Schiller, Friedrich von

Über die ästhetische Erziehung des Menschen

Über die ästhetische Erziehung des Menschen
  • Verlag: Reclam, Ditzingen
  • Erscheinungsdatum: 2000-03
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 286
  • ISBN: 3150180627
  • EAN: 9783150180624
  • Amazon.de Verkaufsrang: 38.730
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Beschreibung von buecher.de

Enthalten sind auch die sog. 'Augustenburger Briefe' sowie die Ankündigung der 'Horen'. Der umfangreiche Anhang bietet Informationen zur Entstehungsgeschichte, eine Konkordanz der 'ästhetischen' und der 'Augustenburger' Briefe, Kommentar, Literaturhinweise und Nachwort. Alle Texte sind in originaler historischer Orthographie wiedergegeben.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von M. Erben fanden 21 von 21 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Der utopische Staat - Schillers Idee vom Schönen

Die Schillersche Ästhetik (in einer Reihen von Briefen), die als ein Ausdruck der Freiheit sich in der noch zu erreichenden Totalität des Menschen entfalten soll, geht gewiss auf Schillers Entäuschung über den Verlauf der Revolution in Frankreich zurück, deren positive Auswirkungen auf den Staat er jedoch noch nicht erkannte. Ausgehend von den sozialen Misständen, die sich in Arbeitsteilung äußern und Akzente auf die Teilung des Individuums schlechthin diagonstizieren, entwirft Schiller in seinem Traktat eine transzendentale Erziehung des Menschen zum Schönen. Dabei will er die zwei divergierenden Triebe der menschlichen Natur, Formtrieb und Stofftrieb, zu einem harmonischen Geflecht des Spieltriebes vereinigen, so dass am Ende ein in Freiheit lebendes Individuum als Ganzes zusammen mit den anderen Bürgern den zweifellos utopischen Staat realisieren kann.

Die "Ästhetik" verlangt dem Leser an Abstraktionsvermögen und hochkonzentriertem Lesen alles ab. Der klassische Idealismus, der sich hier andeutet, bereit Verständnisschwierigkeiten: ein parallel zu dem Primärtext laufender Kommentar ist äußerst hilfreich. Empfehlenswert wäre eine an- und abschließende Kenntnis des Aufsatzes von Schiller "Über das Erhabene", weil er die "Ästhetik" inhaltlich komplettiert.

Diese Rezension von Kankin Gawain fanden 3 von 4 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Klassisches Deutsch...!

Ein von mir hochverehrter Kunstlehrer empfahl mir dieses aus zahlreichen Briefen zusammengesetzte Werk, da ging ich noch zur Schule. Erst vor kurzem habe ich es dann einmal vollständig gelesen. Zwar ist Schillers Unterteilung der menschlichen Psyche in sinnlichen Trieb und einem keinen Kausalgesetz unterworfenen ethischen Gestaltungsvermögen nicht mehr ganz up to date, die Schlüsse, die Schiller jedoch für die Lebensführung daraus zieht, sind immer noch wahr und richtig. Zum einen verteidigt Schiller die Natur als jenen Bestandteil in uns, der uns gleichermaßen den „Stoff" unserer Lebenspraxis und unseres künstlerischen Schaffens gibt, beharrt andererseits aber ebenso darauf, dass dieser Stoff einer Formung bedarf, die er unserem Vermögen zum ästhetischen und ethischen Urteil anheim stellt. Schließlich formuliert Schiller den tiefen Gedanken, dass der Mensch nur dort wirklich Mensch ist, wo er spielt, d.h. wo Formtrieb und Stofftrieb aufeinandertreffen und sich fruchtbar durchdringen.

Dass er das ganze auch noch in einem wunderbaren Deutsch, allerdings auch in einem schwierigen, formuliert, muss ich hier wohl nicht eigens erwähnen.

Über die ästhetische Erziehung des Menschen



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