§ 44. Kantianer und Halbkantianer.

a) Anhänger Kante.

  • [256] Literatur: Rosenkranz, Geschichte der Kantischen Philosophie (Bd. XII der Kant-Ausgabe von Rosenkranz und Schubert). B. Erdmann, Kants Kritizismus in der 1. und 2. Auflage der Kr. d. r. V. 1878. Eine kurze zusammenfassende Schilderung der Wirkungen Kants bietet die Einleitung zu meiner Ausgabe der Kr. d. r. V., S. XI bis XX. – Über Schillers und Goethes Verhältnis zu Kant vgl. außer den zu § 42 zitierten Schriften von Cohen (insbes. Kap. IV) und Kühnemann, die ausführliche Darstellung von K. Vorländer, Kant – Schiller – Goethe, Leipzig 1907, wo man auch die wichtigere Literatur über dieses Thema findet. – Eine Sammlung von philosophischen Äußerungen Goethes gibt M. Heynacher, Goethes Philosophie aus seinen Werken. (Phil. Bibl. 109) 1905. – Eine knappe Auswahl philosophischer Abschnitte aus Wilh. von Humboldts (jetzt in der großen 12bändigen Akademieausgabe vorliegenden) Werken mit guter Einleitung gibt Joh. Schubert, W. von Humboldts ausgewählte philosophische Schriften (Phil. Bibl. 123), 1910. Vgl. auch R. Haym, W. v. Humboldt, Lebensbild und Charakteristik (1856); E. Spranger, W. v. H. und die Humanitätsidee, Berlin 1909.

1. Kants Wirkung auf seine Fachgenossen. Die Kritik der reinen Vernunft hat Zeit gebraucht, bis sie ihre Wirkung voll zu entfalten vermochte. Zunächst wirkte sie nur verblüffend. Die zeitgenössischen offiziellen Vertreter der Philosophie in Deutschland, größtenteils gelehrte Eklektiker oder seichte Popularphilosophen, wußten nichts aus dem ihnen unverständlichen Werke[256] zu machen. Erst die Prolegomena bewirkten einen Umschwung zum Besseren. Einer der ersten, freilich auch unselbständigsten Anhänger Kants war sein Kollege, der Mathematik-Professor und Hofprediger Johannes Schultz in Königsberg, mit seinen Erläuterungen über des Herrn Professor Kants Kritik der reinen Vernunft (1784, neu herausgegeben von Haf ferberg, Jena 1897). Wichtiger wurde die von Schütz 1785 begründete Jenaische Allgemeine Literaturzeitung, die sich immer mehr zu einem Organe der neuen Schule entwickelte, für die Ausbreitung der kritischen Lehre. Am durchschlagendsten auf das große Publikum wirkten Reinholds Briefe über die Kantische Philosophie (s. S. 261). Nachdem dann 1788 und 1790 die beiden anderen kritischen Hauptwerke erschienen waren, erfolgte eine überaus rasche und umfassende Ausbreitung auf allen, selbst den katholischen und süddeutschen, Universitäten. An seiner Geburtsstätte wurde der Kritizismus, außer von Johannes Schultz, durch Kraus, Pörschke und einige jüngere Dozenten verbreitet, in Berlin durch Erhard, Kiesewetter und Maimon (S. 261 f.), in Halle durch Jakob, Hoffbauer und Tieftrunk, in Marburg durch Bering und Tennemann, in Leipzig durch Born, Krug und Heydenreich, in Klagenfurt durch v. Herbert usw. Sogar in dem reaktionären Göttingen, der Stadt der »zitierenden Wiederkäuer« (Rosenkranz), verfaßte Buhle eine sechsbändige Geschichte der Philosophie nach Kantischen Grundsätzen und las der bekannte Dichter Bürger über Kantische Philosophie. Ja, selbst in der Stadt der Phäaken, in Wien hielt Ben David eine Zeitlang Vorlesungen über die Kritik der reinen Vernunft; der Lothringer Villers machte sie in Frankreich bekannt. Schon 1793 konnten Materialien zur Geschichte (!) der kritischen Philosophie in zwei Bänden erscheinen. Und bald beschränkte sich Kants Wirkung nicht mehr auf die Philosophie, sondern traf auch fast alle anderen Wissenschaften: Mathematik, Naturwissenschaft, Rechtslehre, Politik, Sprachwissenschaft und besonders Theologie (vgl. H. Cohen, Von Kants Einfluß auf die deutsche Kultur 1883). Ihr geistvollster, wenn auch selbständiger Jünger und Apostel wurde der Dichter

2. Friedrich Schiller. Von seinem Freunde Körner in Dresden und von Reinhold in Jena zuerst auf Kant hingewiesen, folgt seine Dichternatur anfangs nur widerstrebend der systematischen Strenge des kritischen Philosophen, um sich ihr von 1791 ab immer mehr hinzugeben, bis er schließlich in seinem Briefe vom 28. Oktober 1794[257] an den kurz zuvor zum Freunde gewonnenen Goethe zum offenen Bekenntnis seines »Kantischen Glaubens« gelangt. Und wenn er sich in seinen letzten Jahren auch wieder mehr von der Philosophie zum dichterischen Schaffen zurückwendet: an den Grundprinzipien der Kantischen Philosophie, die er nach Goethes Zeugnis »mit Freuden in sich aufgenommen hatte«, hat er doch stets festgehalten.

In einem Briefe an Körner vom 18. Februar 1793 bezeichnet Schiller als die beiden Grundgedanken der Kantischen Philosophie 1. den theoretischen: »Die Natur steht unter dem Verstandesgesetze«, 2. den praktischen: »Bestimme dich aus dir selbst!« Die Natur ist ihm das Gesetz der Notwendigkeit, die Sittlichkeit das Gesetz der Freiheit; die Schönheit, aus dem Spiele beider entspringend, stellt die Freiheit in der Erscheinung dar. Doch hat Schiller die theoretische Seite des Kritizismus nicht weiter ausgebildet. Ihm lag mehr die Ethik und vor allem die Ästhetik am Herzen. Was die erstere betrifft, so steht es keineswegs einfach so, daß der Dichter, wie es in den Geschichten der Literatur und der Philosophie noch häufig zu lesen ist, Kants »ethischen Rigorismus ästhetisch gemildert hat«. Schiller hat vielmehr Kants ethische Strenge in ihrer methodischen Notwendigkeit durchaus verstanden und deshalb auch ausdrücklich anerkannt, ja gefordert. Er verlangt, wie Kant, reinliche Scheidung zwischen Ethik und Ästhetik; »das reine, strenge Streben nach dem hohen Schönen führt«, wie er noch 1798 an Goethe schreibt, »den Rigorismus im Moralischen mit sich«. Eine ästhetische, d.i. Gefühlsmoral, würde die Sittlichkeit »in ihren Quellen vergiften«; alle Glückseligkeitssysteme entspringen bloß »einem Ideal der Begierde«, das von der »Tierheit« in uns aufgeworfen wird. Aber er hat freilich, seiner dichterischen Natur entsprechend, die ästhetische Ergänzung, die mit dem strengsten transzendentalen Standpunkt vollkommen vereinbar ist, jedoch bei Kant erst im Keime vorlag, weiter als dieser ausgeführt. Das Rein-Moralische erscheint vom ästhetischen Gesichtspunkte aus als das Sittlich-Erhabene und erweitert sich sodann zum Sittlich-Schönen. Es gibt kein moralisches, wohl aber ein ästhetisches »Übertreffen der Pflicht«.

Das Hauptinteresse des Dichters galt naturgemäß der Ästhetik. Auch die Ästhetik Schillers ruht auf dem Grunde der Kantischen; sie bildet nur deren psychologische Weiterführung und Ergänzung aus der eigenen Denkweise[258] heraus. Auch ihm bedeutet das Ästhetische eine neue Welt neben der des Erkennens und der Sittlichkeit, die aus dem freien Spiele der beiden letzteren im Gemüte entspringt. Neben den physischen Zustand des Menschen, in dem er die Macht der Natur erleidet, und den moralischen, in dem er ihr überlegen ist, setzt Schiller den ästhetischen, in welchem er sich ihrer entledigt, indem er die beiden ersteren in ein freies Spiel zueinander versetzt. So überspannt das ästhetische Gefühl die Gegensätze: Natur – Sittlichkeit, Leiden – Tätigkeit, Zustand – Person, Welt – reiner Geist, Wechsel – Beharrlichkeit (Gesetz), Stoff – Form und bringt sie zur Harmonie. Der Stofftrieb bindet den Menschen an die Schranken des Endlichen und der Zeit; der Formtrieb erhebt ihn zum Unendlichen, Ewigen; der Spieltrieb verbindet beide und macht so erst den vollen Menschen. »Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.« Indem er den Stoff durch die Form, d.h. die Einheit unseres Wesens, vertilgt oder vielmehr gestaltet, wird aus dem Leben schlechtweg der ästhetische Schein der »lebenden Gestalt«. Nicht bloß das Sittliche, auch das Schöne ist ein »Imperativ«, d.h. im Menschen erst zu schaffen. Daher ist ästhetische Erziehung vonnöten. Diese ist einerseits Propädeutik zur Sittlichkeit des Individuums wie der Gesellschaft, anderseits deren Vollendung. Denn das Ideal der Menschheit vollendet sich erst in der Schönheit. Dies die wichtigsten Umrisse der Schillerschen Ästhetik. Bezüglich der einzelnen Ausführungen und Begriffe (des Schönen, Erhabenen, Naiven, Sentimentalischen usw.) müssen wir auf die ästhetischen Schriften des Dichterphilosophen selber51 und die oben angegebene Literatur verweisen.

3. Durch Schiller ist auch Goethe, der bis dahin namentlich aus Spinoza sowie aus Herders Ideen seine philosophische Nahrung gezogen hatte, zur kritischen Philosophie geführt worden. Seit seinem Freundschaftsbund mit Schiller (1794) befreundet er sich immer mehr[259] mit Kants System, wenigstens der Ästhetik, zum Teil auch der Ethik. Schon 1790 hatte er sich durch die Grundgedanken der Kritik der Urteilskraft lebhaft angeregt und sie »seinem bisherigen Schaffen, Tun und Denken ganz analog« gefunden. Nun wuchs er »durch das Verhältnis zu Schiller immer mehr mit ihr zusammen«. Und, wenn auch seine »anschauende« Künstlernatur dem Zergliedern, Trennen und Abstrahieren, welches der Philosoph notwendig betreiben muß, sich nie in dem Maße wie diejenige Schillers zu eigen geben konnte, wenn auch nach Schillers Tod der spezielle Kantianismus bei ihm wieder zurücktritt, so hat doch die kritische Philosophie, die ihn »auf sich selbst aufmerksam machte«, die »Kunst und Natur nebeneinander stellt und beiden das Recht gibt, aus großen Prinzipien zwecklos zu handeln«, bis an sein Lebensende einen nachhaltigen Einfluß auf ihn geübt, wie er ihr oft mit dankbarer Verehrung bezeugt hat.

Auch Wilhelm von Humboldt, der berühmte Staatsmann und Sprachphilosoph, der Freund Schillers und Goethes, der Begründer der Universität Berlin, hat von seiner politischen Erstlingsschrift an, die einen folgerechten Individualismus predigt, bis zu seiner Abhandlung über Goethes Hermann und Dorothea, in seinen Briefen an Schiller wie in seinen Grundsätzen als Diplomat und Minister, unter dem Einfluß Kantischer Prinzipien gestanden, sodaß man ihn beinah in demselben Maße wie Schiller als Anhänger Kants betrachten kann, obschon seine Geschichtstheorie auch Anklänge an Schelling aufweist.


b) Halbkantianer.

  • Literatur: Über S. Maimon vgl. das umfangreiche Buch von F. Kuntze, Die Philosophie Salomon Maimons, Heidelberg 1912. Maimons, Versuch einer neuen Logik ist jetzt neu herausg. von B. C. Engel (Neudrucke der Kantgesellschaft III) Berlin 1912. – Über Beck vgl. Dilthey im Archiv f. Gesch. d. Philos. II, 592-650.

Bildet Schiller auch die kritische Philosophie in bestimmter Richtung weiter, so bleibt er doch ihrer Methode treu und kann deshalb als selbständiger »Kantianer« bezeichnet werden. Unter dem Titel »Halbkantianer« lassen wir eine Reihe unbedeutenderer Denker zusammen, die zwar auch vom Kritizismus mehr oder weniger ausgehen, dann aber nach verschiedenen Seiten hin abschwenken und eine geeignete Überleitung zur Darstellung Fichtes bilden, an den übrigens auch bei Schiller[260] schon einzelnes erinnert. Zu ihnen gehören: Reinhold, Maimon, Beck.

1. Karl Leonhard Reinhold (1758-1823) wurde in Österreich von Jesuiten erzogen, geriet dann in josephinische Kreise und floh nach Deutschland. In Jena Schwiegersohn Wielands geworden, veröffentlichte er in des letzteren Teutschem Merkur 1786/87 seine populär gehaltenen Briefe über die Kantische Philosophie, die den Kritizismus, freilich in ziemlich oberflächlicher Form, in den weitesten Kreisen verbreiteten; in gleichem Sinne wirkte Reinhold als Professor in Jena von 1787 an. Allein seiner beweglichen, wandlungsfähigen Natur genügte bald die Kantische Philosophie, an der ihn zumeist ihr sittlich-religiöser Geist angezogen hatte, nicht mehr. Er ist der erste von den zahlreichen Nachfolgern Kants, der, über die »Kritik« hinausstrebend, ein »System« verlangt. Kants Kritik bedürfe eines Unterbaus, den Reinholds Neue Theorie des Vorstellungsvermögens (1789) ihr geben will: in der Urtatsache des Bewußtseins. Aus dem Ursatze : »Die Vorstellung wird im Bewußtsein vom Vorgestellten und Vorstellenden unterschieden und auf beide bezogen«, wird dann alles weitere abgeleitet: aus dem gegebenen Objekte nämlich die Mannigfaltigkeit des Stoffes, aus der Spontaneität des Subjekts die synthetische Einheit der Form. Dem entspricht auf dem Gebiete des Wollens der sinnliche, auf Lust ausgehende Stofftrieb und der auf die Erfüllung des Sittengesetzes gerichtete Formtrieb. Verwandtes findet sich, wie wir sahen, schon bei Schiller. Nur wenige Gelehrte fielen dieser von Kant als »hyperkritisch« bezeichneten Reinholdschen »Elementarphilosophie« zu. Da ihr Urheber selbst sich bald wieder von ihr abwandte, um erst zu Fichte, dann zu Jacobi, später zu Bardili, endlich zu einer »Philosophie ohne Beinamen« überzugehen, verlor er bald jeden Einfluß auf die philosophische Entwicklung; er starb 1823 fast vergessen als Professor in Kiel.

2. Salomon Maimon (1754-1800), ein polnisch-litauischer Jude, der sich, von glühendem Wissensdurste getrieben, durch eiserne Willenskraft aus den drückendsten Verhältnissen zu den Höhen deutschen Denkens emporgearbeitet hatte (vgl. seine Selbstbiographie von 1792), schrieb, als er 1790 Kants Kritik kennen gelernt hatte, sofort seine Bedenken in einem Versuch über die Transzendentalphilosophie nieder, der Kant das Geständnis entlockte, keiner von seinen Gegnern habe ihn in der[261] Hauptfrage so wohl verstanden. Maimon bildet in dieser und späteren Schriften (darunter namentlich Versuch einer neuen Logik 1794) den Kritizismus einesteils nach der idealistischen (weshalb er auch von Fichte anerkannt wurde), anderseits nach der skeptischen Seite hin weiter. Nicht nur die Formen, sondern auch der Stoff unserer Vorstellungen stammt aus dem Bewußtsein. Ein ›Ding an sich‹ ist unmöglich, so imaginär wie die √(-a); es bezeichnet nur die irrationalen Grenzen unseres Erkennens. Ein sicheres Erkennen ist außerhalb der Logik und Mathematik nicht anzutreffen; selbst das Kausalitätsgesetz begründet keine unbedingte Notwendigkeit, wie er mit Hume erklärt. Auch mit dem Kantischen Moralprinzip war Maimon nicht einverstanden. Näher an Kant schloß sich dessen Schüler

3. J. Sigismund Beck (1761-1842, die letzten vier Jahrzehnte seines Lebens Professor in Rostock) an, der Überarbeiter des gewöhnlich unter Kants Namen gehenden Aufsatzes Über Philosophie überhaupt, dessen bedeutsamere Schriften sämtlich schon in die neunziger Jahre fallen. Sein Hauptwerk: Einzig-möglicher Standpunkt, aus welchem die kritische Philosophie beurteilt werden muß (1796) erblickt diesen »einzig-möglichen« Standpunkt, mit Reinhold und Maimon, in dem Ausgehen von der Einheit des Bewußtseins, dem »ursprünglichen Vorstellen«. Erst aus ihm folgt der Gegenstand, von dem wir außerdem gar nichts wissen können. Das sei auch der wahre Standpunkt Kants, der nur aus Rücksicht auf den dogmatischen Standpunkt seiner Leser von »äußeren Gegenständen« gesprochen habe. Eine Affektion durch »Erscheinungen« dagegen will Beck, im Unterschiede von Berkeley, nicht leugnen. In der Ethik schließt er sich nahe an Kant an.

Wie Reinhold und Maimon, so wurde auch Beck bald durch das glänzendere Gestirn Fichtes verdunkelt. Sie gerieten alle drei früh in Vergessenheit.

Quelle:
Karl Vorländer: Geschichte der Philosophie. Band 2, Leipzig 51919, S. 256-262.
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