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Simmels neuer Roman ist das Ergebnis dreijähriger intensiver Beschäftigung mit dem wohl wichtigsten Thema unserer Zeit,der globalen Zerstörung unserer Umwelt. Er erzählt vom Kampf einer kleinen Gruppe, die versucht, die ökologische Katastrophe aufzuhalten, und macht deutlich, daß es noch nicht zu spät ist, unsere Erde zu retten.
aktueller Ökokrimi„Im Frühling singt zum letzten Mal die Lerche" von Johannes Mario Simmel ist in einem flüssigen und gut lesbaren Stil geschrieben.
Die Probleme der Umwelt kleidet Simmel in die Geschichte um eine Gruppe von Leuten, welche die Menschen über die Umweltzerstörung aufklären und auf diese Weise den politischen Druck aufbauen wollen, damit die Natur nicht vernichtet wird und wir Menschen uns unserer eigenen Zukunft berauben. Aber sie haben es mit Gegnern zu tun, die auch vor Mord nicht zurückschrecken. Wer sind diese Gegner? Gibt es einen Verräter in der eigenen Gruppe? Eine Stimmung des gegenseitigen Misstrauens entwickelt sich.
Manchmal hat man den Eindruck der Hysterie, aber zu der Zeit in der das Buch geschrieben wurde (Ende der 80ziger Jahre) glaubte man noch, dass der Wald in ca. 20 Jahren nicht mehr existieren würde (was nicht bedeutet, dass es dem Wald wieder gut geht - man spricht nur nicht mehr darüber. Tatsächlich ist immer noch weit über die Hälfte des Waldes in Deutschland erkrankt) und man stand noch unter dem Eindruck von Tschernobyl.
Dennoch ist das Buch von bedrückender Aktualität, denn die Regenwälder werden immer noch gerodet!
Daran, das dieses Buch 1990 veröffentlicht wurde, sieht man, wie lange es dauert bis notwendige Entscheidungen getroffen werden: Es ist immer noch kein Endlager für atomare Brennstoffe gefunden worden, sondern sie werden immer noch in das Zwischenlager Gorleben transportiert. Und es gibt trotzdem noch Stimmen aus der Politik, welche die Atomenergie weiter fördern wollen, ohne sich über Lösung der damit verbundenen Probleme Gedanken zu machen.
Wie viele Öltanker mussten havarieren bevor es jetzt zumindest bei der EU eine Verordnung gibt, die doppelwandige Tanker vorschreibt?
Anderes hat sich in der Tat verbessert, wie zum Beispiel der Verbot von FCKW zum Schutze der Ozonschicht und es gibt mittlerweile in jedem Neuwagen einen Katalysator. Auch die Benutzung von Dioxin ist verboten.