so gerecht, dass er immer gut handelt und niemals sündigt« (Predig. Salom. VII. 21). Auch müssen seine Reden immer viel bei Gott gegolten haben, und seine Macht, zu verfluchen, war sicherlich gross, da es so oft in der Bibel vorkommt, wenn die[56] Barmherzigkeit Gottes gegen die Israeliten nachgewiesen werden soll, dass Gott den Bileam nicht hat hören wollen, und dass er dessen Fluch in Segen verwandelt habe (Deut. XXIII. 5, Josua XXIV. 10, Nehem. XIII. 2). Er war daher unzweifelhaft Gott sehr angenehm; denn die Reden und Verwünschungen der Gottlosen rühren Gott nicht. War Bileam daher ein wahrer Prophet, den Josua (XIII. 22) einen »göttlichen« oder »Wahrsager« (augur) nennt, so erhellt, dass dieser Käme auch im guten Sinne gebraucht wurde, und dass Die, welche die Heiden so nannten, wahre Propheten gewesen sind, und dass Die, welche die Bibel häufig anklagt und verurtheilt, falsche Propheten gewesen sind, die die Völker ebenso, wie die falschen Propheten die Juden, betrogen, wie auch aus andern Stellen der Bibel sich ergiebt.

Ich nehme daraus ab, dass die Gabe der Weissagung keine Eigenthümlichkeit der Juden gewesen, sondern allen Völkern zugekommen ist. Die Pharisäer behaupten allerdings eifrig das Gegentheil, und dass die übrigen Völker nur aus einer, ich weiss nicht welcher teuflischen Kraft (denn was erfindet nicht der Aberglaube) die Zukunft vorhergesagt. Die Hauptstelle des Alten Testaments, auf die sie sich zum Beweise dessen berufen, ist Exod. XXXIII. 16, wo Moses zu Gott sagt: »Woran soll man erkennen, dass ich und Dein Volk Gnade vor Deinen Augen gefunden haben? Gewiss, wenn Du von uns gehst, werden ich und Dein Volk von allen Völkern, die auf der Erde sind, getrennt sein.« Sie wollen daraus folgern, dass Moses Gott gebeten, den Juden gegenwärtig zu bleiben und ihnen sich prophetisch zu offenbaren, aber diese Gnade keinem andern Volke zu erweisen. Es wäre indess wahrhaftig zum Lachen, wenn Moses andern Völkern die Gegenwart Gottes nicht gegönnt und Gott um so etwas zu bitten gewagt hätte. Vielmehr verhält es sich so, dass Moses den widerspenstigen Sinn und Charakter seines Volkes kannte und klar einsah, wie sie ohne die grössten Wunder und den besondern äusserlichen Beistand Gottes das Unternehmen nicht vollenden, sondern ohne solche Hülfe zu Gründe gehn würden. Deshalb, damit erhellt, dass Gott sie erhalten wolle, bat er Gott um seinen besondern Beistand. Denn so sagt er XXXIV. 9: »Wenn ich Gnade vor Deinen Augen gefunden habe,[57] o Herr, so gehe, ich bitte Dich, unter uns, denn dieses Volk ist ungehorsam u.s.w.« Hiernach bittet er also ausdrücklich Gott um Hülfe, weil das Volk ungehorsam war, und die Antwort Gottes zeigt noch deutlicher, dass Moses nur diesen äussern Beistand erbeten habe; denn Gott antwortet sofort (daselbst v. 10): »Siehe, ich schliesse einen Bund, dass ich vor Deinem ganzen Volke Wunder verrichten werde, wie sie auf der ganzen Erde nicht geschehen sind und bei keinem Volke u.s.w.« Demnach spricht Moses hier von der Erwählung der Juden nur in dem von mir dargelegten Sinne und hat nur dies von Gott erbeten.

Indess ist in Pauli Briefe an die Römer eine erheblichere Stelle, wo (III. 1) Paulus etwas Anderes, als ich hier, zu lehren scheint, indem er sagt: »Welches ist also der Vorzug von Juda, und was der Nutzen der Beschneidung? ein grosser in aller Weise; das Fürnehmste ist, dass ihm die Aussprüche Gottes anvertraut worden.« Betrachtet man indess die Lehre, welche Paulus vorzüglich darlegen will, so findet sich Nichts, was der meinigen widerspricht; vielmehr lehrt er dasselbe, wie ich, denn er sagt v. 29, dass Gott der Gott der Juden und Heiden sei und (II. 25, 26), »dass wenn ein Beschnittener von dem Gesetz abtrünnig werde, so werde die Beschneidung zur Vorhaut werden, und wenn umgekehrt die Vorhaut das Gesetzesgebot befolge, so werde dessen Vorhaut für Beschneidung gelten.« Dann sagt er (III. 9), dass Alle, die Juden wie die Heiden, in der Sünde gewesen, dass es aber ohne Gebot und Gesetz keine Sünde gebe. Hieraus erhellt deutlich, dass das Gesetz Allen unbedingt (wie auch oben aus Hiob XXVIII. 28 gezeigt worden) offenbart gewesen ist und Alle unter demselben gelebt haben, nämlich das nur die Tugend betreffende Gesetz, und nicht das, was nach den Verhältnissen und der Verfassung eines einzelnen Staates errichtet und dem Geist des besondern Volkes angepasst wird. Endlich folgert Paulus, dass, weil Gott der Gott aller Völker ist, d.h. allen gleich gnädig ist, und alle unter dem Gesetz und der Sünde gewesen sind, dass Gott seinen Christus allen Völkern geschickt habe, um sie alle gleich aus der Knechtschaft des Gesetzes zu erlösen, damit sie ferner nicht mehr des Gesetzgebots wegen, sondern aus eignem[58] beharrlichem Beschluss gut handelten. Paulus lehrt sonach genau, was ich behaupte. Wenn er daher sagt: »nur den Juden seien die Aussprüche Gottes anvertraut worden«, so heisst dies entweder, dass nur sie mit einem geschriebenen Gesetz betraut worden, die andern Völker aber nur mit einem durch Offenbarung und im Verstande mitgetheilten; oder man muss annehmen, dass Paulus, indem er nur die möglichen Einwürfe der Juden beachtet, nach der Fassungskraft und den damals herrschenden Meinungen derselben antwortet; denn nach dem, was er theils gesehen, theils gehört hatte, war er ein Grieche mit den Griechen und ein Jude mit den Juden.

Ich habe nun nur noch auf einige Gegengründe zu antworten, aus denen folgen soll, dass die Erwählung der Juden keine bloß zeitliche, auf ihren Staat bezügliche, sondern eine ewige sei. Man sagt, die Juden seien trotz des Verlustes ihres Reiches und ihrer Zerstreuung durch so lange Zeit und trotz ihrer Trennung von allen Völkern, doch erhalten geblieben, was keinem andern Volke begegnet sei. Ferner sollen viele Stellen der heiligen Schriften ergeben, dass Gott sich die Juden in Ewigkeit erwählt habe, und dass sie daher auch nach dem Verlust ihres Reiches die Auserwählten Gottes bleiben. Diese Stellen sind hauptsächlich: 1) Jerem. XXXII. 36, wo der Prophet bezeugt, dass der Same Israels in Ewigkeit das Volk Gottes bleiben werde, indem er sie mit der festen Ordnung der Himmel und der Natur vergleicht; ferner 2) Ezechiel XX. 32 u. f., wo er sagen will, Gott werde, trotzdem dass die Juden absichtlich den Dienst Gottes verlassen hätten, sie doch aus allen Ländern, in die sie zerstreut worden, wieder sammeln und in die Wüste der Völker, wie er deren Vorfahren in die Wüsten Aegyptens geführt, und endlich von da werde er, nachdem er die Widerspenstigen und Abtrünnigen gesondert, sie zum Berge seiner Heiligkeit führen, wo der ganze Stamm Israels ihn verehren werde.

Die Pharisäer pflegen zwar noch einige andere Stellen anzuführen, indess glaube ich, es wird genügen, wenn ich auf diese beiden antworte, was leicht geschehen kann, nachdem ich aus der Bibel nachgewiesen haben werde, dass Gott die Juden nicht in Ewigkeit auserwählt, sondern nur unter den Bedingungen, wie früher die Kananiter,[59] die auch, wie gezeigt worden, Hohepriester hatten, welche Gott gläubig verehrten, und welche Gott doch wegen ihrer Ueppigkeit, ihrer Trägheit und ihres schlechten Gottesdienstes verwarf. Moses ermahnt nämlich (Lev. XVIII. 27, 28) die Israeliten, sich nicht mit Unzucht zu beflecken, wie die Kananiter, damit nicht die Erde sie ausspeie, wie sie es mit jenen Völkern that, die dieses Land bewohnten, und er droht ihnen (Deut. VIII. 19, 20) ausdrücklich den völligen Untergang, indem er sagt: »Ich sage Euch heute, dass Ihr gänzlich untergehen werdet, wie die Völker, welche Gott aus Eurer Gegenwart hat untergehen lassen, so werdet Ihr untergehn«. In dieser Weise finden sich noch andere Stellen in den Büchern Mosis, die ausdrücklich sagen, dass Gott nicht unbedingt und nicht in Ewigkeit das jüdische Volk erwählt habe. Wenn daher die Propheten ihnen ein neues und ewiges Bündniss mit dem Gott der Erkenntniss, Liebe und Gnade voraussagten, so erhellt leicht, dass dies nur den Frommen galt; denn in dem eben erwähnten Kapitel des Ezechiel heisst es ausdrücklich, dass Gott die Widerspenstigen und Abtrünnigen von ihnen sondern werde, und in Zephania III. 12, 13 heisst es, dass Gott die Hoffärtigen aus ihrer Mitte nehmen und nur die Armen übrig lassen werde. Da nun diese Erwählung sich nur auf die wahre Tugend bezieht, so kann sie nicht blos den frommen Juden mit Ausschluss der übrigen versprochen sein, sondern die wahren Propheten der Heiden, die, wie gezeigt, bei allen Völkern bestanden haben, werden dasselbe auch den Getreuen ihrer Völker verheissen und sie damit getröstet haben. Deshalb ist dieser ewige Bund mit dem Gott der Erkenntniss und Liebe ein allgemeiner, wie auch aus Zephania III. 10, 11 klar erhellt.

Hiernach bestellt hier kein Unterschied zwischen Juden und Heiden und für jene keine andere, als die bereits erwähnte, besondere Erwählung. Wenn die Propheten diese Erwählung, die blos die wahre Tugend betrifft, mit Opfern und andern Gebräuchen und mit dem Wiederaufbau des Tempels und der Stadt vermengen, so haben sie nach der Sitte und Natur der Weissagung die geistigen Dinge durch solche Wendungen erläutern wollen, dass sie den Juden, deren Propheten sie waren, zugleich die Herstellung des Reichs und Tempels, die zu Cyrus' Zeit zu erwarten[60] sei, andeuteten. Deshalb haben die heutigen Juden durchaus nichts vor den andern Völkern voraus, und wenn sie so viele Jahre in der Zerstreuung ohne Reich ausgehalten haben, so ist dies nicht auffallend, da sie sich von allen Völkern abgesondert und sich den Hass aller aufgeladen haben, und dies nicht blos in äussern, den andern Völkern widersprechenden Gebräuchen, sondern auch in dem Zeichen der Beschneidung auf das Gewissenhafteste festgehalten wird. Die Erfahrung lehrt aber, dass der Hass der Völker sie erhält. Als der König von Spanien einst die Judenzwang, entweder die Religion seines Staates anzunehmen oder in die Verbannung zu gehen, nahmen sehr viele Juden die katholische Religion an, und indem diese alle Vorrechte der eingebornen Spanier erhielten und in allen Ehrenrechten ihnen gleichgestellt wurden, so vermischten sie sich sofort mit den Spaniern in der Art, dass nach kurzer Zeit keine Spur und kein Andenken von ihnen geblieben ist. Das Gegentheil ereignete sich bei denen, welche der König von Portugal zwang, die Landesreligion anzunehmen; sie blieben trotzdem immer von den Übrigen Einwohnern getrennt, weil sie aller Ehrenrechte für unwürdig erklärt worden waren.

Ich glaube auch, dass die Sitte der Beschneidung so mächtig ist, dass sie allein dieses Volk in Ewigkeit erhalten kann; ja, wenn die Grundlagen seiner Religion ihren Geist nicht verweichlichten, so würde ich sicher glauben, dass sie einst bei passender Gelegenheit und beim Wechsel der menschlichen Schicksale ihr Reich wieder aufrichten werden, und Gott sie von Neuem erwählen werde. Ein merkwürdiges Beispiel der Art haben wir an den Chinesen, welche ebenfalls ein Zeichen am Kopfe, durch das sie sich von allen Andern unterscheiden, ängstlich bewahren. Denn sie haben in dieser Trennung Jahrtausende von Jahren sich erhalten, und das chinesische Volk übertrifft im Alter alle andern Völker; auch haben sie nicht immer die Herrschaft gehabt; aber wenn sie sie verloren hatten, erlangten sie sie auch wieder, und sie werden sie auch jetzt unzweifelhaft wieder gewinnen, wenn der Geist der Tartaren durch die Ueppigkeit des Reichthums und durch Trägheit erschlafft sein wird.

Wollte endlich Jemand dabei beharren, dass die Juden aus diesem oder einem andern Grunde von Gott in Ewigkeit[61] auserwählt seien, so will ich ihm nicht entgegen sein, wenn er nur anerkennt, dass diese zeitliche oder ewige Erwählung, soweit sie die Juden allein betrifft, sich nur auf ihr Reich und die Bequemlichkeiten des Lebens bezieht, was allein ein Volk von dem andern unterscheiden kann. Dagegen kann rücksichtlich des Verstandes und der wahren Tugend kein Volk mehr haben als das andere, und keines kann deshalb hierin von Gott vor andern auserwählt sein.

Quelle:
Spinoza: Theologisch-politische Abhandlung. Berlin 1870, S. 47-62.
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