Epiktet

Handbüchlein der Moral und Unterredungen

Handbüchlein der Moral und Unterredungen
  • Verlag: Kröner
  • Erscheinungsdatum: 1984
  • Format: Gebundene Ausgabe
  • Umfang: 126
  • ISBN: 3520002116
  • EAN: 9783520002112
  • Amazon.de Verkaufsrang: 132.957
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Beschreibung von buecher.de

Die eindringliche Anleitung zum glücklichen Leben im stoischen Sinn, die immer wieder an die engen Grenzen des in unserer Macht Stehenden erinnert, hat über die Jahrhunderte hinweg bis in die Gegenwart hinein ihre Wirkung als 'Trostbüchlein' behalten.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Rolf Dobelli fanden 13 von 13 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Hauptwerk der stoischen Philosophie - bis heute lesenswert

Wie können wir glücklich leben und sogar zufrieden sterben? Der stoische Philosoph Epiktet beantwortete diese uralte Menschheitsfrage in einer Weise, die in ihrer Schlüssigkeit und Überzeugungskraft bis heute nachwirkt. Gemäß der stoischen Tradition sah er die Grundlage eines geglückten Lebens darin, dass wir uns darauf konzentrieren, vor allem an uns selbst zu arbeiten. Unsere persönliche Entwicklung ist der Lebensbereich, den zu bestimmen in unserer eigenen Macht steht. Wenn wir unsere Erfolgserlebnisse unabhängig von äußeren Werturteilen nur aus unserem eigenen Fortschritt schöpfen, dann kann uns niemand, ungeachtet unserer Stellung im Leben, von einem erfolgreichen Leben abhalten. Unsinnig ist dagegen die Fixierung auf äußere Umstände: Geliebte Menschen können sterben, unser Besitz kann uns genommen, gesellschaftliche Ehrenstellungen können uns verwehrt bleiben. Wir sollten einfach das Beste aus den Umständen zu machen, die wir im Leben vorfinden. Gerade dieser Schicksalsglaube ist aber auch der Punkt, an dem sich der moderne Leser vielleicht reiben wird. Wir sind es nicht gewohnt, unsere Lebensumstände lediglich mit stoischer Würde zu ertragen, sondern wollen meist das Leben aktiv gestalten. Trotzdem: Für alle, die zu sehr auf Äußerlichkeiten achten, kann Epiktets Lehre heilsam sein.

Diese Rezension von kpoac fanden 6 von 8 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen "Was ist nun mein? Der Gebrauch der Vorstellungen." (nach Diogenes)

Neben den Gedanken zur Moral (siehe unter ISBN: 3150087880) sind die kurzen Auszüge über die Epiktetschen Unterredungen von ebensolcher Bedeutung. Seine profunden Gedanken über den Weltbürger, Freiheit und Verantwortung, die Welt in ihrer großen Einheit, über Phantasien und deren verführerisches Gut, über Verseinsamung und Verlassenheit und in allem steckt die Botschaft: "Verstecke dich nicht vor dir selbst!"

Und in "Zweck und Mittel" fragt er in diesem Sinne recht einfach: " [...], wenn du dich von den [äußeren] Dingen nicht hinreißen läßt, was brauchst du dann noch?"

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Epiktet wurde im Jahr 50 n. Chr. geboren. Wie mit Platon und Aristoteles metaphysische Spekulation und wissenschaftlich-systematische Erkenntnis ihren Höhepunkt hatten, dient die Stoa und vor allem bei Epiktet der Sittlichkeit und Religiosität. Die Trias Logik, Physik und Ethik ist Bestandteil dieser durch Zenon im Jahre 300 v. Chr. begründeten Denkrichtung. Zenon suchte Anschluss an Heraklit, Sokrates und den Kynikern, ebenso bei Aristoteles. Neben Epiktet sind Seneca und der Cäsar Marc Aurel (siehe Rezension Weg zu sich selbst) die bekannten Vertreter des stoischen Denkens. Auswirkungen hatte die Philosophie der Stoa vor allem im Neuen Testament, bei den Schriften der Kirchenväter wie Augustinus, bei Spinoza und Goethe.

Stoiker sind von Grund auf monisthisch, sie sehen im leitenden Prinzip alles, sie gelten als die konsequentesten Pantheisten des Altertums. Dieses leitenden Prinzip, der Gott Zeus, die Weltenseele ist alles, durch ihn, mit ihm und in ihm sind alle Dinge. Und so ist das stoische Weltbild eines des Neuen Testamentes. Seneca führt bereits seine Form des Pantheismus auf einen Gott zurück, so dass man schon von Theismus reden kann. Die ewige Wiederkehr, die Verknüpfung von Ursache und Wirkung zu einem, das All und die Vorsehung sind Elemente einer absoluten Logik. Wirklich frei in diesem Felde ist derjenige, der sich den Gesetzen der Natur unterordnet, sagt Spinoza in Anlehnung und diesem Sinne meinte Seneca Gott und Nietzsche den ewigen Mittag.

Diese Rezension fanden 14 von 21 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen lebensnahe moralische Philisophie ohne religiösen Fanatismus

Die Philosopie Epiktets steht auf der gleichen moralischen Höhe wie die Lehren großer Religionen. Das Tun aus eigenem freien Willen wird jedoch särker betont. Sehr lesens- und nachahmenswert. Anleitung zum Er-Wachsen-werden.

Diese Rezension von madate fanden 5 von 12 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Alt,aber...

Dieses Buch ist eine wahre Fundgrube an philosophischen Weisheiten,auch wenn einige nicht mehr Zeitgemäß sind.Viele kann man jedoch immer noch anwenden.Mir fiel es bei einigen dieser Weisheiten wie Schuppen von den Augen.Es ist logische und völlig einleuchtende Sachen,auf die man sonst nur schwerlich kommt.

Dieses Buch war für mich eine wirkliche Bereicherung.

Diese Rezension fanden 4 von 15 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Hervorragende philosophische Ansichten/Anregungen.

Absolut lesenswert. Gute Lebenshilfe.

Handbüchlein der Moral und Unterredungen



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