Johnstone, Keith

Improvisation und Theater

Improvisation und Theater
  • Verlag: Alexander Verlag
  • Erscheinungsdatum: 1993
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 363
  • ISBN: 3923854676
  • EAN: 9783923854677
  • Amazon.de Verkaufsrang: 104.713
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Beschreibung von buecher.de

Mit Hilfe dieses Buches werden Improvisation und Kreativität trainiert und die Lust am Theaterspiel entfacht. George Tabori schreibt in seinem Nachwort: 'Johnstones Essay, mit erfrischendem Pragmatismus geschrieben, sei nicht nur Theatermachern empfohlen, sondern auch Politikern, Geschäftsleuten, Schulkindern, Hausfrauen und vor allem Liebespaaren: uns allen, die wir durch die Zusammenstöße der konkurrierenden Willen miteinander verbunden sind.
Nachdem er die große Kunst und unser kleines Leben studiert hat, bestätigt Johnstone den Konflikt als das zentrale Faktum sowohl des Daseins als auch des Spiels, ein Naturgesetz, unentbehrlich für private und öffenltiche Dramen. Sein fragen verknüpfen aufs neue Existenz und Schauspiel.'

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Reinhard Fust fanden 25 von 26 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Impro

Zum Autor: Keith Johnstone (geb. 1933) arbeitete 1956-66 als Dramaturg am Royal Court Theatre in London. Er leitete die legendäre Autorenwerkstatt, der Dramatiker wie John Arden, Edward Bond und Arnold Wesker angehörten. Er unterrichtete an der Royal Academy of Dramatic Art, bis er 1971 England verliess und nach Calgary, Kanada zog. Dort unterrichtet er als Professor an der Universität und leitet Workshops an den wichtigsten europäischen Schauspielschulen und Universitäten. Johnstone erfand viele neue Arten der Improvisation, unter anderem Theatersport, Gorillatheater und Micetro.Johnstone beginnt das Buch, indem er zuerst einmal über sich selbst erzählt, seine Kindheit, seine Lehrerzeit und natürlich seine Zeit am Royal Court Theatre in London. Im zweiten Kapitel beschäftigt er sich vornehmlich mit dem "Status" (Hoch-/Tiefstatus). Über 75 Seiten entwickelt und erklärt er die Statusunterschiede, die wir im Alltag unbewusst leben und zeigt an Beispielen und Übungen den Wert für die Schauspielerei auf. Aus meiner Sicht ist dies der wertvollste Teil dieses Buches. Im Abschnitt über Spontaneität gibt er Anleitung und Tipps, wie Spontaneität in der Gruppe mit Übungen trainiert werden kann. Im Verlauf der folgenden zwei Kapitel über das Thema "Erzähltechniken" und "Masken und Trance" bewegt sich Johnstone mehr und mehr in undurchsichtige, finstere Gefilde, die man sich getrost ersparen kann. Trotzdem ein unterhaltendes, aufschlussreiches Theaterbuch über den Wert und die Anwendung von Improvisation. Nur wie erwähnt schwächt der letzte Teil des Buches meines Erachtens den Gesamtwert des Buches etwas ab.

Diese Rezension fanden 40 von 43 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Interessantes Buch auf für Nicht-Improvisierer

Keith Johnstone, Improvisation und TheaterKeith Johnstone, Theaterlehrer und Entwickler vieler Improvisationsspiele und -techniken versucht in diesem, seinem ersten von zwei bislang ins Deutsche übersetzten Büchern, einen Aufriß über Idee und theoretische Grundlagen der von ihm erdachten Art des Improvisationstheaters zu geben.Er entwickelt seine Ideen anhand der Erkenntnis, daß Theater zum "Stück" abstrahierte menschliche Interaktion ist. Auf dieser Grundlage setzt er sich zunächst mit menschlichem Verhalten und Fehlverhalten als solchem auseinander, um dann den Brückenschlag zu Theater und Improvisation zu betreiben. Seine Beobachtungen sind von "gut" über "amüsant" bis "pfiffig und geistreich" gestaffelt, und tatsächlich bietet dieses Buch, zumindest im ersten Abschnitt, auch demjenigen, der mit Theater nichts (aktiv) zu tun hat, einen zeitweilig amüsanten Einblick in menschliche Interaktionschemata, gefolgt von Theaterspielen und Bewußtseinsschärfenden Übungen, die mehr an den Theaterschaffenden adressiert, jedoch auf für interessierte Nichtschauspieler aufschlußreich sind.Ab einem bestimmten Punkt beginnt er in seinem ohnehin nicht besonders klar strukturierten Buch jedoch in Gefilde abzuschweifen, die ohne eine gewisse Experimentierlust oder eigene Vorerfahrungen nurmehr schwerlich nachzuvollziehen sind. Es entsteht ein Eindruck von Langatmigkeit und verfehlter Akribie. Allerdings, soviel sei gesagt: hat man sich von der Freude an der Improvisation anstecken lassen, und das ist durch dieses Buch durchaus möglich, werden die Schwierigkeiten Johnstones, all diese Eindrücke und Erlebnisse noch in Worte zu fassen ebenso verständlich, wie seine Begeisterung für auf dem Papier so harmlos erscheinende Spiele!Statt drei Sternen also vier, weil Johnstones Buch bei näherer Auseinandersetzung mit der Materie an nachvollziehbarer Qualität gewinnt, vier Sterne statt fünf, weil Struktur und Inhalt dem Leser einiges an Langmut abverlangen und der Stoff für den nach dem Klappentext angesprochenen Adressatenkreis nicht nachvollziehbar genug aufbereitet ist.Besuchen Sie doch einmal ein Improvisationstheater in Ihrer Nähe, dann wird Ihnen vielleicht einiges klarer und ein kurzweiliger Abend wird Ihnen allemal geboten werden!!!

Diese Rezension von Christian Grabert fanden 9 von 9 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Kreativitätstraining und Lebenshilfe

Ich habe das Buch von Keith Jonestone auf einem Seminar für Puppenspieler entdeckt. Obwohl ich mich nur laienhaft mit dem Puppenspiel beschäftige und mit Theater keine Erfahrung habe, hat es mich vom Klappentext her bereits angesprochen.

Das Buch ist sehr lebendig und interessant geschrieben und relativ klar Strukturiert. Der erste Teil ist etwas autobiografisch und gibt somit Aufschlüsse über die überaus interresante Person des Autors. Es folgt ein Teil zum Thema Status in Interaktionen, welches mir für das Puppenspiel nicht so viel gebracht hat, dafür aber um so mehr in meinem täglichen Umgang mit meinen Mitmenschen, da ich viele Interaktionen nun besser verstehe und auch mein eigenes Verhalten besser einordnen kann. Darauf folgt ein Abschnitt zum Kreativitätstraining, der gerade für mein Puppenspiel aber auch für spontane Gute-Nacht-Geschichten sehr hilfreich ist. Der Teil über die Arbeit mit Masken ist für den Laien nicht nachvollziebar und erscheint langatmig. Die hohe Qualität der ersten Teile hat mich aber dazu bewogen, mich auch durch diesen Teil durch zu kämpfen. Es bleibt auch hier der Eindruck, das der Autor das Gebiet in hoher Tiefe durchdrungen hat und die Arbeit mit Masken ein faszinierendes Thema ist, welches wiederum andere Aspekte der menschlichen Persönlichkeit zu Tage fördert. Um gutes Theater zu machen, sind das Verständnis menschlicher Interaktion und das Vertrauen auf die eigene Intuition unerlässlich. Dieses Buch hat mir persönlich und in meinem Puppenspiel sehr geholfen und Lust auf mehr gemacht. Ich möchte es jedem uneingeschränkt empfehlen.

Diese Rezension fanden 16 von 21 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Ein tolles Buch

Dieses Buch heißt bewußt nicht "Improvisationstheater", da sich die Improvisation in ihm als Bestandteil von Theater darstellt, aber auch außerhalb des Theaterraumes Bedeutung besitzt. Das Buch ist ein wunderbares Buch für die Leiter von Improvisationstheatergruppen, aber es ist mehr als das, Johnstones Analyse von Interaktionsmustern ist faszinierend und kurzweilig, so daß ich das Buch auch für Nichttheaterspieler sehr empfehlen kann (Psychologen, Personalberater, etc.). Eines meiner Lieblingsbücher.

Diese Rezension fanden 6 von 10 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen einfach genial, dieser Johnstone

Ich schließe mich hier an: eines meiner Lieblingsbücher, das ich jedem, der in irgendeiner Weise mit Menschen zu tun hat, allerwärmstens ans Herz legen möchte...

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