Bestellen bei Buecher.de! Preis: 25,00 €
Bestellen bei Amazon.de! Neu ab 25,00 €, gebraucht ab 19,96 €.
Neue Bücher bestellen bei: Buch.de.de, Buch24.de, Bol.de, Libri.de, Thalia.de
Gebrauchte und neue Bücher bestellen bei: AbeBooks.de, Booklooker.de
Carl Schmitt, dessen Lebenswerk als Dialog mit Thomas Hobbes, dem frühen Theoretiker des modernen Staates, begriffen werden kann, kleidete sein Buch von der Krise des Staates im 20. Jahrhundert in eine Analyse von Hobbes Hauptwerk Leviathan. Diese Verschlüsselung der eigenen Aussage dürfte zum Teil auf das Konto der Entstehungszeit (1938) des Buches gehen. Schmitt behauptet mit Entschiedenheit, Hobbes sei nicht Vorläufer des totalitären Staates, sondern der Begründer des Rechtsstaates gewesen. Diesem wird hier der Totenschein ausgestellt, da die Relation von Schutz (für den Bürger) und (von diesem geforderten) Gehorsam zerbrochen sei.
Schon das Nachwort von G. Maschke lohnt den KaufHhm. Vielleicht hätte ich heute noch keine Rezension zu Schmitts "Leviathan" geschrieben, zwar weil ich nach erstmaligen Durchlesen noch nicht behaupten kann, Schmitt überhaupt verstanden zu haben. Es ist - DAS muss man wissen - ein esoterisch geplanter Text, der sich also nicht einfach so erschließt. Nun habe ich in (zur Zeit der einzigen) weiteren Rezension allerdings soviel - ich muss sagen - haarsträubendes - gelesen, dass ich nicht anders konnte, als dagegen zu halten. Allein schon das Nachwort von (Herausgeber) G. Maschke lohnt den Kauf. Es ist mehr als ein Nachwort, ist ist ein hoch aktueller Text zur gegenwärtigen politischen Lage.
Übrigens ist im gesamten "Leviathan" von Schmitt kein Antisemitismus auszumachen, wenn man nicht jede Kritk an jüdischer Religion antisemitsch nennen mag. Und eine solche starre Haltung dem Judentum gegenüber birgt ja oft gerade Antisemitismus hinter freundlicher Maskerade. Falls Sie mehr über Schmitts Leviathan mit mir reden möchten, schicken Sie mir eine Mail. Ab etwa Anfang 2005 dürfte ich den Text ausreichend verarbeitet haben...
Absolut lesenswertCarl Schmitt polarisiert. Es gibt die Anekote, dass es ein ganz einfaches Mittel gebe, beim Bundesverfassungsgericht Streit zu entfachen: Man sage einfach nur: "Carl Schmitt". „Verkannt und Missverstanden!" tönt es einerseits; „Faschist und Antisemit!" schallt es andererseits.
Die Meinung spaltet sich über politische Grenzen hinweg. Zwar gilt Carl Schmitt als Ahnvater der „Neuen Intellektuellen Rechten".
Jedoch finden sich auch im linken Spektrum der politischen Lager Anhänger Carl Schmitts. Erwähnt seien nur Ernst- Wolfgang Böckenförde und Walter Benjamin.
Böckenförde ist eine der überragenden Figuren unter den Juristen in der Bundesrepublik Deutschland . Er ist bekennender Sozialdemokrat, Katholik und Carl Schmitt- Anhänger . Walter Benjamin ist eine Ikone der Neuen Linke. Er ist Zeitkritiker, Literaturwissenschaftler und Carl Schmitt- Bewunderer.
Für mich besteht kein Zweifel: Carl Schmitt war antisemitisch, antiliberal und antiparlamentarisch.
Seine politische Gesinnung lehne ich daher scharf ab!
Auch seine schärfsten Kritiker müssen jedoch anerkennen:
Carl Schmitt ist ein origineller, sprachgewandter und kenntnisreicher Schriftsteller: „Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet." „Die spezifisch politische Unterscheidung ist die Unterscheidung von Freund und Feind." „Alle prägnanten Begriffe der modernen Staatslehre sind säkularisierte theologische Begriffe." sind nur die bekanntesten Kostproben seiner Schreibkunst.
Thomas Hobbes war wissenschaftlich- akademisch der „Lieblingsautor" Carl Schmitt`s
Schmitt's erste These zu Hobbes lautet:
Hobbes ist der Ahnherr des liberalen Rechts- und Verfassungsstaates.
Schmitt's zweite These besagt:
Die Unterscheidung von Innen und Außen, von Glaube und Bekenntnis, wurde für den Leviathan die „Krankheit zum Tode"
Schmitt's dritte These behauptet:
Das schreckende mythische Bild des Leviathan hat das Scheitern
der hobbesschen Staatslehre mit- verursacht.Carl Schmitt stellt em liberalen Rechts- und Verfassungsstaat en Totschein aus. Dies aber ist gar nicht das interessante an dem Buch. Hobbes als Ahnherr der liberalen Recht- und Verfassungsstaates zu bezeichnen und darzustellen; das ist die Leistung in diesem Werk. Die Interpretation von Hobbes - nicht so sehr die schmittsche Kritk an Hobbes - überzeugt.
Als Gegeninterpretation empfehle ich sehr den Aufsatz von Martin Kriele: "Hobbes und die englische Juristen". Er ist in dem Buch: "Vernunft, Recht, Wirklichkeit" von Martin Kriele erschienen - eine großartige Replik auf Carl Schmitt.