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Une aide magnifique!Wie alle Bände der "Königs Erläuterungen" ist auch der zu "Der eingebildete Kranke" eine großartige Hilfe für den Unterricht. Er bietet aufschlussreiche Informationen zum Autor und wissenswerte Hintergründe zum Werk. Die Inhaltsangabe ist durchdacht strukturiert und enthält wichtige Zitate zu jedem Auftritt. Die Personencharakterisierung arbeitet die wesentlichen Züge der Figuren systematisch heraus. Der Aufbau ist nachvollziehbar und enthält eine übersichtliche Tabelle, in der für jeden Akt Stimmung, Motive, Ort usw. aufgelistet sind. Im Kapitel zu Stil und Sprache wird gut verdeutlicht, wie Molière Komik einsetzt. Auch verwendete Fremdwörter und Fachbegriffe werden kurz erklärt. Besonders hilfreich finde ich in diesem Band, dass zu jedem Kapitel Formulierungshilfen auf Französisch angeführt werden. So kann man ohne Schwierigkeiten im Unterricht mitarbeiten. Auch die Aufgaben mit Lösungshinweise sind auf Französisch gestellt und so kann man sich gut auf Klausuren und mündliche Prüfungen vorbereiten. Wenn man sich weiter informieren will, findet man im Anhang eine Liste mit Literatur, Verfilmungen und Internetadressen zum Autor und z. B. auch zu Hypochondrie.
Mon bilan: une aide magnifique!
Ein kurzer Einblick in die Vergangenheit der PharmazeutikMolieres der eingebildete Kranke ist ein Musterbeispiel dafür dass es schon vor über einem Jahrhundert ein blühendes Geschäft mit Heilmittelchen gegeben hat.In gewisser Weise nimmt Moliere eine Vorreiterrolle in der humoristischen Kritik an der Pharmazeutik ein, welche in der heutigen Zeit doch schon zur Genüge von jeder größeren "Comedy-Show" auf die Schippe genommen wurde.Auf der Suche nach den Spuren der modernen Comedy oder polemischer Kritik alà Michael Moore müsste man früher oder später über Moliere stolpern.Zum Buch selbst:
Es beginnt mit einer Einführung durch Argan, dem eingebildeten Kranken wie ihn der Buchtitel bereits profiliert. Dieser Mann, der keineswegs so krank ist, wie man ihm glauben machen will, erzählt uns von den Medikamenten die ihm sein Arzt und Apotheker einzunehmen geraten haben. Seine persönliche Pflegerin aber ist nicht so überzeugt von den Verordnungen an die sich ihr Herr so überzeugt hält, weshalb sie ihn sehr heftig widerspricht und reizt. Auch die Tochter sieht ihren Vater so nicht gern, schon gar nicht wenn er sie mit dem Neffen seines Arztes verheiraten will, um einen Arzt in der Familie zu haben. Das junge Fräulein schmiedet da hingegen eigene Pläne, denn sie hat sich schon in ihren Auserwählten verliebt. Lediglich die Stiefmutter die ihren Mann so sehr verhätschelt unterstützt den Kranken in allen Belangen, wenn auch mit deutlichen eigenen Absichten.Ich kann dieses relativ dünne Büchlein jedem empfehlen der sich für humorvolle klassische Literatur oder Theater interessiert.
Ein kurzer Einblick in die Vergangenheit der PharmazeutikMolieres der eingebildete Kranke ist ein Musterbeispiel dafür dass es schon vor über einem Jahrhundert ein blühendes Geschäft mit Heilmittelchen gegeben hat.
In gewisser Weise nimmt Moliere eine Vorreiterrolle in der humoristischen Kritik an der Pharmazeutik ein, welche in der heutigen Zeit doch schon zur Genüge von jeder größeren "Comedy-Show" auf die Schippe genommen wurde.Auf der Suche nach den Spuren der modernen Comedy oder polemischer Kritik alà Michael Moore müsste man früher oder später über Moliere stolpern.Zum Buch selbst:
Es beginnt mit einer Einführung durch Argan, dem eingebildeten Kranken wie ihn der Buchtitel bereits profiliert. Dieser Mann, der keineswegs so krank ist, wie man ihm glauben machen will, erzählt uns von den Medikamenten die ihm sein Arzt und Apotheker einzunehmen geraten haben. Seine persönliche Pflegerin aber ist nicht so überzeugt von den Verordnungen an die sich ihr Herr so überzeugt hält, weshalb sie ihn sehr heftig widerspricht und reizt. Auch die Tochter sieht ihren Vater so nicht gern, schon gar nicht wenn er sie mit dem Neffen seines Arztes verheiraten will, um einen Arzt in der Familie zu haben. Das junge Fräulein schmiedet da hingegen eigene Pläne, denn sie hat sich schon in ihren Auserwählten verliebt. Lediglich die Stiefmutter die ihren Mann so sehr verhätschelt unterstützt den Kranken in allen Belangen, wenn auch mit deutlichen eigenen Absichten.Ich kann dieses relativ dünne Büchlein jedem empfehlen der sich für humorvolle klassische Literatur oder Theater interessiert.
großes FinaleEine spritzige, kurzweilige Komödie aus dem absolutistischen Frankreich des Louis XIV ("L'etat c'est moi") ist dieses Spätwerk des großen französischen Komödianten geworden.
Und das weniger wegen des schon hundert mal durchgekauten Plots (Böse Stiefmutter will Ihren Mann beerben, edelmütige Tochter soll mit einem Arzt verheiratet werden, damit der eingebildet kranke Vater eine bestmögliche Betreuung erhält - wobei die Tochter natürlich einen anderen liebt. Gewitzte Dienstmagd und der Bruder des "Kranken" bringen mit Intelligenz und Mutterwitz alles ins Reine).
Der Plot ist wie gesagt so abgedroschen wie man sich's nur vorstellen kann, aber die an Shakespeare geschulte Dramaturgie Molières sorgen für schnelle Schnitte und Szenenwechsel und vor allem für Witz im dramatischen Finale. So beherrscht der Dichter nicht nur die Fähigkeit der Selbstentblößung im vermeintlichen Lob, sondern entwirft einen derart grotesken allumfassenden Schlussakt, in dem die latinisierende und griecherische Ärzteschaft des 17. Jahrhunderts, die "viel über die lateinische und griechische Benennung der Krankheiten, aber nichts über deren Kurieren" weiß, in einem parodistisch pseudolateinischen Finale derart auf die Schippe genommen wird, dass das auch im heutigen Theater noch ein absoluter Genuss sein muss.
Klassische Literaturzum erstenmal habe ich mich an eine klassische literatur herangewagt und war überrascht, wie einfach moliere zu lesen war. keine "altdeutschte sprache", wo man um die ecke denken muß, wie bei goethe und co. einige stellen regen sogar zum schmunzeln an. ich kann dieses buch nur wärmsten denen empfehlen, die mal in die klassische literatur hereinschmuppern wollen.